Ukraine-Krieg: "Er will es beenden" - Trump überrascht mit Aussagen über Putin

Donald Trump ist überzeugt: Wladimir Putin verspürt Druck, den Ukraine-Krieg zu beenden. Im Weißen Haus stellte der US-Präsident eine baldige Einigung zwischen Kiew und Moskau in Aussicht. Doch an dieser optimistischen Einschätzung gibt es große Zweifel.

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Donald Trump (r.) zeigte sich nach einem weiteren Telefonat mit Wladimir Putin (l.) von den Friedensabsichten des Kremlchefs überzeugt. (Foto) Suche
Donald Trump (r.) zeigte sich nach einem weiteren Telefonat mit Wladimir Putin (l.) von den Friedensabsichten des Kremlchefs überzeugt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Donald Trump behauptet im Weißen Haus: Wladimir Putin will den Ukraine-Krieg beenden
  • US-Präsident blickt optimistisch auf baldige Einigung zwischen Kiew und Moskau
  • In den sozialen Medien werden große Zweifel an Trumps Aussagen geäußert

Obwohl seine eigene Bevölkerung mittlerweile die Folgen des Krieges immer deutlicher zu spüren bekommt, setzt Wladimir Putin die Angriffe auf die Ukraine fort. Aktuell scheint der Kremlchef keine Bereitschaft zu zeigen, die Invasion in naher Zukunft zu beenden. US-Präsident Donald Trump sieht das jedoch anders.

Donald Trump glaubt an baldiges Ende des Ukraine-Kriegs

Der 80-Jährige reiste mit einer überraschend optimistischen Botschaft zum Nato-Gipfel in Ankara, wo der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine am Dienstag und Mittwoch ein zentrales Thema sein wird. Nach seinem jüngsten Telefonat mit Putin zeigte sich Trump überzeugt, dass eine Lösung des Konflikts in greifbarer Nähe sei.

Wladimir Putin will laut dem US-Präsidenten Frieden

Kurz vor seinem Abflug in die Türkei wurde Trump im Weißen Hausgefragt, warum Putin nach dem Telefonat offenbar keinen Verhandlungsdruck verspüre – angesichts eines weiteren verheerenden Angriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit mehreren Todesopfern. Der US-Präsident widersprach dieser Einschätzung: "Ich denke, er verspürt Druck. Er will es beenden", erklärte Trump. Man befinde sich in Gesprächen mit beiden Seiten. Eine Einigung rücke näher, "als die Menschen glauben", so Trump weiter. "Präsident Putin will, dass es endet. Das kann ich Ihnen sehr deutlich sagen." Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wolle den Krieg jetzt beenden. 

Donald Trump sieht sich als Friedensstifter

Trump behauptete bei der Presserunde im Weißem Haus zum wiederholten Mal, dass er während seiner zweiten Amtszeit bereits acht Kriege beendet habe. Auch einen möglichen Nuklearkonflikt zwischen Indien und Pakistan habe er verhindert. 

Mit Blick auf das zweitägige Treffen in Ankara kündigte der US-Präsident an, dort über den Ukraine-Konflikt zu sprechen. "Wir werden darüber sprechen, und ich glaube, wir werden es schaffen. Ich glaube, wir werden den Krieg beenden", so der US-Präsident weiter, der auch auf die Zehntausenden getöteten Soldaten in der Ukraine in den vergangenen Monaten verwies.

Große Zweifel an Trumps Aussagen und Putins wahren Absichten

Auf X (vormals Twitter) riefen die Aussagen des US-Präsidenten jedoch erhebliche Zweifel hervor. Viele Kommentatoren glauben nicht, dass Putin wirklich Frieden will und Trump nur an der Nase herumführt:

  • "Verdammt noch mal, glaubt dieser Clown etwa ernsthaft, dass dieser feige Gangster-Diktator, der sich wie ein kleines Weichei im Kreml versteckt, seinen Angriffskrieg beenden will?"
  • "Dann ist es ganz einfach – Putin muss nur die Ukraine verlassen, schon sind die Kämpfe vorbei und die Verhandlungen über Reparationszahlungen beginnen –, aber wenn Putin glaubt, er könne seine unrechtmäßig erworbenen Gewinne behalten, dann irrt er sich gewaltig."
  • "Ich bin mir ziemlich sicher, dass Trump den Start von Drohnenangriffen mit einer friedensstiftenden Geste verwechselt hat. Früher war es nur Putin, der 'Frieden wollte', doch nun scheint auch die Ukraine einen solchen Wunsch zu hegen, was seltsamerweise miteinander zusammenzuhängen scheint."
  • "Putin möchte, dass die Ukraine seinen maximalistischen Forderungen nachgibt, was jedoch nicht geschehen wird."

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/bos/news.de/dpa

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