Kriminalität: Evers attackiert Linke nach Terroranschlag

Nach einem umstrittenen Post zum CSD-Anschlag gerät die Linke in die Kritik. CDU-Mann Evers attackiert die Partei wenige Wochen vor der Berlin-Wahl scharf. Die wehrt sich.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Der CDU-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl am 20. September, Stefan Evers, hat der Linken "Realitätsverweigerung" im Hinblick auf den Islamismus vorgeworfen. Anlass ist ein Post der Linken Neukölln zum Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD), der zunächst keinen Hinweis auf den mutmaßlich islamistischen Hintergrund enthielt.

"Die Realitätsverweigerung im Umgang mit politischem Islam und Islamismus ist Teil des Problems dieser Linken", sagte Evers dazu bei "Welt TV". "Einer Partei, bei der wir es ja ganz ausdrücklich auch mit zunehmendem Judenhass zu tun haben." Auch "Polizistenhass" werde in deren Reihen geduldet. "Diese Partei will ich in Berlin nicht an der Regierung sehen. Ich werde alles tun, das zu verhindern."

"Problem beim Namen nennen"

Evers meinte, man habe bei der Linken das Problem nicht verstanden und bringe nicht den Mut auf, es klar beim Namen zu nennen. Es gebe in Berlin ein Problem mit Islamismus in wachsender Zahl und mit zunehmender Gewaltbereitschaft. "Und wenn wir das schon nicht beim Namen nennen, dann werden wir es ja auch nicht lösen können, das Problem."

Der Kreisverband Neukölln der Berliner Linken hatte am Sonntag bei Instagram eine Reaktion auf den Terroranschlag gepostet. "Mit dem Erstarken der Rechten und antifeministischer Kräfte nehmen auch Queer- und Transfeindlichkeit massiv zu", hieß es dort. "Die gezielte Verbreitung queer- und transfeindlicher Ideologie durch rechte und konservative Akteure bereitet den Boden für Angriffe wie den gestrigen."

Linke mit "Klarstellung"

Nach kritischen Kommentaren ergänzte die Linke den Post einen Tag später durch eine "Klarstellung": "Wenn wir vom Erstarken rechter und antifeministischer Kräfte sprechen, dann gehören der IS und andere reaktionäre islamistisch-fundamentalistische Gruppen für uns selbstverständlich dazu, deren frauen-, queer- und transfeindliches und unterdrückerisches Weltbild wir ablehnen und bekämpfen." Und weiter: "Diesen Anschlag verurteilen wir aufs Schärfste. Wir stehen unmissverständlich an der Seite queerer Menschen."

Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf nannte Evers´ Äußerungen "unwürdig". "Ich bin enttäuscht, dass es gerade mal anderthalb Tage dauert, bis die CDU unter Stefan Evers in den Wahlkampfmodus schaltet", erklärte Graf. "Anstatt nach diesem schrecklichen Anschlag auf den CSD, bei dem ein Mensch starb und zahlreiche verletzt wurden, den Zusammenhalt weiter zu stärken und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft und den demokratischen Parteien den Terroristen die Stirn zu bieten, verfällt er in billigen Angriffsmodus gegen seine politischen Mitbewerber."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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