Aleksey Schurawljow: Russen-Politiker droht nächstem Nato-Land mit "Vernichtung"
Kommt es im Ukraine-Krieg endgültig zur Eskalation? Ein russischer Spitzenpolitiker hat am Wochenende scharfe Drohungen gegen ein Nato-Land gerichtet. Aleksey Schurawljow drohte Finnland mit "Vernichtung" und bezeichnete das Land als "zweite Ukraine".
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Aleksey Schurawljow droht Nato-Land mit "Vernichtung"
- Russen-Politiker nimmt Finnland ins Visier
- Schurawljow bezeichnet Finnland als "zweite Ukraine"
- Sorge vor endgültiger Eskalation im Ukraine-Krieg wächst
Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor über vier Jahren ist die Sorge groß, der Konflikt könnte sich auf weitere europäische Länder ausweiten. Auf die baltischen Staaten Estland, Lettland und Finnland hat sich der Konflikt bereits ausgewirkt. Am vergangenen Wochenende nahm nun ein russischer Spitzenpolitiker Finnland erneut ins Visier und richtete drohende Worte gen Helsinki.
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Russen-Politiker Aleksey Schurawljow droht Nato-Land mit "Vernichtung"
Aleksey Schurawljow, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses in der russischen Staatsduma, erklärte am Wochenende gegenüber dem kremlnahen Portal "Gazeta.ru", Russland besitze bereits ausreichend Militärgerät an der finnisch-russischen Grenze, um "die Hälfte Finnlands in die Luft zu sprengen".
Eskaliert der Ukraine-Krieg? Russen-Politiker nennt Finnland "zweite Ukraine"
Weiterhin warf der Putin-Vertraute der finnischen Regierung vor, das eigene Land bewusst "in den Abgrund" zu führen. Besonders brisant: Schurawljow bezeichnete Finnland als Land, das sich seit seinem Nato-Beitritt "allmählich zu einer zweiten Ukraine" entwickle. Die verbalen Attacken aus dem Kreml folgten unmittelbar auf eine Ankündigung aus Helsinki. Finnland hatte einen Tag zuvor Pläne für eine Kooperation mit dem amerikanischen Rüstungsunternehmen Lockheed Martin vorgestellt. In der Stadt Tampere soll das erste europäische Wartungszentrum für Mehrfachraketenwerfer entstehen.
Russen-Politiker nimmt Nato-Land ins Visier und spricht von gezielter Provokation
Aleksey Schurawljow interpretierte diesen Schritt als gezielte Provokation gegenüber Russland. Gleichzeitig kündigte er an, Moskau werde die eigenen Verteidigungskapazitäten entlang der gemeinsamen Grenze weiter ausbauen. Die Zusammenarbeit zwischen Finnland und westlichen Rüstungsunternehmen verschärft damit die ohnehin angespannte Situation in der Region zusätzlich.
Drohungen aus dem Kreml nach Nato-Beitritt Finnlands
Finnland nimmt innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnisses eine besonders verwundbare Position ein. Das skandinavische Land teilt sich eine rund 1.300 Kilometer lange Landgrenze mit Russland. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 beendete Helsinki seine jahrzehntelange Neutralitätspolitik und trat dem Bündnis bei. Kremlchef Wladimir Putin hatte diesen Schritt bereits damals scharf kritisiert. Finnland werde durch die Nato-Mitgliedschaft "Probleme" bekommen, warnte er.
Geheimdienste warnen vor russischem Militärausbau an der Finnland-Grenze
Sicherheitsbehörden in Finnland und Norwegen registrieren seit geraumer Zeit eine verstärkte Aufrüstung Russlands an der nördlichen Nato-Flanke. Mehrere europäische Nachrichtendienste warnten zuletzt, Moskau könnte sich bereits parallel zum Ukraine-Krieg auf eine mögliche Konfrontation mit dem Bündnis vorbereiten. Als Zeitrahmen nennen Experten drei bis fünf Jahre.
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