Wladimir Putin droht mit Vergeltung: Kreml-Chef schickt Kriegsschiffe in die Ostsee - wird seine Schattenflotte-Rache jetzt Realität?
Gleich zwei russische Kriegsschiffe nehmen auf Geheiß von Wladimir Putin Kurs auf die Ostsee - kurz zuvor hatte der wutschnaubende Kreml-Chef Vergeltung für seine Schattenflotte angedroht. Wird Putins Racheplan jetzt Realität?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Wladimir Putin schickt russische Kriegsschiffe in die Ostsee
- Zerstörer "Admiral Levchenko" und Lenkwaffenfregatte "Admiral Kasatonov" nehmen Kurs auf Nato-Gewässer
- Kreml-Chef droht dem Westen mit Vergeltung - wird Putins Schattenflotte-Rache jetzt Realität?
Wladimir Putin hat offenbar die Ostsee als neuen Tummelplatz für seine Kriegsschiffe auserkoren, denn Russland verschärft seine militärische Präsenz in der Ostsee weiter. Wie "Bild" berichtet, hat die Lenkwaffenfregatte "Admiral Kasatonov" aus der russischen Nordflotte das Seegebiet erreicht. Damit befindet sich nun eines der modernsten Kriegsschiffe der russischen Marine in unmittelbarer Nähe zu Nato-Gewässern.
Wladimir Putin entsendet russische Kriegsschiffe gen Ostsee - als Rache für Schattenflotte-Demütigung?
Erst Ende Juli hatte Moskau bereits den Zerstörer "Admiral Levchenko" in die Ostsee entsandt. Innerhalb weniger Wochen hat der Kreml somit zwei bedeutende Kampfschiffe in die Region verlegt. Offizielle Begründungen für die Truppenverschiebungen lieferte Russland bislang nicht.
Der Zeitpunkt birgt jedoch eine gewisse Brisanz: Wladimir Putin bedroht derzeit europäische Länder offen mit Vergeltung, weil diese gegen seine sogenannte Schattenflotte vorgehen. Die Verlegung der Kriegsschiffe unterstreicht diese Drohgebärden.
Wladimir Putins hochmoderne Fregatte kann Hyperschallraketen abfeuern
Die "Admiral Kasatonov" zählt zur Admiral-Gorschkow-Klasse und wurde erst 2020 in den aktiven Dienst aufgenommen. Das Schiff ist laut russischen Angaben in der Lage, sowohl Kalibr- als auch Zirkon-Marschflugkörper einzusetzen. Vor ihrer Verlegung in die Ostsee begleitete die Fregatte russische Frachtschiffe im Mittelmeer und im Ärmelkanal.
Der bereits Ende Juli eingetroffene Zerstörer "Admiral Levchenko" stammt dagegen noch aus sowjetischer Produktion. Das über 160 Meter lange Schiff der Udaloy-Klasse fährt seit 1988 und wurde ursprünglich als U-Boot-Jäger konzipiert. Zur Ausstattung gehören Flugabwehrsysteme, Torpedos, Geschütze und Hubschrauber. Seit Monaten setzt Russland verstärkt Marineschiffe ein, um Tanker und Frachter seiner umstrittenen Schattenflotte zu eskortieren.
Wladimir Putin tobt nach Schlägen gegen seine Schattenflotte gegen den Westen
Erst kürzlich richtete der russische Präsident scharfe Worte an jene europäischen Staaten, die Maßnahmen gegen seine Schattenflotte ergreifen. Die Überprüfungen westlicher Länder seien "nichts anderes als Piraterie und Plünderungen", erklärte Putin. Als Reaktion kündigte er "spiegelbildliche Maßnahmen" an – was im Klartext bedeutet: Russland droht damit, europäische Handelsschiffe zu entern. Was Putin dabei verschwieg: Die Schiffe seiner Schattenflotte unterlaufen gezielt internationale Sanktionen und verstoßen systematisch gegen Regeln der Seefahrt. Europäische Handelsschiffe halten sich dagegen an diese Vorschriften. Die Gleichsetzung westlicher Kontrollmaßnahmen mit Piraterie entbehrt daher jeder Grundlage – dennoch nutzt der Kreml diese Rhetorik, um seine aggressive Haltung zu rechtfertigen.
Das sagen Sicherheitsexperten zu Wladimir Putins maritimen Drohungen
Der maritime Sicherheitsexperte Moritz Brake mahnt eindringlich, Putins Ankündigungen nicht als leere Worte abzutun. "Strategisch versucht Moskau damit vor allem, Unsicherheit zu erzeugen und die Kosten westlicher Maßnahmen gegen seine Schattenflotte zu erhöhen", erklärte er gegenüber "Bild". Aus Sicht des Experten verfolgt der Kreml mit der Kombination aus militärischer Machtdemonstration und verbalen Drohungen ein klares Kalkül: Europa soll davon abgeschreckt werden, weiterhin konsequent gegen die Schattenflotte vorzugehen. Gerade deshalb dürfe Europa nicht den Eindruck vermitteln, "dass solche Drohungen hingenommen werden – erst recht, wenn ihnen Taten folgen sollten", so Brake. Die europäischen Staaten stehen damit vor der Herausforderung, trotz der russischen Einschüchterungsversuche an ihrem Kurs festzuhalten.
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loc/news.de/stg
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