Donald Trump: US-Präsident wärmt Grönland-Obsession auf - und droht Europa

Donald Trumps Besessenheit mit Grönland findet kein Ende: Beim Nato-Gipfel in der Türkei verbiss sich der US-Präsident erneut in Besitzansprüche und forderte, die weltgrößte Insel müsse von den USA und nicht von Dänemark kontrolliert werden.

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US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel in Ankara seine Obsession mit Grönland wiederentdeckt. (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel in Ankara seine Obsession mit Grönland wiederentdeckt. Bild: Alex Brandon/AP/dpa/dpa
  • Donald Trump holt Grönland-Obsession erneut auf die Tagesordnung
  • US-Präsident fordert USA-Kontrolle über dänische Insel bei Nato-Gipfel
  • Donald Trump kann's nicht lassen: "The Don" droht Europa mit Truppenabzug

Mit seinem Slogan "Make America Great Again" hat Donald Trump nicht nur seinen Wahlkampf geführt, sondern seine Anhänger zu einer nationalistischen Bewegung geeint. Allerdings könnte man den Wahlspruch des US-Präsidenten auch auf territoriale Absichten anwenden, denn wenn es nach Donald Trump ginge, würden sich die USA nicht nur über die 50 bekannten Bundesstaaten erstrecken, sondern auch auf Grönland, die weltgrößte, nordöstlich von Kanada liegende Insel.

Donald Trump wärmt Grönland-Obsession auf bei Nato-Gipfel in Ankara

Seine Besitzansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland posaunte Donald Trump nun abermals auf dem internationalen politischen Parkett heraus - ausgerechnet beim Nato-Gipfel im türkischen Ankara. Es bleibe dabei, dass Grönland von den Vereinigten Staaten und nicht von Dänemark kontrolliert werden sollte, sagte Trump bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Konkrete Handlungen drohte er aber nicht an.

US-Präsident ätzt gegen Europa und droht mit Truppenabzug

Vielmehr holte er einmal mehr zu einer inzwischen bekannten Kritik gegen Europa aus. "Wir könnten alle unsere Soldaten aus Europa abziehen", drohte er hypothetisch. Konkrete Ankündigungen dahingehend gab es allerdings auch in diesem Fall nicht. Europa sei heute ein ganz anderer Ort als noch vor 20 Jahren, sagte Trump. Wenn die Europäer bei ihrer Einwanderungs- und Energiepolitik nicht vorsichtig seien, werde es "kein Europa mehr geben".

USA wollen Grönland um jeden Preis kontrollieren - Trump will "dauerhafte Lösung"

Bereits am Wochenende vor Beginn des Nato-Gipfels hatte ein hochrangiger US-Beamter klargemacht, dass eine Übernahme Grönlands aus Sicht der USA aktuell der einzige Weg sei, um den Sicherheitsrisiken rund um die Eisinsel langfristig zu begegnen. "Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dies der beste Weg ist, den Verteidigungsbedarf der Nato in Bezug auf Grönland zu decken", sagte er zu Journalisten. Zugleich sagte er, auch weitere Optionen würden geprüft. Wie diese aussehen könnten, ließ er offen. 

Der hochrangige Regierungsbeamter verwies darauf, dass es "rege Marineaktivitäten" in der Region rund um Grönland gebe und US-Präsident Donald Trump eine "dauerhafte" Lösung anstrebe. "Bislang sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten", sagte der Beamte weiter.

Nato-Partner entsetzt wegen Donald Trumps unverhohlenen Grönland-Besitzansprüchen

Donald Trumps Besessenheit mit Grönland hatte sich bereits Anfang 2026 gezeigt, als der US-Präsident offen mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht und damit nicht nur den Nato-Partner Dänemark brüskiert, sondern auch Zweifel an der Geschlossenheit der größten Militärallianz der Welt und der gegenseitigen Bündnistreue geweckt hatte. Trumps Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher - und damit auch nicht die USA.

Trumps Drohungen, zur Not auch militärische Mittel anzuwenden, nahm er letztlich zwar zurück - ebenso wie die Ankündigung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder, falls diese einem Verkauf der Insel an die USA nicht zustimmen sollten. An seinen Ansprüchen auf die Insel hielt er aber fest. Die Regierungen Dänemarks und Grönlands lehnen eine Annexion durch die USA entschieden ab. Inzwischen haben sie Gespräche mit Trumps Regierung aufgenommen mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden.

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/news.de/dpa

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