Leon Panetta: Alarmierende Vorhersage – Ex-CIA-Chef warnt vor Putin-Angriff auf Deutschland

Es ist eine erschütternde Vorhersage, die Leon Panetta in einem aktuellen Interview getroffen hat. Der ehemalige CIA-Chef ist überzeugt, dass russische Militäraktionen auch auf deutschem Boden nicht mehr auszuschließen sind. Denn jüngste Zwischenfälle haben eindeutig gezeigt, dass Wladimir Putin die Verteidigungslinien Europas systematisch austestet. 

Erstellt von - Uhr

Leon Panetta warnt vor einem Putin-Angriff auf Deutschland. (Foto) Suche
Leon Panetta warnt vor einem Putin-Angriff auf Deutschland. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin:AP | Gavriil Grigorov
  • Leon Panetta mit Vorhersage zu Putin-Angriff auf Deutschland
  • Ex-CIA-Chef überzeugt: russische Militäraktionen auf deutschem Boden wahrscheinlich
  • Putin testet systematisch Europas Verteidigungslinien aus

Es sind alarmierende Worte, die Leon Panetta in einem aktuellen Interview mit der "Bild" findet. Der frühere US-Verteidigungsminister und Ex-CIA-Direktor hält militärische Aktionen Russlands auf deutschem Territorium inzwischen für äußerst wahrscheinlich.

Weitere aktuelle Meldungen zu Wladimir Putin sowie den Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie am Ende dieses Artikels.

Leon Panetta mit Vorhersage zu Putin-Angriff auf Deutschland

Im Gespräch mit der "Bild" verweist Leon Panetta dabei auf eine Reihe beunruhigender Zwischenfälle der jüngsten Zeit: die Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig, den Einschlag einer russischen Rakete auf polnischem Gebiet, einen Drohnenabsturz in Rumänien sowie wiederholte Verletzungen des baltischen Luftraums. All diese Vorfälle deutet der frühere CIA-Chef als Belege dafür, dass Wladimir Putin die Verteidigungsfähigkeit Europas systematisch austestet.

Ex-CIA-Chef schlägt Alarm: "Die Nato muss äußerst wachsam sein"

"Die Nato muss äußerst wachsam sein", mahnte Panetta. "Russland wird weiter versuchen, die Verteidigung des Bündnisses auszutesten – das ist die Realität!" Für die aggressive Haltung von Kremlchef Putin sieht Leon Panetta zwei zentrale Ursachen. Zum einen stehe der russische Präsident im Ukraine-Krieg unter massivem Druck. Zum anderen könnten die Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und den europäischen Nato-Verbündeten Putin dazu verleiten, neue Konfrontationen zu suchen. "Putin reagiert auf Schwäche, und wenn er die bei der Nato und den USA spürt, wird er weiter provozieren und zuschlagen", so Leon Panetta. Der Westen müsse deshalb unmissverständliche Grenzen setzen.

Panetta warnt vor "Tyrann" Putin - Nato muss Stärke und Zusammenhalt demonstrieren

Besonders besorgt zeigt sich der 88-jährige Panetta mit Blick auf die Beistandsgarantie des westlichen Bündnisses. "Putin will wissen, ob die USA und die Nato tatsächlich zu Artikel 5 stehen!" Dem Kreml müsse deswegen klargemacht werden, "dass militärische Aktionen gegen europäische Staaten nicht toleriert werden – denn wir haben es mit einem Tyrannen zu tun."

Scharfe Kritik an Donald Trump – US-Präsident lässt die Ukraine im Stich

Auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg findet Panetta deutliche Worte. Das Verhalten der US-Regierung unter Präsident Trump bezeichnet er als "zwiespältig". Gerade jetzt müssten die Vereinigten Staaten alles daran setzen, Kiew mit Waffen, Flugabwehrsystemen und umfassender Unterstützung zu versorgen. Stattdessen fehle es an entscheidender militärischer Ausrüstung. Die Folge sei dramatisch: Nato und USA blieben in Teilen des Konflikts zur Untätigkeit verdammt. "Wegen des Mangels an Waffen können Nato und USA derzeit teilweise nur dastehen und zusehen", kritisierte der ehemalige Pentagon-Chef.

Noch schärfer fällt Panettas Bewertung des militärischen Konflikts mit dem Iran aus. "Die Vereinigten Staaten hatten in diesem Krieg nie ein wirklich klares Ziel, keine erkennbare Strategie und ganz sicher keinen Endplan", urteilte er. Der Konflikt habe sich zu einer Pattsituation entwickelt, in der keine Seite vorankomme: "Beide Seiten stecken fest."

Auch diese Artikel zu Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:

/bua/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.