Friedrich Merz: Verheerender Umfrage-Knall - Kanzler kann AfD-Aufstieg nicht stoppen

Die Luft wird dünner für Friedrich Merz und seine Partei. Die AfD kann auch im ZDF-"Politbarometer" ihren Vorsprung vor der Union weiter ausbauen und nähert sich unaufhaltsam der 30-Prozent-Marke. Für den Bundeskanzler ein Armutszeugnis. Es ist nicht das erste Mal, dass die Rechtsaußen-Partei in der Sonntagsfrage an der Kanzlerpartei vorbeizieht.

Erstellt von - Uhr

Friedrich Merz kann den Aufstieg der AfD nicht stoppen. (Foto) Suche
Friedrich Merz kann den Aufstieg der AfD nicht stoppen. Bild: picture alliance/dpa/dpa-POOL | Michael Kappeler
  • Verheerender Umfrage-Hammer für Friedrich Merz
  • Merz-Regierung kassiert Schlappe in ZDF-"Politbarometer"
  • AfD stärkste Kraft vor der Union
  • Rechtsaußen-Partei nähert sich 30-Prozent-Marke

Es sind alarmierende Zahlen. Das aktuelle ZDF-"Politbarometer" zeigt, dass Friedrich Merz und sein Kabinett in einer schweren Krise stecken. Denn der AfD ist es erneut gelungen, ihren Vorsprung vor der Union weiter auszubauen.

Weitere aktuelle Politik-Meldungen finden Sie am Ende dieses Artikels.

Verheerende Umfrage-Ergebnisse für Friedrich Merz - Kanzler kann AfD nicht stoppen

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Partei auf 28 Prozent (plus 1). CDU/CSU hingegen landen in der Umfrage bei 24 Prozent (minus 1). Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt und steht bei 13 Prozent. Die Grünen müssen leichte Verluste hinnehmen (minus 2) und stehen bei 12 Prozent, die Linke bleibt unverändert bei 11 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt, würde mit 4 Prozent aber den Einzug in den Bundestag verpassen.

AfD klettert auf historischen Höchststand und nähert sich der 30-Prozent-Marke

Andere Umfragen hatten der AfD in dieser Woche noch etwas höhere Werte bescheinigt. In der Befragung des Instituts Insa lagen AfD und Union bei 29 und 22 Prozent. Bei YouGov lag die AfD ebenfalls bei 29 Prozent und baute ihren Vorsprung sogar auf 9 Prozentpunkte vor der Union aus. In einer Forsa-Umfrage ebenfalls von dieser Woche lag die AfD mit 27 Prozent etwas niedriger, hatte aber ebenfalls deutlichen Vorsprung vor der Union (21 Prozent).

Brandmauer zur AfD findet breite Zustimmung - Unions-Anhänger lehnen Zusammenarbeit ab

Die Abgrenzung der CDU gegenüber der AfD stößt in der Bevölkerung auf deutliche Unterstützung: 63 Prozent halten diese Haltung laut ZDF-"Politbarometer" für richtig, nur 35 Prozent sehen das anders. Bei der Linken fällt das Urteil jedoch gegenteilig aus: Eine Mehrheit von 57 Prozent hält es für falsch, dass die Union auch hier eine Zusammenarbeit ausschließt. Lediglich 37 Prozent befürworten diese Position. Innerhalb der Unionsanhängerschaft zeigt sich ein anderes Bild: Hier lehnen 79 Prozent eine Kooperation mit der AfD ab, während 60 Prozent auch eine Zusammenarbeit mit der Linken ablehnen. Die Frage nach möglichen Bündnissen gewinnt an Brisanz, da Mehrheiten jenseits der AfD auf Bundesebene zunehmend schwieriger werden.

Was man bedenken sollte: Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.

Auch diese Politik-Meldungen sind einen Blick wert:

/loc/news.de/dpa/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.