Donald Trump: Ex-Trump-Anwalt sicher – Supreme Court wird Präsidenten demütigen

Droht nun die nächste Gerichts-Klatsche für Donald Trump? Seine eigenen Richter könnten ihm morgen eine historische Niederlage zufügen und sein ehemaliger Anwalt Ty Cobb rechnet sogar mit einem einstimmigen Urteil gegen den Präsidenten.

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Donald Trump: Seine eigenen Richter bereiten ihm Probleme. (Foto) Suche
Donald Trump: Seine eigenen Richter bereiten ihm Probleme. Bild: dpa/Pool Reuters/Christian Hartmann
  • Ex-Trump-Anwalt erwartet deutliche Niederlage für Donald Trump vor dem Supreme Court
  • Ty Cobb rechnet mit klarer Abfuhr für Donald Trump beim Geburtsortsprinzip
  • Präsident hadert laut Ex-Berater mit Entscheidungen seiner eigenen Richter
  • Streit um automatisches Geburtsrecht auf US-Staatsbürgerschaft spitzt sich zu

Der frühere Trump-Anwalt Ty Cobb rechnet fest damit, dass der Supreme Court morgen dem Präsidenten eine weitere empfindliche Schlappe zufügen wird. Am letzten Tag der laufenden Amtszeit des Gerichts stehe die Entscheidung über Trumps Executive Order zur Abschaffung des Geburtsrechts auf Staatsbürgerschaft an – und die dürfte nach Cobbs Einschätzung negativ für den Präsidenten ausfallen.

Gegenüber CNN-Moderatorin Erin Burnett prognostizierte der ehemalige Anwalt des Weißen Hauses eine "Zurechtweisung" durch das höchste Gericht. Besonders bemerkenswert: Cobb hält sogar ein einstimmiges Urteil für möglich, da es sich um einen "offensichtlichen" Fall handle, berichtet "Rawstory".

Donald Trump und das Problem mit seinen Richtern

Die erwartete Niederlage beim Geburtsortsprinzip wäre nicht die erste für Trump. Bereits in einem Verfahren zur Briefwahl in Mississippi sowie im Streit um die Unabhängigkeit der US-Notenbank entschied der Supreme Court gegen die Position des Präsidenten.

Für Trump ist das schwer verdaulich, wie Cobb gegenüber CNN erläuterte: "Trump betrachtet das sehr transaktional – es sind seine Leute, sie sollten in seinem Sinne abstimmen. Das ist seine Weltsicht." Der Präsident sei überzeugt, das Gericht mit Richtern besetzt zu haben, die zu seinen Gunsten entscheiden würden.

Fehde mit Amy Coney Barrett? Seine eigene Richterin wandte sich bereits gegen ihn

Ausgerechnet Amy Coney Barrett verfasste das Urteil im Briefwahl-Fall. Die von Trump ernannte Richterin gilt als überzeugte Konservative, doch Cobb beschreibt sie auch als "intellektuell ehrliche Person", die ihre Entscheidung so formuliert habe, wie sie es tatsächlich für richtig halte.

Die Reaktionen aus dem Trump-Lager fielen entsprechend heftig aus. Steve Bannon, den Cobb als "verurteilten Straftäter und Epstein-Vertrauten" bezeichnete, habe Barrett öffentlich attackiert. Auch Trump selbst sei außer sich vor Wut. Doch Cobb stellt klar: "Die Realität ist, dass sie ihren Job gemacht hat, und darauf sollte sie stolz sein."

Trump-Kritiker Cobb prognostiziert: Das Land wird stolz sein

Das Geburtsortsprinzip ist in der US-Verfassung verankert und verleiht grundsätzlich jedem in den USA geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft. Trump will dieses Recht für Kinder von Menschen ohne dauerhaften legalen Aufenthaltsstatus per Präsidialerlass einschränken. Für den morgigen Tag erwartet Cobb in diesem Fall eine klare Abfuhr für den Präsidenten.

Das Urteil sollte eigentlich einstimmig ausfallen, meint der Ex-Anwalt – allerdings könnten die Richter Samuel Alito und Clarence Thomas dem Präsidenten weiterhin die Treue halten.

Bei anderen noch ausstehenden Entscheidungen, etwa zu Transgender-Athleten oder Wahlkampffinanzierung, sieht Cobb durchaus Chancen für Trump. Doch beim Geburtsrecht, das er als "fundamentalen Kern dessen, was es bedeutet, Amerikaner zu sein", bezeichnet, ist er optimistisch: "Ich denke, dass das Land morgen stolz auf den Supreme Court sein wird."

Ty Cobb war während Trumps erster Amtszeit als Anwalt im Weißen Haus tätig und gehörte zeitweise zu dessen engstem juristischen Beraterkreis. Inzwischen hat er sich deutlich von Trump distanziert und kritisiert den Präsidenten regelmäßig in Interviews und Fernsehauftritten.

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