Dieter Hallervorden: "AfD! Nein, danke" - heftiger Gegenwind nach Wahlempfehlung

Dieter Hallervorden macht sich für die Demokratie in Sachsen-Anhalt stark. Der Kabarettist spricht sich zusammen mit anderen Prominenten gegen die AfD und für mehr Vielfalt ein. Neben Zuspruch gibt es auch viel Gegenwind.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Dieter Hallervorden macht sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die Demokratie stark. (Foto) Suche
Dieter Hallervorden macht sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die Demokratie stark. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Vielfalt bewahren und nicht die AfD wählen. Dafür setzt sich Schauspieler und Kabarettist Dieter Hallervorden vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein. In einem neuen Instagram-Beitrag spricht er eine Wahlempfehlung aus. Die sagt klar: Nein zur als geschert rechtsextrem eingestuften Landespartei der AfD.

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Dieter Hallervorden gibt Wahlempfehlung - "AfD? Nein, Danke" in Sachsen-Anhalt

"Diddi" Hallervorden spricht sich deutlich für ein starkes Sachsen-Anhalt aus. Deshalb sollen die Menschen am 6. September wählen gehen, aber "lieber vielfältig als einfältig". Der gebürtige Dessauer ist damit nicht alleine. Zusammen mit mehreren Kollegen wie Katja Ebstein, Oliver Kalkofe, Axel Prahl, Wolfgang Bahro, Katrin Sass, Horst Evers, Sven Plöger und Dagmar Frederic hat er diese Initiative umgesetzt. Sie empfehlen den Menschen, statt der AfD andere Parteien, darunter CDU, die Grünen, FDP, SPD und die Linke, zu wählen.

Der Hinweis erinnert an die Kampagne "taktisch wählen", um die AfD zu verhindern. Mit dem gezielt gesetzten Kreuz soll eine Alleinregierung der AfD verhindert werden, indem demokratische Parteien die Stimme bekommen. "Je mehr demokratische Parteien es in den Landtag schaffen, desto weniger Sitze bekommt die AfD. Das bedeutet: Grüne und SPD müssen ins Parlament einziehen. Dann hat die AfD Expert*innen zufolge kaum noch Chancen auf eine absolute Mehrheit", schreibt "Campact".

Die Bildmontage soll wohl Bürger daran erinnern, dass ihre Stimme Entscheidungen mitprägt. "Bürger haften für ihre Politiker" steht mit einem Augenzwinkern geschrieben. In der Bildunterschrift macht der Kabarettist deutlich: "AfD! Nein, danke". 

Vorwurf der Wahlwerbung - Follower giften gegen Hallervorden

Für sein Engagement erhält er von vielen Followern Zuspruch und Dank. "Super lieber Didi", jubelt ein Fan. "Die Mehrheit steht hinter ihnen", meint ein Follower. "Gute Empfehlung", heißt es in einem weiteren Kommentar. 

Unter dem Beitrag zeigt sich auch, dass er bei vielen Menschen nicht auf Zuspruch stößt. Vielmehr zeigen sie sich vordergründig enttäuscht von ihm, während sie in die rhetorische Trickkiste der AfD greifen. Enttäuschung wird hier als Vorwand genutzt. Einige behaupten auch, er würde Wahlwerbung machen. Andere werfen ihm vor, sein Lebenswerk zerstört zu haben. Dieter Hallervordens Beitrag soll als Empfehlung verstanden werden und nicht als Werbung. Er spricht sich nur gegen die AfD aus und verweist auf Optionen, die das demokratische Fundament intakt halten werden.

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - Kabarettist schwimmt gegen den Strom

Derartigen Äußerungen ist Dieter Hallervorden gewohnt. "Im Moment kriege ich viel Gegenwind von Leuten, die AfD wählen", sagte er in der ZDF-Dokumentation "Kulturkampf in Sachsen-Anhalt". Das macht ihm nichts aus, weil er "gerne gegen den Strom schwimme". Philosophisch fügt er hinzu: "Wer gegen den Strom schwimmt, kommt manchmal auch an die Quelle.

Neue INSA-Umfrage - Auswanderung bei Machtübernahme der AfD

Ob er Wähler erreicht, wird sich nach der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt zeigen. Derzeit steht die AfD bei 40 Prozent in den Umfragen. Immer wieder kommt auch das Thema allein regieren auf. Viele Menschen in dem ostdeutschen Bundesland wollen das nicht und würden drastische Schritte auf sich nehmen, wenn dieses Szenario Realität werden sollte.

Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA legt offen, wie stark eine mögliche Regierungsübernahme der AfD die Gesellschaft bewegt. Laut der Umfrage, über die "Bild" berichtet, würde rund ein Fünftel der Bevölkerung (22 Prozent) das Land verlassen, falls die Partei an die Macht käme. 46 Prozent sind dagegen, dass die AfD in Sachsen-Anhalt allein regiert. 41 Prozent der Befragten finden es in Ordnung.

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