Donald Trump: "Militärisch beinahe gewonnen!" Trump lebt offenbar in "Wahnwelt" 

Donald Trump spricht bereits von einem fast gewonnenen Konflikt mit dem Iran. Doch der Iran stellt klar: Gespräche gibt es nur unter bestimmten Bedingungen. Trumps Darstellung sorgt deshalb für Stirnrunzeln und Kritik.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Beobachter werfen Donald Trump vor, beim Thema Iran zu lügen. (Foto) Suche
Beobachter werfen Donald Trump vor, beim Thema Iran zu lügen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump kündigt Gespräche zwischen USA und Iran in Doha an
  • Der US-Präsident spricht von einem fast gewonnenen Militärkonflikt – Teheran bestätigt das nicht
  • Kritiker werfen Trump wegen seiner Aussagen erneut Widersprüche vor

Nach der jüngsten militärischen Eskalation an der Straße von Hormus richten sich die Blicke auf Katar: In Doha könnten sich Vertreter der USA und des Iran zu Krisengesprächen treffen. Donald Trump kündigte das Treffen am Montag (29.06.2026) bei einer Pressekonferenz an. "Morgen wird es dazu ein Treffen in Doha geben. Sie fliegen nach Katar. Ich glaube, sie sind bereits abgereist oder machen sich gerade bereit." Doch während Washington bereits über Fortschritte spricht, bleibt Teheran deutlich zurückhaltender.

Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna, eine Gesprächsrunde werde erst stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde". Technische Sitzungen der Arbeitsgruppen seien diese Woche nicht vorgesehen, Konsultationen über Vermittler würden jedoch fortgeführt. Damit unterscheiden sich die Darstellungen beider Seiten deutlich.

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Trump verkündet militärischen Sieg – der noch gar nicht eingetreten ist

Donald Trump zeigte sich bei seiner Pressekonferenz überzeugt vom bisherigen Verlauf des Konflikts. "Wir gewinnen militärisch. Es ist militärisch fast gewonnen", erklärte Trump. Die Sache sei "wirklich sehr einfach: Es geht um die Denuklearisierung des Iran". Washington wolle nicht, dass Teheran über Atomwaffen verfüge, und das werde auch nicht geschehen. "Sie haben dem fairerweise zugestimmt", behauptete der Präsident. Ob das bevorstehende Treffen in Doha bedeutsam sein werde, ließ Trump offen: "Vielleicht wichtig, vielleicht nicht – wir werden es herausfinden." Diese Darstellung steht allerdings im Widerspruch zu den iranischen Verlautbarungen, die von keiner derartigen Einigung sprechen.

"Wir haben den Überblick verloren!" Trumps Widersprüche sorgen für Kopfschütteln

Trumps Siegesrhetorik stößt in den sozialen Medien auf massive Kritik. "Wir haben den Überblick verloren, wie oft wir schon gewonnen haben", kommentiert ein X-Nutzer sarkastisch. Ein anderer erinnert daran, dass der Präsident bereits vor drei Monaten ähnliche Behauptungen aufgestellt habe – und vor einem Jahr von einer "völligen Auslöschung" des Gegners gesprochen habe. "Welche Aussage ist also die Lüge?", fragt er. Die Widersprüche in Trumps Aussagen sorgen für Kopfschütteln. "Hat er nicht neulich erst gesagt, andere Länder hätten Atomwaffen, also könne der Iran sie auch haben? Er sollte sich mal entscheiden", schreibt ein X-Nutzer. Andere stellen grundsätzlichere Fragen: "Lebt Trump in einer Wahnwelt, in der er seine Lügen selbst glaubt, oder weiß er, dass er lügt, und es ist ihm egal?"

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/gom/news.de/dpa

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