US-Staatsbürgerschaft als Geburtsrecht: "Niemand hat das kommen sehen!" Donald Trump platzt öffentlich der Kragen

Wenn nicht alles nach seinem Willen geht, platzt Donald Trump gerne mal der Kragen - so auch nach dem jüngsten Urteil des Obersten US-Gerichtes zum Thema Staatsbürgerschaft als Geburtsrecht, das "The Don" zur Weißglut brachte.

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Donald Trump hat nach dem Urteil des Supreme Court zum Thema US-Geburtsrecht große Mühe, seine Empörung im Zaum zu halten. (Foto) Suche
Donald Trump hat nach dem Urteil des Supreme Court zum Thema US-Geburtsrecht große Mühe, seine Empörung im Zaum zu halten. Bild: picture alliance/dpa/AP photo | Alex Brandon
  • Donald Trump kassiert empfindlichen Rückschlag vor Gericht
  • Geburtsrecht auf US-Staatsbürgerschaft bleibt trotz Trump-Vorhaben
  • Wutanfall bei Truth Social - US-Präsident poltert gegen "Staatsbürgerschaft gegen Bezahlung"

Mit Rückschlägen vermag Donald Trump bekanntlich nicht sonderlich gut umzugehen - besonders empfindlich reagiert der US-Präsident erfahrungsgemäß, wenn seinen Vorhaben vor Gericht ein Riegel vorgeschoben wird. Beispielhaft zu beobachten war Trumps Empörung zuletzt, als "The Don" mit seinem Vorhaben, das US-amerikanische Geburtsrecht zu ändern, vor dem Obersten Gericht scheiterte.

Donald Trump mit Geburtsrecht auf US-Staatsbürgerschaft kippen und scheitert eklatant

Was folgte, war ein weiterer Tobsuchtsanfall, dem Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social" freien Lauf ließ. In einem am 8. Juli 2026 veröffentlichten Beitrag reagierte der US-Präsident mit heftiger Empörung auf seine juristische Schlappe vor dem Obersten Gerichtshof. Wenige Tage zuvor hatte das mehrheitlich konservativ besetzte Gericht Trumps Versuch, das verfassungsmäßig verankerte Geburtsrecht auf Staatsbürgerschaft per Dekret abzuschaffen, für rechtswidrig erklärt.

Donald Trump tobt bei Truth Social nach Gerichtsurteil - Schilder werben angeblich für "Geburtsrecht-Lieferungen"

Auf seiner Plattform Truth Social tobte der 80-Jährige gegen das Urteil und kündigte an, unverzüglich eine erneute Anhörung vor dem Supreme Court zu beantragen: "Ich werde SOFORT eine Wiederaufnahme des Verfahrens beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten beantragen. Dieser Justizirrtum wird Amerika zerstören, wenn sie ihre völlig absurde Entscheidung nicht revidieren", so Trumps Wutausbruch im Wortlaut.

Darüber hinaus behauptete Trump, entlang der US-Südgrenze und in Mexiko würden Plakate und Werbetafeln für das Geburtsrecht aufgestellt. Diese würden "Lieferungen ab 4.000 Dollar" anpreisen, so der Präsident. Ähnliche Werbung verbreite sich im ganzen Land. Durch diese vermeintliche Praxis würden Trumps Logik zufolge "Milliarden von Dollar illegal verdient", während die Staatsbürgerschaft an jeden verkauft werde, der zahlen könne. "Niemand hat das kommen sehen! Amerikanische Staatsbürgerschaft steht nicht zum Verkauf!", wetterte Trump. Da es sich seiner Ansicht nach um ein Verbrechen handle, sei das Urteil des Supreme Court schlichtweg falsch.

US-Präsident will Gerichtsurteil nicht hinnehmen - Berater schlägt Einreiseverbot für Schwangere vor

Während Trump das Urteil des Obersten Gerichtes nicht hinnehmen will und auf eine Neuverhandlung drängt, denkt sein Berater Stephen Miller bereits über Alternativen nach. Im Gespräch mit Fox News schlug der 40-jährige stellvertretende Stabschef vor, die Regierung werde "genau prüfen", ob schwangere Ausländerinnen künftig an der Einreise gehindert werden könnten.

Miller zeichnete dabei ein drastisches Bild des angeblichen Missbrauchs: Ausländische Mütter kämen hochschwanger in die USA, brächten ihr Kind zur Welt und reisten wieder ab. Das Baby erhalte dann Medicaid, Sozialhilfe und Bargeldunterstützung. "Man kann damit eine ganze Familie in der Dritten Welt ernähren", behauptete er gegenüber Moderator Jesse Watters.

"Geburtentourismus" in den USA: Trumps Justizministerium will durchgreifen

Tatsächlich existieren bereits Vorschriften gegen den sogenannten Geburtentourismus. Das Justizministerium unter Trump geht seit Monaten gegen Netzwerke vor, die diese Praxis fördern. Zudem verweigern Grenzbeamte schwangeren Besucherinnen schon jetzt die Einreise, wenn der einzige Zweck eine Entbindung auf US-Boden ist – medizinische Notfälle ausgenommen.

Ob der Supreme Court Trumps Antrag auf Wiederaufnahme überhaupt stattgibt, bleibt abzuwarten. Bei der mündlichen Verhandlung im April hatte der Präsident nach etwa 90 Minuten den Saal verlassen – ausgerechnet als die Richter kritische Fragen zur Regierungsposition stellten.

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