Donald Trump: Brisante G7-Panne - Macron plaudert Trump-Frust vor laufendem Mikro aus

Ein offenes Mikrofon sorgt beim G7-Gipfel für Aufsehen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht mit Wolodymyr Selenskyj über Donald Trump – und verrät dabei ungeplant Details über schwierige Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Das mitgeschnittene Gespräch gewährt seltene Einblicke in die Machtspiele rund um den Ukraine-Krieg.

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Ein offenes Mikro beim G7-Gipfel enthüllt geheime Trump-Gespräche zwischen Macron und Selenskyj. (Foto) Suche
Ein offenes Mikro beim G7-Gipfel enthüllt geheime Trump-Gespräche zwischen Macron und Selenskyj. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
  • Offenes Mikrofon zeichnet Gespräch zwischen Macron und Selenskyj beim G7-Gipfel auf
  • Versehentlich mitgehört: Was Macron Selenskyj über Donald Trump verriet
  • G7-Staaten sichern der Ukraine weitere Unterstützung und verschärfte Russland-Sanktionen zu

Ein offenes Mikrofon hat beim G7-Gipfel im französischen Evian-les-Bains ein aufschlussreiches Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj über Donald Trump eingefangen. Als der französische Präsident seinen ukrainischen Amtskollegen am Dienstagmorgen auf dem Gelände des Hotel Royal begrüßte, liefen die Aufnahmegeräte mit. Ein Video, veröffentlicht von der "Daily Mail", dokumentiert den Vorfall.

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Gespräch von Selenskyj und Macron über Trump belauscht: Macron enthüllt angespannte Verhandlungen

"Gestern hatten wir eine schwierige Diskussion vor der Kamera", erklärte Macron mit Blick auf ein Treffen mit Donald Trump zum Ukraine-Krieg. Die Bemerkung gewährt einen seltenen Einblick in die angespannten Verhandlungen hinter den Kulissen des Gipfeltreffens der sieben führenden Industrienationen.

Selenskyj war zur Arbeitssitzung am Vormittag angereist, um mit den G7-Staaten über die Lage in seinem Land zu beraten.

Trump im Zentrum der Flurgespräche: Selenskyj fragt direkt nach Trump-Treffen

Macron drängte Selenskyj, länger beim dreitägigen Gipfel zu bleiben. Der ukrainische Präsident verwies jedoch auf einen geplanten Besuch in Brüssel am folgenden Tag, wo Gespräche mit EU-Vertretern anstanden.

Besonders brisant wurde es, als Macron nach einem "bilateralen" Treffen fragte. "Mit Präsident Trump?", hakte Selenskyj nach. Daraufhin senkten beide Staatschefs für etwa 20 Sekunden ihre Stimmen, bevor Macron vernehmlich sagte: "OK, ich werde das arrangieren."

Die Unterredung mit Selenskyj endete nach nur 75 Minuten. Der ukrainische Präsident betonte anschließend, sein Land nehme den Frieden ernst, während Russland mit den Weltführern spiele.

Ein unbeabsichtigt aufgezeichnetes Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj sorgt für Wirbel am Rande des G7-Gipfels. (Foto) Suche
Ein unbeabsichtigt aufgezeichnetes Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj sorgt für Wirbel am Rande des G7-Gipfels. Bild: picture alliance/dpa/Pool EPA | Yoan Valat

Patriot-Raketen und Militärhilfe: G7 setzt auf stärkere Unterstützung für Kiew

Die Gespräche brachten ein klares Ergebnis: "Die gesamten 'Sieben' unterstützen die Ukraine heute einstimmig", verkündete Selenskyj nach der Sitzung. Der ukrainische Präsident machte deutlich, dass sein Land ernsthaft an einer Friedenslösung interessiert sei – anders als Moskau.

Konkret sprachen die G7-Staaten über den dringenden Bedarf an weiteren Patriot-Raketen für die Ukraine. Diese Flugabwehrsysteme sind entscheidend, um russische Angriffe auf das Stromnetz und ukrainische Städte abzuwehren. Die Staats- und Regierungschefs erörterten zudem Möglichkeiten, die Produktion durch Lizenzvereinbarungen zu steigern.

Neue Russland-Sanktionen: G7 erhöht Druck auf Putins Energiesektor

Neben der militärischen Unterstützung einigten sich die G7-Staaten auch auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Laut einem französischen Diplomaten, der mit den Gesprächen vertraut ist, wollen die Staats- und Regierungschefs – einschließlich Trump – den Druck auf Moskau erhöhen, wie die "Associated Press" berichtet. Im Fokus stehen dabei insbesondere der russische Öl- und Gassektor.

Die verstärkte europäische Rolle zeigt sich auch in der Hilfe für Kiew: Seit Washington seine Unterstützung für die Ukraine zurückgefahren hat, sind Frankreich und andere europäische Verbündete zu den größten Gebern von Militär- und Finanzhilfen aufgestiegen.

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