Wladimir Putin tief getroffen: Millionenschwere Waffe in Schutt und Asche gelegt

Knapp 1,9 Millionen US-Dollar teuer, von Moskau als Wunderwaffe angepriesen und erst seit Kurzem im Einsatz – jetzt hat eine einzige ukrainische Drohne eines von Wladimir Putin seltenen Sarma-Raketenwerfersysteme in Schutt und Asche gelegt.

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Laut Berichten wurde erstmals Putins Raketenwerfersystem Sarma durch die Ukraine zerstört. Die Waffe kostete den Kreml knapp zwei Millionen Dollar. (Foto) Suche
Laut Berichten wurde erstmals Putins Raketenwerfersystem Sarma durch die Ukraine zerstört. Die Waffe kostete den Kreml knapp zwei Millionen Dollar. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP/Alexander Kazakov
  • Wladimir Putins Truppen durch ukrainischen Drohnenangriff nahe Donezk schwer getroffen
  • Russisches millionenteures Raketensystem Sarma laut Berichten erstmals zerstört
  • So lief die Militäraktion gegen Putins Truppen im Detail ab

Wladimir Putin steht vor einem Wendepunkt im Ukraine-Krieg, den der Kreml-Chef offenbar nicht wahrhaben will. Nachdem Putin erst kürzlich trotz vernichtender Gegenbeweise behauptete, der russische Staatshaushalt sei derzeit mehr als "stabil", forderte der russische Machthaber nun eine 30.000-Mann-Verstärkung aus Nordkorea an, um die nächste Herbstoffensive im Ukraine-Konflikt zu starten. Doch auch wenn die Ambitionen Putins immer noch groß sind, die Drohnenkraft der Ukraine ist offenbar erfolgreicher denn je.

Medienbericht: Wladimir Putins Mehrfachraketensystem Sarma erstmals zerstört

Im russischen Gebiet Donezk ist es den ukrainischen Streitkräften nach eigenen Angaben erstmals gelungen, das neue russische Mehrfachraketenwerfersystem Sarma zu vernichten. Der Vorfall ereignete sich am 22. Juli in der Nähe des Dorfes Schachowe, wie die ukrainische Nationalgarde mitteilte.

Laut dem ukrainischen Militärmedium "Militarnyi" traf eine Angriffsdrohne der Asow-Brigade das Waffensystem während eines umfangreichen russischen Angriffs in Richtung Dobropillja, berichtet unter anderem "Focus Online". Ein von der Brigade veröffentlichtes Video soll den Moment der Zerstörung festgehalten haben.

Moskau hatte das System als besonders leistungsfähig angepriesen – russische Staatsmedien stellten es 2023 erstmals der Öffentlichkeit vor. Nun wurde eines der seltenen Exemplare offenbar bereits im Fronteinsatz ausgeschaltet.

Ukraine-Krieg aktuell – mechanisierter Großangriff auf Dobropillja

Nach Darstellung der ukrainischen Seite kam das Sarma-System zum Einsatz, um einen groß angelegten mechanisierten Vorstoß mit Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, Lastwagen und Spezialtechnik abzusichern. Russische Truppen rückten dabei in Richtung der Stadt Dobropillja im Gebiet Donezk vor.

An der Abwehr des Angriffs wirkten mehrere ukrainische Verbände zusammen. Neben Einheiten der Nationalgarde beteiligten sich die Spezialkräfte Alpha des Inlandsgeheimdienstes SBU, die Drohnenstreitkräfte sowie die Luftwaffe. Auch der ukrainische Grenzschutz war mit seiner Einheit Phoenix im Einsatz.

Verlust für Wladimir Putin – Russlands Angriffstruppen schwer getroffen

Die ukrainischen Einheiten fügten den russischen Streitkräften bei dem Gefecht erhebliche Verluste zu. Nach Angaben der ukrainischen Seite wurden insgesamt sieben Panzer sowie sechs gepanzerte Kampffahrzeuge vernichtet. Hinzu kamen ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ BM-21 Grad und das Sarma-System.

Darüber hinaus gingen laut den Berichten drei Spezialfahrzeuge und 47 leichte Fahrzeuge verloren. Auch die personellen Verluste waren demnach beträchtlich: 123 russische Soldaten sollen bei den Kämpfen ums Leben gekommen sein, weitere 29 wurden verwundet.

Die Zahlen stammen ausschließlich von ukrainischer Seite und lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Russland hat sich zu den Verlusten bei dem Gefecht nahe Schachowe bislang nicht geäußert.

Putins Mega-Waffe Sarma ist knapp zwei Millionen Dollar schwer

Beim Sarma handelt es sich um eine kompaktere Variante des russischen Tornado-S-Raketenwerfers. Das System ist auf einem vierachsigen KamAZ-63501 mit gepanzerter Kabine montiert und verfügt über sechs statt der üblichen zwölf Startrohre. Diese Reduzierung macht den Werfer laut "Militarnyi" fast zehn Tonnen leichter als seinen Vorgänger.

Russische Staatsmedien präsentierten das Projekt erstmals im Jahr 2023. Ein Jahr später orderte das Verteidigungsministerium in Moskau zwei Divisionen – bestehend aus zwölf Startfahrzeugen samt der gleichen Anzahl an Transport- und Ladefahrzeugen. Die Kosten pro Werfer beliefen sich demnach auf 155 Millionen Rubel, was umgerechnet etwa 1,9 Millionen US-Dollar entspricht. Mit der Zerstörung bei Schachowe hat Russland nun eines dieser wenigen Exemplare verloren.

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