Matthias Herdegen bei "Markus Lanz": "Eine einzige Atomwaffe reicht" – schockierende Iran-Warnung im ZDF

Droht im Nahen Osten ein gefährlicher Wendepunkt? Bei "Markus Lanz" zeichnet Völkerrechtler Matthias Herdegen ein alarmierendes Bild der iranischen Bedrohung und warnt davor, dass das Atomprogramm womöglich nicht mehr aufzuhalten ist.

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Völkerrechtler Matthias Herdegen warnte bei "Markus Lanz" eindringlich vor dem wachsenden Raketen- und Atompotenzial des Iran. (Foto) Suche
Völkerrechtler Matthias Herdegen warnte bei "Markus Lanz" eindringlich vor dem wachsenden Raketen- und Atompotenzial des Iran. Bild: ZDF / Cornelia Lehmann
  • Völkerrechtler Matthias Herdegen warnt bei "Markus Lanz" vor dem wachsenden Raketen- und Atompotenzial des Iran
  • Nach seiner Einschätzung könnte der Zeitpunkt für eine wirksame Eindämmung des iranischen Atomprogramms bereits überschritten sein
  • Das frühere Atomabkommen mit Teheran bezeichnet der Experte als "sehr blauäugige Deutung"

Bei "Markus Lanz" hat Völkerrechtler Matthias Herdegen eine beunruhigende Einschätzung zur iranischen Atombedrohung abgegeben. Der Experte sieht die Möglichkeit, das Nuklearprogramm des Iran noch zu stoppen, möglicherweise bereits verstrichen.

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"Israel kann mit einer einzigen Atomwaffe vernichtet werden": Experte warnt bei Markus Lanz

"Iran vergräbt Tausende Raketen in unterirdischen Bunkern", verwies Herdegen auf die massive Aufrüstung Teherans. Selbst die Vereinigten Staaten seien nicht in der Lage gewesen, dieses Arsenal zu zerstören. Der Wissenschaftler warnte eindringlich, dass eine Situation eintreten werde, "wo wir gegen das Raketenpotential von Iran nicht mehr ankommen können". Damit wäre auch die Bestückung mit Atomsprengköpfen nicht mehr zu verhindern.

Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind nach Herdegens Analyse dramatisch. Der Völkerrechtler machte deutlich, dass "Israel mit einer einzigen Atomwaffe vernichtet werden kann". Diese Warnung unterstreicht die besondere Verwundbarkeit des kleinen Landes im Nahen Osten.

Zwar hätten sowohl Israel als auch die USA erhebliche Anstrengungen unternommen, um das iranische Atomprogramm zu behindern. Herdegen geht davon aus, dass es "wahrscheinlich sogar eine Fülle von Aktionen" gebe, die der Öffentlichkeit verborgen blieben. Dennoch sei der kritische Zeitpunkt, "wo eine effektive Abwehr nicht mehr möglich ist", womöglich bereits überschritten.

Atomabkommen als "blauäugig" kritisiert

Herdegen äußerte sich auch scharf zu den diplomatischen Bemühungen gegenüber dem iranischen Regime. Die Internationale Atomenergie-Organisation habe eindeutig festgestellt, dass Teheran seine Zusagen bei der Urananreicherung "bis in die jüngste Zeit permanent verletzt" habe. Die Einschätzung, das Atomabkommen habe zur Sicherheit Israels beigetragen, wies der Völkerrechtler entschieden zurück. Er bezeichnete diese Sichtweise als "sehr blauäugige Deutung". Angesichts der offen angekündigten Vernichtungsabsichten der iranischen Führung gegenüber Israel seien die diplomatischen Versuche, die Mullahs von ihrem Kurs abzubringen, offenkundig gescheitert.

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