Wladimir Putin und Kim Jong Un: Kremlchef bekräftigt Allianz mit Nordkorea - Sorgen in der Ukraine
Nordkorea ist zu einem der wichtigsten Partner von Kremlchef Wladimir Putin geworden. Diktator Kim Jong Un und der russische Präsident haben nun einmal mehr die Tiefe ihrer Beziehungen betont. In der Ukraine wächst derweil die Sorge vor der Entsendung weiterer nordkoreanischer Soldaten ins Kriegsgebiet.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Wladimir Putin und Kim Jong Un betonen am koreanischen Unabhängigkeitstag enge Zusammenarbeit
- Pjöngjang liefert Waffen und Soldaten für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine
- Nordkorea lehnt Friedensappell von Südkorea ab
Nach dem Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 verlor Wladimir Putin viele ehemalige Partner im Westen. Doch der Kremlchef hat mittlerweile neue internationale Bündnisse geschmiedet. Dabei greift er vorwiegend auf die Zusammenarbeit mit autoritär oder diktatorisch regierten Staaten zurück. Besonders das Verhältnis zum abgeschotteten Nordkorea soll künftig noch enger werden.
Wladimir Putin und Kim Jong Un betonen enge Zusammenarbeit
Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft haben Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen Wochenende Botschaften ausgetauscht, die den Schulterschluss beider Länder unterstreichen. Putin betonte darin, die Zusammenarbeit werde "in allen Bereichen" fortgesetzt, und verwies auf die gemeinsame Geschichte – sowjetische Soldaten hatten einst an der Seite Koreas gegen Japan gekämpft.Kim würdigte seinerseits Beziehungen, die "die Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und die kostbaren Traditionen der Freundschaft" fortführten, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA laut "Reuters" berichtete.
Nordkorea soll Russland mit Waffen und Soldaten im Ukraine-Krieg unterstützen
Hinter der diplomatischen Rhetorik steht eine handfeste militärische Allianz: Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden Waffenlieferanten für Russlands Krieg gegen die Ukraine entwickelt, wie der "Kyiv Independent" berichtet. Pjöngjang soll Moskau bereits ballistische Kurzstreckenraketen der Typen KN-23 und KN-24, Artilleriemunition und rund 14.000 Soldaten, die 2024 in der Oblast Kursk gegen ukrainische Streitkräfte eingesetzt wurden, zur Verfügung gestellt haben. Laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj bereitet sich Russland auf die Aufnahme weiterer 30.000 nordkoreanischer Soldaten vor.
Russisches Schiff Pallada in nordkoreanischem Hafen Wonsan
Die Grundlage der Achse Moskau-Pjöngjang bildet das Umfassende Strategische Partnerschaftsabkommen, das Putin und Kim im Juni 2024 unterzeichneten – inklusive einer Beistandsklausel für den Angriffsfall. Symbolisch untermauerte am Samstag das russische Schiff "Pallada" mit einem Freundschaftsbesuch im nordkoreanischen Hafen Wonsan die enge Verbindung.
Südkorea ruft Pjöngjang zu "Friedensregime" auf
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung nutzte derweil die Feierlichkeiten zum Befreiungstag für einen Gesprächsappell an den Norden: Beide Koreas bräuchten ein "Friedensregime" anstelle des seit 1953 geltenden Waffenstillstands. Pjöngjang wies die Avancen zurück und brandmarkte gemeinsame US-südkoreanische Militärübungen als Provokation.
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