Donald Trump News: Gremium: Trumps Name soll an Kennedy Center zurückkehren

Es mutet für manche an wie eine Posse, andere sprechen von Kulturkampf: Trump besteht darauf, dass sein Name ein Kulturzentrum ziert. Erst war der Name dran, musste dann wieder weg - und nun?

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Donald Trump äußert sich abermals zum Foto-Streit mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Foto) Suche
Donald Trump äußert sich abermals zum Foto-Streit mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Bild: picture alliance/dpa/AP/Rebecca Blackwell

US-Präsident Donald Trump bekommt im Streit um die Anbringung seines Namens an der Fassade der berühmten Kulturinstitution Kennedy Center in Washington Rückenwind vom Kuratorium. Mehrere US-Medien berichteten, dass das Gremium der Institution, dem Trump selbst vorsitzt, dafür gestimmt habe, dass der Schriftzug zurückkehren soll - allerdings anders als zuvor.

Die Abstimmung erfolgte, obwohl ein Gericht die vorherige Umbenennung verboten und verfügt hatte, dass Trumps Name abmontiert werden muss - was auch passierte. Ob das Gremium mit seinem Plan nun Erfolg haben wird, ist offen. Mehreren Medien zufolge muss ein Gericht dies überprüfen und genehmigen.

Umbenennung führte zu Protest

Im Dezember 2025 war das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt worden, nachdem Trump kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 die Einrichtung unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt hatte. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums und übernahm den Vorsitz. Die Umbenennung führte zu großem Protest. Künstler sagten Auftritte ab.

Ein Richter in der US-Hauptstadt hatte im Mai die Entfernung des Namens Trump dann damit begründet, dass der Kongress einst dem Kennedy Center seinen Namen gegeben habe. Folglich dürfe auch nur das US-Parlament diesen ändern. Dagegen legte das Kennedy Center Berufung ein, die in der Hauptsache noch nicht entschieden ist.

Greift das Gremium zu einem Trick?

Das Gremium könnte laut "New York Times" mit der Abstimmung über einen Umweg versuchen, Trumps Name schlussendlich doch wieder ans Gebäude zu bringen: Dieser soll demnach nicht als offizielle Umbenennung des Kennedy Centers, sondern als Zusatzhinweis auf seine geplante Restaurierung und Renovierung an die Fassade montiert werden. Nach dem Willen des Gremiums soll der Zusatz "Restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump" angebracht werden, wie neben der "New York Times" auch der Sender NPR berichtete. Ein konkreter Zeitpunkt für eine Montage wurde in den Medienberichten nicht genannt.

Im Kennedy Center am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.

Einrichtung soll für Renovierung geschlossen werden

Außerdem stimmte das Gremium dafür, dass die Kultureinrichtung für zweijährige Renovierungsarbeiten geschlossen werden soll. Laut dem Sender NPR sei ein Großteil des Gebäudekomplexes von der geplanten Schließung betroffen. So soll ein eingeschränktes Veranstaltungsprogramm möglich sein.

Eigentlich wollte Trump das Kulturhaus bereits im Juli schließen lassen, damit Renovierungsarbeiten erfolgen können. Doch der Richter hatte die Schließung vorläufig gestoppt, weil nach seiner Ansicht eine sorgfältige und ergebnisoffene Prüfung für die Entscheidung zur Schließung fehlte. Die Instandsetzungen dürfen aber fortgesetzt werden. Das Gericht hinderte die Entscheider auch nicht grundsätzlich daran, die Einrichtung vorübergehend zu schließen. Es bedürfe aber einer ordnungsgemäßen Prüfung.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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