Donald Trump: Der Trump-Effekt ist verpufft – eigene Partei geht auf Distanz

Bröckelt Donald Trumps Einfluss? Ausgerechnet in einer republikanischen Hochburg regt sich Widerstand gegen seine Wahlempfehlung. Selbst langjährige Anhänger stellen seine politische Strahlkraft infrage.

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Donald Trump: Seine Macht bröckelt – Republikaner verweigern Gefolgschaft (Foto) Suche
Donald Trump: Seine Macht bröckelt – Republikaner verweigern Gefolgschaft Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Brandon Bell
  • Republikaner zweifeln an Trumps Einfluss
  • Wahlempfehlung sorgt für parteiinternen Gegenwind
  • Kritiker: Trump ist nicht mehr "das Maß aller Dinge"

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Donald Trump galt lange als unumstrittener Taktgeber der Republikanischen Partei. Doch nun mehren sich Anzeichen dafür, dass sein Einfluss selbst in einer konservativen Hochburg nachlässt. Ausgerechnet in South Carolina stößt seine Wahlempfehlung auf unerwarteten Widerstand – und innerhalb der eigenen Partei wächst die Kritik.

Zweifel an Trumps politischem Einfluss

Im Mittelpunkt der Debatte steht "Raw Story" zufolge die Unterstützung von Darline Nordone, die nach dem Tod ihres Bruders Lindsey Graham dessen Senatssitz übernommen hat und nun für eine vollständige Amtszeit kandidiert. Obwohl Trump öffentlich hinter ihr steht, bleibt der erhoffte Rückenwind bislang aus.

Stattdessen melden sich immer mehr Republikaner zu Wort, die den Einfluss des Präsidenten inzwischen deutlich kritischer bewerten.

Trump ist nicht mehr das Maß aller Dinge

CJ Westfall, Vorsitzender der Republikanischen Partei im Dorchester County, sieht einen Stimmungswandel innerhalb der Partei.

"Ich glaube nicht, dass Trump noch das Maß aller Dinge ist, das er einmal war. Die Leute werden sich in dieser Sache ihre eigene Meinung bilden."

Viele konservative Wähler stören sich offenbar daran, dass Nordone vor allem wegen ihrer familiären Verbindung zu Lindsey Graham in den Fokus gerückt sei und nicht aufgrund einer langjährigen politischen Bilanz.

Republikaner stellen sich gegen Trumps Favoritin

Die Skepsis zeigt sich auch an der hohen Zahl an Mitbewerbern. Für die republikanischen Vorwahlen am 11. August haben sich gleich mehrere Kandidaten angemeldet, obwohl Trump seine Unterstützung für Nordone bereits erklärt hat.

Einer ihrer Konkurrenten, Mark Lynch, machte deutlich, dass Trumps Wahlempfehlung für ihn kein entscheidender Faktor sei. "Trumps Wahlempfehlungen waren in den Augen der Wähler nicht immer richtig."

Mit Blick auf Nordones Kandidatur ergänzte er: "Wir werden in diesem Bundesstaat keine Krönung feiern."

Erste Risse in Trumps MAGA-Basis?

Beobachter werten die Entwicklung als mögliches Signal dafür, dass Trumps Einfluss innerhalb der republikanischen Partei nicht mehr uneingeschränkt ist. Laut Berichten hinterfragen einige Anhänger inzwischen, ob der Präsident weiterhin ihre wichtigsten politischen Anliegen vertritt.
Ob sich diese Stimmung bei der anstehenden Wahl tatsächlich bemerkbar macht, bleibt abzuwarten. Die Diskussion in South Carolina zeigt jedoch, dass selbst in einer traditionellen Trump-Hochburg nicht mehr jede Wahlempfehlung automatisch auf Zustimmung stößt.

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