Donald Trump: Weil er sich unbesiegbar fühlt - Republikaner sieht Trump-Katastrophe kommen
Aus dem "Sumpf" wurde ein "Whirlpool für die Familie Trump" - mit dieser vernichtenden Bilanz warnt ausgerechnet ein prominenter Republikaner seine eigene Partei vor einer drohenden Wahlkatastrophe wegen Donald Trump.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump macht die Republikaner bei den Zwischenwahlen angreifbar
- Republikaner-Stratege spricht von Trump-Korruption
- Donald Trump fühlt sich unbesiegbar - und lässt seine Partei allein
Der republikanische Politik-Stratege Marc Short hat eine schonungslose Diagnose für seine eigene Partei gestellt: Die Trump-Regierung habe den einst versprochenen Kampf gegen den Washingtoner Sumpf ins Gegenteil verkehrt. Statt ihn trockenzulegen, habe Donald Trump "den Sumpf zum persönlichen Whirlpool der Familie gemacht", erklärte der ehemalige Stabschef von Ex-Vizepräsident Mike Pence bei CNN. Diese Abrechnung mit Donald Trump sitzt - dabei musste der US-Präsident in den vergangenen Tagen bereits so manchen Rückschlag hinnehmen.
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Donald Trump macht die Republikaner bei den Zwischenwahlen angreifbar
Short zufolge macht genau diese Entwicklung die Republikaner vor den anstehenden Zwischenwahlen besonders angreifbar. Der Schlachtruf "Drain the Swamp", der bei Trumps Kundgebungen 2016 und 2020 noch für die größte Begeisterung gesorgt habe, könnte sich nun gegen die eigene Partei wenden. Was einst Trumps stärkstes Versprechen war, droht zur schärfsten Waffe der Demokraten zu werden.
Nach Shorts Einschätzung hat das Ausmaß an Korruption in Trumps zweiter Amtszeit eine völlig neue Dimension erreicht - und damit auch die Verwundbarkeit der Republikaner. Sollten die Demokraten im Wahlkampf glaubhaft Untersuchungen gegen die Trump-Administration ankündigen, könnte das bei ihrer Basis auf enorme Resonanz stoßen.
- "Ich denke, dass diesmal weitaus mehr Korruption stattgefunden hat, was sie deutlich anfälliger für viele der Ermittlungen macht, über die sie sich mehr Sorgen machen sollten, als es den Anschein hat", warnte Short bei seinem CNN-Auftritt.
Donald Trump fühlt sich unbesiegbar - und lässt seine Partei allein
Die Republikaner unterschätzten diese Gefahr offenbar erheblich. Während Trump zwar auf Erfolge wie Grenzsicherung, Steuererleichterungen und Rekordstände an den Börsen verweisen könne, reiche das möglicherweise nicht aus, um die Korruptionsvorwürfe zu überdecken.
Besonders brisant: Der US-Präsident selbst scheint keinerlei Interesse an den Zwischenwahlen zu haben. "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass der Präsident sich wirklich um die Midterms schert", stellte Short unverblümt fest. Trump betrachte sich nach zwei überstandenen Amtsenthebungsverfahren und den Ermittlungen des Justizministeriums als unverwundbar - frei nach dem Motto: Ich habe sie zweimal besiegt, und ich stehe immer noch.
Mehr noch: Short zufolge macht es Trump schlicht mehr Spaß, sich mit den Demokraten zu duellieren, als mit den republikanischen Kongressführern Mike Johnson und John Thune zusammenzuarbeiten.
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rut/news.de
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