Friedrich Merz: Eklat nach RTL-Sendung – Kanzler soll Ärztin ausgelacht haben

Friedrich Merz und Kinderärztin Bea Merscher lieferten sich bereits vor laufenden Kameras einen heftigen Schlagabtausch. Doch nach der RTL-Sendung soll es hinter den Kulissen zu einer weiteren brisanten Begegnung gekommen sein.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Der Bundeskanzler bei der RTL-Sendung "Am Tisch mit Friedrich Merz" (Foto) Suche
Der Bundeskanzler bei der RTL-Sendung "Am Tisch mit Friedrich Merz" Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
  • Nach dem TV-Zoff: Bea Merscher berichtet von einer weiteren Begegnung mit Friedrich Merz
  • "Ganz sicher nicht!": Der Kanzler soll eine Einladung der Kinderärztin abgelehnt und anschließend gelacht haben
  • Zeuge bestätigt Version: Ein weiterer Sendungsteilnehmer schildert einen ähnlichen Ablauf

Schon während der RTL-Sendung "Am Tisch mit Friedrich Merz" flogen zwischen dem Kanzler und der Kinderärztin Bea Merscher die Fetzen. Doch im Anschluss kam es hinter den Kulissen zu einem weiteren Eklat. Die 39-jährige Medizinerin und Aktivistin schildert gegenüber "Bild", dass es nach der Aufzeichnung erneut zu einer Konfrontation mit dem Regierungschef gekommen sei. Merscher hatte Merz demnach zu einer Demonstration eingeladen und wurde nach eigener Darstellung nicht nur brüsk abgewiesen, sondern regelrecht ausgelacht. Ein Zeuge, der den Wortwechsel mitbekam, stützt ihre Version der Ereignisse. In den sozialen Medien schlägt der Vorfall hohe Wellen.

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"Ganz sicher nicht!" Friedrich Merz lacht Ärztin nach TV-Sendung aus

Was genau geschah nach dem Ende der Aufzeichnung? Merscher berichtet, sie habe den Bundeskanzler persönlich zu einer geplanten Demonstration eingeladen. Seine Antwort sei unmissverständlich gewesen: "Ganz sicher nicht." Anschließend habe Merz gelacht. Ein Verhalten, das die Kinderärztin sichtlich traf. In einem Video auf Instagram betont Merscher, keine Geschichten zu erfinden. "Es ist so gewesen", stellt sie klar und verweist darauf, dass die Kameras noch gelaufen hätten und Lippenleser den Wortwechsel bestätigen könnten. Besonders enttäuschend findet die Medizinerin, dass eine wertschätzende Reaktion so leicht möglich gewesen wäre. Es hätte gereicht, zu sagen, man finde ihr Engagement toll, könne aber leider nicht kommen – stattdessen habe der Kanzler ihr Anliegen herablassend abgefertigt.

Zufallsbegegnung im Hotel bestätigt Merz' Verhalten

Dass Merscher mit ihrer Darstellung nicht allein dasteht, zeigt ein bemerkenswerter Zufall. Beim Auschecken aus dem Hotel traf die Ärztin auf Oliver Bernt, einen weiteren Teilnehmer der Sendung, der den Wortwechsel mit dem Kanzler unmittelbar miterlebt hatte. In einem gemeinsamen Video bestätigt Bernt den Vorfall ohne Absprache. Er sei eigentlich nur für ein Foto dazugekommen und habe die Szene mitbekommen, ohne dass Merz dies bemerkt habe. "Er hat wirklich ganz klar gesagt: Ganz sicher nicht. Hat dann auch gelacht", schildert Bernt. Als er selbst den Kanzler darauf hingewiesen habe, dass es vom Kanzleramt zum Reichstag nicht weit sei, habe dieser abgewunken – keine Zeit. Bernts Fazit: "Das war sehr von oben herab. Auch dieses Lachen. Es war nicht schön."

"Arrogant" und "abgehoben": Massive Wut gegen den Bundeskanzler

Auf Instagram entlud sich nach Veröffentlichung des Videos ein Sturm der Entrüstung. Zahlreiche Nutzer warfen Merz Überheblichkeit und völlige Realitätsferne vor. "Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass dem Kanzler noch das Lachen vergeht", kommentierte ein User. Für besonderes Entsetzen sorgte, dass Merz die engagierte Medizinerin während der Sendung als Nutznießerin des Gesundheitssystems bezeichnet hatte. "Bin fassungslos, dass eine praktizierende, engagierte Ärztin als Nutznießerin des staatlichen Gesundheitssystems betitelt wird. Vom Bundeskanzler!", schrieb ein fassungsloser Kommentator. Der Grundtenor der Reaktionen ist eindeutig: Merz lebe in einer anderen Welt, fernab der Sorgen gewöhnlicher Bürger. "Unser Kanzler hat Null Interesse an den Problemen seiner Steuerzahler", brachte es ein Nutzer auf den Punkt.

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