Elon Musk: Nach "skandalösen Lügen" - Musk geht gegen ZDF-Beitrag vor
Das ZDF nannte ihn einen Anstifter zur Migrantenjagd – jetzt holt Elon Musk zum Gegenschlag aus. Der Tech-Milliardär kündigt rechtliche Schritte gegen den öffentlich-rechtlichen Sender an. So reagiert das Zweite auf die Kritik.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Elon Musk kündigt juristische Schritte gegen das ZDF wegen angeblicher Falschdarstellungen an
- Auslöser ist ein Beitrag, der Musk mit Aufrufen zur "Jagd auf Migranten" in Nordirland in Verbindung brachte
- So reagiert der Sender ZDF auf die Kritik
Der Tech-Unternehmer Elon Musk geht juristisch gegen einen Beitrag des ZDF über ihn vor. Er habe den Sender für seinen Mandanten wegen eines Berichts über Ausschreitungen in Belfast abgemahnt und fordere die Abgabe einer Unterlassungserklärung, bestätigte Anwalt Joachim Steinhöfel der Deutschen Presse-Agentur.Zuvor hatte die "Welt" über das Schreiben berichtet.
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Elon Musk geht gegen ZDF-Bericht zu Belfast-Krawallen vor
Auslöser ist eine Sendung des öffentlich-rechtlichen Senders, in der behauptet wurde, Musk habe im Zusammenhang mit den gewaltsamen Ausschreitungen in Nordirland zu einer "Jagd auf Migranten" aufgerufen. Musk zufolge sei die Behauptung unwahr.
Was das ZDF tatsächlich sendete
In der Ausgabe von "ZDF heute live" am 12. Juni leitete die Moderatorin einen Beitrag über die Unruhen in Belfast mit deutlichen Worten ein: Ein brutaler Mordversuch sei gefilmt und viral gegangen, woraufhin ein "rassistischer Mob" Jagd auf Migranten gemacht habe. "Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk", hieß es wörtlich.
Die rund halbstündige Sendung widmete sich der Frage, welche Rolle Musks Beiträge bei den Protesten spielten. Konkrete Belege für einen direkten Aufruf zur "Jagd auf Migranten" präsentierte der Sender jedoch nicht. Gezeigt wurde lediglich ein Post, in dem Musk zu wiederholtem und lautem Widerstand aufrief.
ZDF räumt missverständliche Formulierung ein
Auf Nachfrage des Online-Portals "Nius" räumte ein Sprecher des Senders die problematische Wortwahl ein. Die Moderation habe die Gemengelage aus gewaltsamen Protesten und vorherigen Aufrufen auf X "pointiert zusammenfassen" sollen. "Die gewählte Formulierung war aber unpräzise und dadurch missverständlich", so die Erklärung. Einem Bericht der "Bild" zufolge habe der Sender die Anmoderation vor dem umstrittenen Elon-Musk-Beitrag zudem "aus rechtlichen Gründen" gekürzt.
Reichelt attackiert ZDF – Musk reagiert sofort
Zuvor hatte "Nius"-Chefredakteur Julian Reichelt die Berichterstattung auf X scharf attackiert und das ZDF als "Festung der Lügen" bezeichnet. Der frühere "Bild"-Chef sprach von "Propaganda-Lügen" und "blanken Lügen" – und forderte gar, den öffentlich-rechtlichen Sender zu "zerschlagen". Musk reagierte direkt auf Reichelts Beitrag mit seiner Ankündigung rechtlicher Schritte.
Welche Rolle spielte Musk tatsächlich bei den Belfast-Protesten?
Der X-Eigentümer hatte in der vergangenen Woche Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK weiterverbreitet. An seine 240 Millionen Follower schrieb er: "Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern."
Die medienkritische Organisation "Center for Countering Digital Hate" aus London bezifferte die durch Musks Weiterverbreitung generierten Aufrufe auf 64 Millionen. Nach Einschätzung der Forscher war dies entscheidend, um die Proteste in Belfast und anderen nordirischen Städten anzufachen. Auslöser der Ausschreitungen war ein Video eines brutalen Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wurde.
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sba/news.de/dpa/stg
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