Donald Trump: Verwirrung um Opferzahlen – US-Präsident der Vertuschung und Manipulation bezichtigt

Die offiziellen Opferzahlen im Iran-Konflikt sorgen für heftige Kritik. Nach widersprüchlichen Angaben des Pentagons wächst der Verdacht, dass die Trump-Regierung die Statistiken beschönigt haben könnte.

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Donald Trump: Trickst der US-Präsident bei den Opferzahlen seiner Soldaten? (Foto) Suche
Donald Trump: Trickst der US-Präsident bei den Opferzahlen seiner Soldaten? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Verwirrung um Opferzahlen des US-Militärs im Iran-Krieg
  • Kritiker werfen der Trump-Regierung mangelnde Transparenz vor
  • Pentagon erklärt Abweichungen mit technischen Fehlern

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Die offiziellen Opferzahlen des US-Militärs im Iran-Konflikt sorgen derzeit für heftige Diskussionen. Nachdem das Pentagon seine Statistiken mehrfach angepasst hatte, werfen Kritiker der Regierung von Präsident Donald Trump mangelnde Transparenz vor. Besonders die zwischenzeitlich gesunkene Zahl gefallener US-Soldaten wirft Fragen auf.

Für zusätzliche Empörung sorgte Donald Trump mit eigenen Äußerungen zu den Opferzahlen. Der US-Präsident handelte sich scharfe Kritik ein, nachdem er mit der Zahl getöteter US-Soldaten im Iran-Krieg prahlte und dabei geschmacklose Vergleiche zog. Beobachter werfen ihm vor, das Schicksal der Gefallenen für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Plötzlich weniger Gefallene – dann steigen die Zahlen wieder

Auslöser der Debatte sind laut "Bild" Veränderungen in den offiziellen Statistiken des US-Verteidigungsministeriums. Zeitweise wurde die Zahl der getöteten US-Soldaten von 18 auf 14 reduziert. Wenig später tauchte dieselbe Gesamtzahl jedoch wieder in den offiziellen Angaben auf.

Parallel dazu stieg die Zahl der verletzten Soldaten deutlich an. Innerhalb kurzer Zeit wurden mehr als 200 zusätzliche Verwundete registriert, sodass das Pentagon inzwischen insgesamt 624 verletzte Militärangehörige ausweist.

Pentagon verweist auf unterschiedliche Erfassungen

Das US-Verteidigungsministerium weist die Vorwürfe einer Manipulation zurück. Nach Angaben des Pentagons werden inzwischen zwei verschiedene militärische Einsätze getrennt ausgewertet.

Während die Operation "Epic Fury" die Opfer vom Beginn des Konflikts bis zum ersten Waffenstillstand erfasst, werden unter der Kategorie "Overseas Operations" alle Verluste seit dem Ende der Feuerpause Anfang Juli aufgeführt.

Diese getrennte Erfassung sorgt jedoch für Kritik. Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie bezeichnete das Vorgehen als "absurde List" und kritisierte, der Iran-Konflikt werde dadurch statistisch in zwei unterschiedliche Kriege aufgeteilt.

Auch Verletztenzahlen werfen Fragen auf

Nicht nur die Zahl der Gefallenen sorgt für Diskussionen. Beobachter weisen darauf hin, dass die Statistik der Verwundeten innerhalb weniger Tage sprunghaft angestiegen ist.
Bereits in der Vergangenheit war das Pentagon wegen seiner Erfassungspraxis kritisiert worden. Damals ging es um Soldaten mit schweren Hirnverletzungen, die nach Angaben von Kritikern teilweise lediglich als leicht verletzt eingestuft worden seien.

Pentagon spricht von technischen Problemen

Das Verteidigungsministerium erklärt die widersprüchlichen Zahlen mit Fehlern bei der Datenverarbeitung. Pentagon-Sprecher Joel Valdez sprach von "vorübergehenden Datenstörungen", die zu den Abweichungen geführt hätten.

Diese Erklärung überzeugt jedoch nicht alle Beobachter. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul warnte eindringlich davor, die menschlichen Folgen des Krieges aus politischen Gründen zu relativieren. Die Regierung dürfe die Opferzahlen nicht "umschreiben", forderte sie.

Weniger Einblick für Medien

Parallel zur Debatte über die Statistiken hat das Pentagon auch seine Regeln für Journalisten verschärft. Die Zahl der dauerhaft zugelassenen Reporter wurde reduziert. Zudem dürfen Medienvertreter sich im Gebäude nur noch in Begleitung militärischer Mitarbeiter bewegen.
Die neuen Vorgaben erschweren nach Ansicht von Kritikern eine unabhängige Kontrolle offizieller Angaben zusätzlich. Damit dürfte die Diskussion über die Glaubwürdigkeit der veröffentlichten Opferzahlen weiter anhalten.

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