Kriminalität: Polizei: Vor CSD-Anschlag keine Hinweise auf Planung
Trotz Überwachung und Einstufung als Hochrisikofall: Die Polizei fand laut Polizeipräsidentin Slowik Meisel keine Anhaltspunkte für eine unmittelbar bevorstehende Straftat.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel hat betont, die Betroffenheit in der Polizei sei groß, dass der islamistisch motivierte Terroranschlag am Rande des CSD nicht habe verhindert werden können. "Es ist uns nicht gelungen, das werden wir nicht beschönigen. Und das trifft mich und die Kollegen ins Mark." Sie kündigte maximale Transparenz an. "Wir werden nichts hinterm Berg halten."
Slowik Meisel berichtete, die Polizei habe Abdul B. am 13. Mai nach dem Urteil am 12. Mai und der Entlassung aus der Untersuchungshaft als "Hochrisikofall" eingestuft. Dann sei er observiert und mit einer Kamera überwacht und sein Telefon abgehört worden. "Wir haben nichts, aber auch gar nichts gefunden, was uns zu einer Prognose gebracht hätte, die zu einer Fußfessel oder Präventivhaft geführt hätte. Das war für uns so nicht erkennbar."
Eine durchgehende Observation rund um die Uhr mache das LKA kaum, sagte Slowik Meisel. "Das bindet ungefähr die Hälfte der Kapazitäten, die Berlin hat." Zudem sei das keinesfalls eine langfristige Maßnahme und werde nur gemacht, "wenn man sehr klare und konkrete Hinweise auf eine Straftat hat".
Slowik Meisel: Observation kein Allheilmittel
Sie betonte weiter: "Aber wir haben diesen Mann überhaupt nicht aus dem Blick gelassen, in keiner Weise und schon gar nicht aus Ressourcengründen." Observationen hätten das Ziel, eine Datengrundlage zu schaffen und Bewegungsbilder zu erstellen und nicht Taten zu verhindern. "Selbst wenn man jemanden ganz eng begleitet, wenn der in einen Bus steigt, ist das LKA im Auto dahinter und könnte eine Tat in einem Bus nicht verhindern. Das ist also kein Allheilmittel."
Bei dem Terroranschlag am Rande des CSD am Samstag wurde eine Frau getötet und 31 Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Täter Abdul B. soll auch eine Machete benutzt haben. Er starb am Tag nach dem Anschlag durch Schüsse von Polizisten, die ihn gestellt hatten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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