Friedrich Merz: Bundeskanzler so unbeliebt wie nie - Merz-Absturz immer drastischer

Nur noch 16 Prozent der Deutschen stehen hinter Bundeskanzler Friedrich Merz, die Union stürzt auf den tiefsten Wert seit fünf Jahren - ein Experte hält die Lage kurz vor drei entscheidenden Wahlen für nahezu aussichtslos.

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Bundeskanzler Friedrich Merz konnte die Union bislang nicht aus dem Umfragetief führen. (Foto) Suche
Bundeskanzler Friedrich Merz konnte die Union bislang nicht aus dem Umfragetief führen. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
  • Friedrich Merz stürzt die Union laut aktueller Umfrage auf 20 Prozent
  • Friedrich Merz: Keine Mehrheiten für den Kanzler in Sicht
  • Friedrich Merz ist so unbeliebt wie noch nie
  • "Trend lässt sich wahrscheinlich nicht mehr drehen"

Man muss es so drastisch formulieren. Es sind aktuell katastrophale Aussichten für Friedrich Merz - wieder einmal. Die schwarz-rote Koalition des Bundeskanzlers erlebt einen dramatischen Vertrauensverlust - und die Union schmiert in der Wählergunst vor wichtigen Wochen gewaltig ab.

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Friedrich Merz stürzt die Union laut aktueller Umfrage auf 20 Prozent

Laut der aktuellen INSA-Erhebung für "Bild" sacken CDU/CSU im Sonntagstrend auf nur noch 20 Prozent ab. Das bedeutet einen Rückgang um einen Punkt gegenüber der Vorwoche und markiert den niedrigsten Wert für die Partei von Kanzler Friedrich Merz seit beinahe fünf Jahren - zuletzt lag die Union im Oktober 2021 so tief. Gegenüber dem Bundestagswahlergebnis vom Februar 2025 hat die Union damit 8,5 Prozentpunkte eingebüßt.

Die AfD baut ihren Vorsprung derweil massiv aus und liegt mit 28 Prozent ganze acht Punkte vor den Christdemokraten. Wenige Wochen vor gleich drei Landtagswahlen sind diese Zahlen für die Regierung alarmierend.

Friedrich Merz: Keine Mehrheiten für den Kanzler in Sicht

Auch Union-Koalitionspartner SPD steckt tief in der Krise und verharrt bei lediglich 12 Prozent. Damit wird die Partei inzwischen von der Linkspartei erreicht, die um einen Punkt auf ebenfalls 12 Prozent zulegt. Die Grünen liegen mit 13 Prozent sogar noch vor den Sozialdemokraten.

Besonders brisant: Die beiden Regierungsparteien der Merz-Koalition erreichen gemeinsam gerade einmal 32 Prozent - nicht einmal ein Drittel der Wählerschaft steht noch hinter der Koalition. AfD und Linke kommen zusammen hingegen auf 40 Prozent. Selbst eine Dreierkonstellation aus Union, Grünen und SPD würde rechnerisch nicht für eine Mehrheit im Bundestag genügen - es bräuchte mindestens einen vierten Partner.

Friedrich Merz ist so unbeliebt wie noch nie

Die persönlichen Werte des Regierungschefs sind verheerend: 78 Prozent der Befragten äußern sich laut "Bild" unzufrieden mit der Arbeit von Friedrich Merz als Bundeskanzler. Lediglich 16 Prozent bewerten seine Amtsführung positiv. Besonders alarmierend für die CDU: Sogar unter den verbliebenen Unionswählern überwiegt mittlerweile die Enttäuschung über den eigenen Kanzler.

Nicht besser sieht es für die Bundesregierung insgesamt aus. Die Zufriedenheit mit der schwarz-roten Koalition ist auf einen neuen Negativrekord gefallen - nur noch 15 Prozent stehen hinter der Regierungsarbeit, während 79 Prozent unzufrieden sind. Nie zuvor seit Amtsantritt der Koalition war die Ablehnung derart groß. Damit hat sich die Stimmungslage gegenüber der gesamten Regierung noch schlechter entwickelt als gegenüber dem Kanzler persönlich.

"Trend lässt sich wahrscheinlich nicht mehr drehen"

INSA-Chef Hermann Binkert sieht angesichts dieser Zahlen kaum noch Chancen auf eine Trendwende. "Nur noch jeder Sechste ist mit der Arbeit des Bundeskanzlers und der Bundesregierung zufrieden. So gering war die Unterstützung und so hoch war die Ablehnung noch nie", erklärte der Meinungsforscher bei "Bild".

  • "Dieser Trend lässt sich wahrscheinlich nicht mehr drehen, weil selbst die verbliebenen Wähler der Regierungsparteien mehrheitlich nicht mehr hinter der Bundesregierung stehen."

Für die Koalition kommt der Absturz zur denkbar ungünstigsten Zeit:Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt, nur zwei Wochen später folgen die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin am 20. September. Die aktuellen Bundeszahlen dürften die Ausgangslage für CDU und SPD in allen drei Ländern erheblich belasten.

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