Donald Trump als Lügner bloßgestellt: "The Don" hält Geheimdienstbericht zurück - dahinter steckt ein perfider Plan
Während die US-Zwischenwahlen näher rücken, lässt Donald Trump nichts unversucht, einen pikanten Geheimdienstbericht unter Verschluss zu halten, der sein liebstes Lügenmärchen wie eine Seifenblase zerplatzen lassen könnte. Dahinter steckt ein perfider Plan.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump beharrt auf Verschwörungstheorie von Wahlbetrug 2020
- Geheimdienstbericht soll Trumps Behauptung stützen, beweist jedoch das Gegenteil
- Hält Donald Trump pikante Beweise zurück, um die Zwischenwahlen zu beeinflussen?
Donald Trump ist bekannt dafür, in schöner Regelmäßigkeit mit kontroversen Behauptungen Staub aufzuwirbeln, ohne dafür hieb- und stichfeste Belege vorweisen zu können. Zu einem der liebsten Themen, die der wiedergewählte US-Präsident gebetsmühlenartig wiederholt, gehört die steile These, der heute 80-Jährige sei bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020 um seinen rechtmäßigen Sieg betrogen worden und habe deshalb seinem demokratischen Konkurrenten Joe Biden das Weiße Haus für eine Amtszeit überlassen müssen.
Donald Trumps Tirade über Wahlmanipulation von Geheimdienstbericht als Lüge entlarvt
Glasklare Beweise für seine Behauptung konnte Donald Trump bislang nicht vorlegen, doch ein vom Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste (ODNI) erstellter Bericht sollte eine umfassende Bewertung der Wahlsysteme vornehmen, die bei besagter Präsidentschaftswahl Verwendung fanden, und Trumps These untermauern. Einem Bericht von "Raw Story" zufolge soll jedoch genau das Gegenteil eingetreten sein, weshalb Donald Trump nun unter Aufbietung sämtlicher Mittel verhindern wollte, dass der pikante Geheimdienstbericht vor den US-Zwischenwahlen im November 2026 an die Öffentlichkeit gelangt.
US-Präsident unter Verdacht: Wieso hält Trump die explosive Enthüllung so lange zurück?
Wie "Reuters" bereits vor einem Monat enthüllte, blockieren Beamte des Weißen Hauses seit Monaten die Freigabe des brisanten Dokuments, das Donald Trump der Lüge überführen könnte – obwohl die Midterm-Wahlen im November 2026 unmittelbar bevorstehen. Kritiker werfen der Regierung vor, das Dokument gezielt zurückzuhalten, um es möglicherweise als Waffe gegen demokratische Hochburgen einzusetzen und die Midterms so zu Gunsten der Republikaner zu beeinflussen.
Im Zentrum der Kontroverse steht Donald Trumps neuer amtierender Geheimdienstdirektor Bill Pulte. Wahlrechtsexperten und demokratische Senatoren warnen eindringlich: Der zurückgehaltene Bericht könnte kurz vor der Wahl als Rechtfertigung dienen, um Wahlmaschinen in bestimmten Bezirken zu beschlagnahmen und so das Wahlergebnis zu beeinflussen.
Geheimdienstbericht überführt Donald Trump der Lüge - dabei war alles ganz anders geplant
Die Entstehungsgeschichte des Berichts lässt aufmerken: Tulsi Gabbard, Pultes Vorgängerin als Geheimdienstdirektorin, hatte die Untersuchung ursprünglich angeordnet, um Donald Trumps wiederholt vorgetragene Behauptung zu untermauern, Wahlmaschinen hätten ihm 2020 den Sieg gestohlen. Das Ergebnis fiel jedoch völlig anders aus als erhofft. Die Ermittler stellten laut "Raw Story" fest, dass einige Bundesstaaten veraltete Geräte verwenden, die aktualisiert werden sollten. Einen Beweis für manipulierte oder veränderte Stimmen fanden sie hingegen nirgendwo. Damit liegt ausgerechnet jenes Dokument unter Verschluss, das Wahlbeamten helfen könnte, ihre Systeme vor dem Wahltag abzusichern. Der Grund für die Geheimhaltung: Der Bericht widerspricht der Erzählung, die der Präsident verbreiten wollte. Statt Belege für Betrug liefert er eine Widerlegung.
