Terror-Angriff auf CSD in Berlin: Mutmaßlicher CSD-Täter (21) tot - das ist bisher bekannt
Eine Frau stirbt, viele Menschen werden schwer verletzt: Der Angriff mit einem Auto im Berliner Tiergarten galt offensichtlich den Besuchern des Christopher Street Day. Heute steht fest: Der 21-jährige Tatverdächtige ist tot. Die Hintergründe.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Christopher Street Day in Berlin von mutmaßlicher Terror-Attacke überschattet
- Autofahrer (21) rast in Menschenmenge beim CSD - eine Frau tot, mehrere Menschen verletzt
- Mutmaßlicher Täter Abdul B. war "polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet"
- Abdul B. während eines Schusswechsels in Kleingartenanlage getötet
Es sollte ein friedliches Fest für Vielfalt, Toleranz und Lebensfreude werden, doch der Christopher Street Day, den Hunderttausende am 25. Juli 2026 in Berlin feierten, wurde von einem mutmaßlichen Terroranschlag überschattet: Ein weißer Van fuhr unweit des Potsdamer Platzes in die feiernde Menschenmenge auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten.
Terror-Attacke auf CSD in Berlin: Ein Todesopfer, mehrere Verletzte
Der CSD war nach dem Vorfall am Samstagabend abgebrochen worden. Mindestens eine Frau wurde getötet, weitere Menschen wurden verletzt. Nachdem der CSD abgebrochen wurde, begann die Berliner Polizei ihre Ermittlungen. "Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen", sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Video bei X.
1. Update:
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) July 25, 2026
Wir sind mit zahlreichen Polizeikräften sowie Rettungskräften der Berliner Feuerwehr im Großen Tiergarten im Einsatz. Mutmaßlich ist hier ein Fahrzeug in den Tiergarten eingefahren, hat mehrere Personen angefahren und dabei verletzt. Die Verletzten werden aktuell von… pic.twitter.com/tUFFRzzx6Q
Mutmaßlicher Täter vom Anschlag beim Berliner CSD in Kleingartenanlage getötet
Nur wenig später steht fest - Abdul B. ist tot. Das teilte die Berliner Polizei mit. Bei einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau sei der mutmaßliche Täter mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin habe das Berliner SEK auf ihn geschossen. "Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort", so die Polizei.
Die Ermittlungen zu dem Anschlag am Rande des CSD übernahm die Bundesanwaltschaft als oberste Anklagebehörde in Deutschland.
Polizei fahndete mit Hochdruck nach "polizeibekanntem" Abdul B. (21)
Kurz nach dem mutmaßlichen Terror-Anschlag fahndete die Polizei nur wenig späer bereits nach dem 21-jährigen Abdul B.
ÖFFENTLICHKEITSFAHNDUNG - Bitte teilen!
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) July 26, 2026
Aufgrund des Verdachts eines Anschlags führen die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und unser LKA die weiteren Ermittlungen.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem mutmaßlichen Tatverdächtigen um Abdul B..
Informationen und… pic.twitter.com/20Q18oawkP
Das weiß man bisher über Abdul B. (21)
"Der Mann war polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Der mutmaßliche Täter war nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) deutscher Staatsbürger. Der 2005 in Deutschland geborene Mann habe einen libanesischen Hintergrund gehabt, sagte Dobrindt. Seine Mutter sei 2002 eingebürgert worden. "Er ist also als deutscher Staatsbürger hier zur Welt gekommen." Zudem sei der 21-Jährige schon in der Vergangenheit "auffällig" geworden. Dobrindt sprachen von einem "hohen Maß von Straftaten" und einer "islamistischen Radikalisierung" von Abdul B.
Innenminister Dobrindt: Berliner Täter nutzte auch Machete
Nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) gehen die Ermittler von einem islamistischen Terroranschlag aus. Darauf deute alles hin, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Zudem habe der Tatverdächtige für den mutmaßlichen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nicht nur sein Fahrzeug als Waffe benutzt. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wenige Stunden nach der Horror-Tat in Berlin. Zuvor hatte er mit einem Auto Menschen angefahren. Bei dem Angriff starb nach Angaben Dobrindts ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt oder schwerstverletzt.
Bundestagspräsidentin Klöckner ordnet Trauerbeflaggung für Bundestag an
Wegen des Angriffs am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner Trauerbeflaggung auf halbmast für den Bundestag angeordnet. Sie sei zutiefst erschüttert, erklärte die CDU-Politikerin. "Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen", so Klöckner.
Die Verfassung schütze das Recht, frei und ohne Angst zu leben und für die eigenen Überzeugungen einzutreten, betonte die Bundestagspräsidentin. "Wir treten daher jenen entschlossen entgegen, die unsere Freiheit und unsere Art zu leben mit Terror beantworten. Fanatismus, Terror und Hass dürfen in unserem Land niemals Raum gewinnen." Ihre Gedanken seien bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten.
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loc/kns/roj/news.de/dpa
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