Donald Trump: Er krönt sich selbst zu "The Greatest" – Trump verbannt Obama

Mehr Selbstbewusstsein geht kaum: Donald Trump hat sich selbst zum größten US-Präsidenten aller Zeiten erklärt. Lincoln, Washington und Roosevelt landen bei ihm nur eine Kategorie darunter, während Ronald Reagan und John F. Kennedy in seinem Ranking nicht einmal vorkommen. Im Netz herrscht Fassungslosigkeit.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump sorgt mit einem Präsidenten-Ranking für Wirbel. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit einem Präsidenten-Ranking für Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump setzt sich in seinem persönlichen Präsidenten-Ranking als einzigen "The Greatest" an die Spitze
  • Lincoln, Washington und Franklin D. Roosevelt stuft der US-Präsident lediglich als "Great" ein
  • Ronald Reagan, John F. Kennedy und mehrere weitere bekannte Präsidenten tauchen in Trumps Liste überhaupt nicht auf

Donald Trump sorgt einmal mehr für Fassungslosigkeit: Auf Truth Social hat sich der 80-Jährige am Donnerstag (27.08.2026) selbst zum "größten" US-Präsidenten aller Zeiten gekrönt. Er veröffentlichte ein Ranking amerikanischer Präsidenten und setzte sich dabei selbst an die Spitze. In der Kategorie "The Greatest" steht nämlich nur ein einziger Name: Donald J. Trump.

Historische Größen wie Abraham Lincoln, George Washington und Franklin D. Roosevelt ordnete der amtierende US-Präsident lediglich in die zweite Kategorie "Great" ein. Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Akt der Selbstinszenierung wirkt, sorgt vor allem wegen der auffälligen Lücken für Aufsehen. Gleich mehrere prominente Amtsvorgänger tauchen in dem Ranking nämlich überhaupt nicht auf – darunter einige der bekanntesten republikanischen US-Präsidenten der jüngeren Geschichte.

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Er ist "The Greatest": Donald Trump veröffentlicht Präsidenten-Ranking

Unterhalb seiner eigenen Sonderkategorie staffelte Trump die übrigen US-Präsidenten in mehrere Ränge. Neben Lincoln, Washington und Franklin D. Roosevelt schafften es auch Wilson, Jefferson sowie Jackson in die Gruppe "Great". Theodore Roosevelt landete eine Stufe darunter in der Kategorie "Near Great". Als lediglich "Average" stufte Trump unter anderem Bill Clinton ein. Noch schlechter schnitt Calvin Coolidge ab, den der US-Präsident unter "Below Average" einsortierte. Besonders hart fiel sein Urteil über Barack Obama, Joe Biden und Jimmy Carter aus. Sie wurden von Trump als "failures" gebrandmarkt. Doch auch zwei Republikaner blieben von diesem Urteil nicht verschont: Ulysses S. Grant und Warren Harding finden sich ebenfalls in der untersten Kategorie wieder.

Wo sind Reagan, Kennedy und die Bush-Präsidenten? Trumps Ranking wirft Fragen auf

Mindestens ebenso auffällig wie Trumps Bewertungen sind die Namen, die in seiner Rangliste komplett fehlen. Weder John F. Kennedy noch Ronald Reagan, weder Richard Nixon noch Dwight D. Eisenhower tauchen in irgendeiner Kategorie auf. Auch die beiden Bush-Präsidenten, Lyndon B. Johnson, Harry S. Truman, Gerald Ford, William Henry Harrison und James A. Garfield sucht man vergeblich. Besonders kurios wirken einige dieser Auslassungen angesichts von Trumps früheren Äußerungen über die betreffenden US-Präsidenten. Erst im Juli hatte Trump Kennedy als "großartigen Kerl" bezeichnet und ihn als "zweitbestaussehenden Präsidenten" gelobt. Zudem veröffentlichte Trump wiederholt KI-generierte Bilder, die ihn an der Seite von Kennedy und Washington zeigten. Auch Ronald Reagan fehlt, obwohl Trump dessen politisches Erbe in der Vergangenheit wiederholt gewürdigt hat. Auf einer Gedenktafel im Weißen Haus ließ Trump nach den vorliegenden Angaben sogar vermerken, Reagan sei "ein Fan von Präsident Donald J. Trump" gewesen.

"The Greatest": Social Media reagiert auf Trumps Selbstkrönung

Die Reaktionen auf Trumps Selbstkrönung ließen nicht lange auf sich warten. Die "Republicans against Trump" stellte auf X fest: "Trump hat gerade sein eigenes Präsidenten-Ranking gepostet und sich selbst in die Kategorie 'Greatest' über Lincoln, Washington, FDR und jeden anderen Präsidenten eingeordnet." Andere Nutzer wurden deutlich schärfer. "Hier haben wir die Antwort, er gibt es selbst zu. Bösartiger narzisstischer Psycho", kommentierte ein User. "Einen Narzissten als Präsidenten zu haben, muss eine Qual sein", pflichtete ein weiterer bei. Besonders viel Kopfschütteln lösten die fehlenden Namen aus. "Reagan? Die Bushs? Nixon? JFK? Johnson?", fragte ein Nutzer ungläubig. Ein anderer wunderte sich: "Rauche ich irgendwas oder hat er Reagan tatsächlich weggelassen?" Manche Kommentatoren vermuteten sogar politisches Kalkül hinter der ungewöhnlichen Auswahl. Ein X-Nutzer schrieb, dies könne ein Versuch sein, Trump stärker von der traditionellen republikanischen Partei abzugrenzen, damit "Vance oder Rubio akzeptabel erscheinen".

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