Donald Trumps neuer Geheimdienstchef ohne Geheimdiensterfahrung im Fokus
Nach Gabbards Rücktritt im Frühjahr übernahm Bill Pulte den Posten des amtierenden Geheimdienstdirektors. Seine Qualifikation für das Amt ist umstritten: Zuvor leitete er die Bundeswohnungsbaubehörde und führte den Vorsitz bei Fannie Mae und Freddie Mac. Eine Sicherheitsfreigabe erhielt er erst wenige Tage vor Amtsantritt. Sein Verhalten sorgte sofort für Aufsehen. Berichten zufolge verlangte Pulte umgehend eine Liste aller Mitarbeiter, um über Entlassungen zu entscheiden. Zudem erwog er, Hunderte Geheimdienstposten zu streichen. Trump selbst erklärte offen, sein neuer Geheimdienstchef werde möglicherweise "einige Dinge über die manipulierten Wahlen herausfinden".
David Becker vom Center for Election Innovation and Research warnte, Pulte sei offenbar gezielt ausgewählt worden, weil er dieselben unbewiesenen Behauptungen über 2020 vertrete. Senator Mark Warner, führender Demokrat im Geheimdienstausschuss, bezeichnete Pulte als "Bedrohung für die nationale Sicherheit".
Nutzt Donald Trump Wahlmaschinen als Druckmittel gegen demokratische Bezirke?
Die Befürchtungen von Wahlrechtsexperten gehen weit über die bloße Zurückhaltung des Berichts hinaus. Bruce Spiva vom Campaign Legal Center sieht ein beunruhigendes Muster: "Das ist kein Zufall", erklärte er mit Blick auf mehrere Aktionen der Regierung. Donald Trump unterzeichnete im März eine Notstandsverordnung wegen angeblicher ausländischer Wahleinmischung. Diese stützt sich auf ein Gesetz, das einem Präsidenten erlaubt, die Nutzung von "Eigentum" wie Wahlmaschinen zu blockieren, solange Ermittlungen laufen – ohne Beweise vorlegen zu müssen.
Desinformationsforscher Joohn Choe warnte vor einem konkreten Szenario: Die Bundesregierung könnte Wahlmaschinen beschlagnahmen, die angeblichen Beweise als geheim einstufen und Gerichten die Einsicht verweigern. "Bundesstaaten könnten nicht zertifizieren, worauf sie keinen Zugriff haben", so Choe. In knappen Wahlkreisen würde dies Chaos auslösen – ohne dass eine einzige Stimme manipuliert werden müsste.
Midterm-Wahlen rücken näher - US-Demokraten rüsten sich für den Ernstfall
Die Opposition bereitet sich bereits auf mögliche Eingriffe in den Wahlprozess vor. Laut "Raw Story" erklärte der demokratische Fraktionsführer Chuck Schumer, seine Partei habe Senatorenteams und Anwälte zusammengestellt, die sämtliche Angriffsszenarien durchspielen. Ziel sei es sicherzustellen, "dass die Stimmen fair gezählt werden". Wendy Weiser vom Brennan Center für Justiz formulierte eine deutliche Warnung: Wer noch Zweifel habe, dass diese Regierung die Grundlagen für eine Wahleinmischung lege, sollte diese Zweifel nun ablegen.
Wahlrechtsanwalt Marc Elias bezeichnete Pultes Ernennung als direkten Versuch, die Kontrolle über amerikanische Wahlen zu übernehmen. Kritiker fordern die sofortige Veröffentlichung des ODNI-Berichts. Nur so könnten Wahlbeamte die beschriebenen Schwachstellen noch vor November beheben – statt das Dokument als Vorwand für Beschlagnahmungen zu missbrauchen.
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