Donald Trump: "Hat völlig die Kontrolle verloren!" Dreifach-Demütigung für "The Don"

Im Iran-Krieg geht's für Donald Trump nicht voran, im eigenen Land schwindet der Rückhalt für "The Don" rapide und zu allem Übel kommt die peinliche Flucht das US-Präsidenten aus der Türkei ans Licht. Hat Trump "völlig die Kontrolle verloren"?

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Donald Trumps Lächeln wirkt gequält - ist der Kontrollverlust des US-Präsidenten an allen Fronten der Grund? (Foto) Suche
Donald Trumps Lächeln wirkt gequält - ist der Kontrollverlust des US-Präsidenten an allen Fronten der Grund? Bild: picture alliance/dpa/FR172296 AP | Allison Robbert
  • Donald Trump "hat völlig die Kontrolle verloren" laut Knallhart-Analyse
  • TV-Moderator rechnet unbarmherzig mit Donald Trump ab
  • US-Präsident versagt im Iran-Krieg und in der eigenen Heimat auf ganzer Linie
  • "Vielleicht halluziniert er einfach nur": Donald Trump lügt sich aus der Misere

Der Nato-Gipfel im türkischen Ankara mag bereits einen Monat zurückliegen, doch die Schlagzeilen rund um Donald Trumps Teilnahme an dem Treffen überschlagen sich weiter. Vor allem die Abreise des US-Präsidenten aus der Türkei sorgte für spektakuläre Berichte. Donald Trump wich nicht nur in letzter Minute auf ein Zweitflugzeug aus, um in die USA zurückzukehren, inzwischen ist auch durchgesickert, dass sich der Republikaner in einem Catering-Container versteckte, um einem drohenden Attentat zu entrinnen.

Donald Trump in TV-Analyse bis aufs Blut gedemütigt: "Er hat die Kontrolle verloren"

Für Trump-kritische Medienvertreter sind die jüngsten Enthüllungen ein deutliches Indiz dafür, dass der US-Präsident sowohl im eigenen Land als auch auf dem internationalen Parkett jedwede Kontrolle eingebüßt habe. Dieses bittere Fazit zog beispielsweise der MSNBC-Moderator Lawrence O'Donnell in seiner am 10. August ausgestrahlten Sendung "The Last Word" und lieferte eine vernichtende Abrechnung mit Donald Trump ab. O'Donnells Kernaussage: "Donald Trump hat die Kontrolle verloren, und er ist sich dessen bewusst."

Donald Trump wird eigene "Ignoranz und Inkompetenz" zum Verhängnis

Der erfahrene Nachrichtenmann zeichnete in seiner unerbittlichen Analyse das Bild eines Präsidenten, der sowohl innerhalb seiner eigenen Regierung als auch auf der internationalen Bühne jegliche Kontrolle eingebüßt habe. O'Donnell machte Trumps "Ignoranz und Inkompetenz" verantwortlich für die "Ereignisse, die sich um ihn herum zusammenbrauen", wie "The Daily Beast" berichtete. Dabei nahm sich der Moderator gleich mehrere Schauplätze vor: den Nato-Gipfel in der Türkei, den seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg ohne erkennbare Fortschritte sowie die im freien Fall befindlichen Zustimmungswerte des Präsidenten.

Donald Trump muss wegen Anschlagsgefahr beim Nato-Gipfel in Catering-Wagen fliehen

Besonders plastisch wurde O'Donnells Kritik beim Blick auf den Nato-Gipfel in der Türkei. Dort sei Trump nach dem Gipfel gezwungen gewesen, in einem Catering-Truck von einem Flugzeug zum anderen zu wechseln – ein Bild, das kaum demütigender hätte ausfallen können. "Stellen Sie sich heute Abend vor, welchen Kontrollverlust Donald Trump in der Türkei gespürt haben muss, als man ihm sagte, dass er weder den Qatari-Jet fliegen darf, den er illegal als Geschenk eines Diktators angenommen hat, noch die Air Force One nutzen kann", so O'Donnell. Der Präsident habe keinerlei Einfluss darauf gehabt, wie er den Nato-Gipfel verließ – in einem Flugzeug, das er nie besteigen wollte, transportiert auf einem Catering-Fahrzeug. "Donald Trump hatte diese Situation nicht unter Kontrolle", fasste der Moderator zusammen.

US-Präsident steht im Iran-Krieg auf verlorenem Posten, ohne etwas erreicht zu haben

Anschließend wandte sich O'Donnell dem militärischen Konflikt mit dem Iran zu, den Trump selbst auslöste, als er die US-Streitkräfte Ende Februar losschickte, um israelische Luftangriffe auf Teheran zu unterstützen. Trump habe ursprünglich versprochen, den Krieg innerhalb weniger Tage zu beenden – allenfalls habe er von Wochen gesprochen. Mittlerweile dauere der Konflikt bereits 164 Tage an. "An Tag 164 von Donald Trumps Krieg gegen den Iran hat Donald Trump nichts erreicht", stellte O'Donnell fest. Schlimmer noch: Während der Präsident die Kontrolle über die Lage verliere, rücke Teheran einem strategischen Ziel näher, das es zuvor nie erreicht habe. "Der Iran ist jetzt näher daran, etwas zu erlangen, das er nie zuvor hatte: die Kontrolle über die Straße von Hormus – während Donald Trump nichts kontrolliert", so der Moderator. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Handels- und Transitrouten weltweit.

Donald Trump verliert die Kontrolle an allen Fronten und schiebt Ex-Präsidenten die Schuld in die Schuhe

O'Donnell erinnerte in seiner Sendung daran, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Die Obama-Regierung hatte mit Teheran ein Abkommen ausgehandelt, das den Iran daran hindern sollte, "jemals, jemals, jemals eine Atomwaffe zu entwickeln". Dieses Abkommen habe einwandfrei funktioniert, so der Moderator. Dann kam Trump. In seiner ersten Amtszeit zog er die USA einseitig aus der Vereinbarung zurück – eine Entscheidung, die O'Donnell als Grundstein für den heutigen Konflikt darstellte. Die Verhandlungstaktiken des Präsidenten gegenüber Teheran kritisierte der MSNBC-Moderator als redundant und wirkungslos. Aus O'Donnells Perspektive ergibt sich damit ein klares Muster: Trump habe ein funktionierendes diplomatisches Instrument zerstört und stehe nun vor den Trümmern seiner eigenen Entscheidung – ohne erkennbaren Plan B.

"The Don" lügt sich aus der Misere - steckt ein "neurologischer Verfall" dahinter?

Für O'Donnell kam Trumps Umgang mit diesen Krisen wenig überraschend. Der Präsident folge einem bewährten Muster, wenn ihm die Kontrolle entgleite: Er greife zur Lüge. Das sei seine "verlässlichste Reaktion auf alles", so der Moderator. Dann setzte O'Donnell noch einen drauf – mit einer Spekulation, die es in sich hatte. Angesichts dessen, "was ein neurologischer Verfall Donald Trumps sein könnte", lüge der Präsident möglicherweise gar nicht bewusst. "Vielleicht halluziniert er einfach nur", mutmaßte der MSNBC-Moderator. Selbst wenn es sich dabei um eine kühne Ferndiagnose handelt, machte O'Donnell deutlich, dass ihm beide Erklärungen gleichermaßen beunruhigend erscheinen. Ob bewusste Täuschung oder Realitätsverlust: Das Ergebnis für die amerikanische Politik bleibe dasselbe.

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