Ukraine-Krieg: Experte schlägt Alarm – Putin hofft auf Machtwechsel in Europa
Obwohl es für ihn ständig neue Rückschläge gibt, zeigt sich Wladimir Putin weiterhin kompromisslos und will den Ukraine-Krieg nicht beenden. Einem deutschen Politikwissenschaftler zufolge hofft der Kremlchef auch auf aktuelle Entwicklungen in Europa, um seine Ziele doch noch zu erreichen.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Wladimir Putin könnte auf weniger Unterstützung aus Europa für die Ukraine spekulieren
- Politologe warnt vor Erstarken russlandfreundlicher Kräfte in Staaten wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland
- Experte glaubt, dass der Kremlchef den Krieg gegen die Ukraine deshalb zunächst kompromisslos fortsetzt
Im Ukraine-Krieg läuft es momentan nicht rund für Wladimir Putin. Kiews Streitkräfte schneiden mit Drohnenangriffen auf Gebiete hinter der Frontlinie wichtige Versorgungsrouten für die russischen Truppen ab. Zudem wurde in der vergangenen Woche innerhalb weniger Tage gleich zweimal eine Ölraffinerie in Moskau getroffen. Trotz der Rückschläge rückt Putin nicht davon ab, seine Ziele in der Ukraine erreichen zu wollen. Dabei setzt der Kremlchef womöglich auch auf aktuelle Entwicklungen in mehreren europäischen Staaten.
Wladimir Putin hofft laut Experte auf weniger Unterstützung für die Ukraine durch Regierungswechsel in Europa
Bislang haben Länder wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland die Ukraine im Kampf gegen Russland finanziell und mit Waffenlieferungen unterstützt. Doch es bleibt unklar, ob Kiew auch künftig darauf vertrauen kann. Denn in all diesen Staaten drängen politische Kräfte an die Macht, die einen deutlich russlandfreundlicheren Kurs fahren. Darauf macht aktuell der Politologe Thomas Jäger in einem Interview mit "Focus Online" aufmerksam. Seiner Ansicht nach wird Putin nicht aufgeben, solange er die Hoffnung habe, "über den hybriden Krieg in Europa dafür sorgen zu können, dass die Ukraine irgendwann mal kein Geld mehr hat, keine Unterstützung mehr findet, keine industrielle Kooperation mehr findet". "Und vielleicht spekuliert Putin darauf, dass 2027 in Frankreich ein anderer Präsident gewählt wird, der sagt, die Unterstützung der Ukraine ist mit uns nicht mehr zu machen", so der Experte weiter. "Wenn Frankreich so eine Position einnimmt, wird das ganz, ganz schwer. Dann wären auch E3 und E5, also das Trio Frankreich, Großbritannien, Deutschland und in der Fünfervariante erweitert um Italien und Polen, nicht mehr handlungsfähig."
Politologe warnt vor Kompromisslosigkeit des Kremlchefs
Besorgt blickt Thomas Jäger auch auf die Lage in Großbritannien, wo mit Reform UK derzeit ebenfalls eine russlandfreundliche Partei in Umfragen vorne liege. Moskau unterstütze zudem in Deutschland mit der AfD eine Partei, "von der man sich erhofft, dass sie am Ende mehr mit Putin als mit anderen europäischen Staatschefs spricht", so der Politologe. Auf die Frage, ob der Kremlchef trotz der hohen Verluste seinen Krieg deshalb weiterhin kompromisslos durchziehen werde, antwortete Jäger mit einem klaren "Ja".
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gom/bua/news.de
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