Donald Trump: Mit dieser Schimpftirade stolpert "The Don" über eigene Widersprüche

Donald Trump wird bei seinen verbalen Angriffen auf seine Widersacher schnell persönlich - im Falle von James Talarico zielte der US-Präsident direkt unter die Gürtellinie, um seine Verachtung für den Demokraten aus Texas auszudrücken.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Unflätige Schimpftiraden gegen seine politischen Widersacher sind Donald Trumps liebster Zeitvertreib bei "Truth Social" - diesmal hat der US-Präsident den Demokraten James Talarico als Opfer auserkoren. (Foto) Suche
Unflätige Schimpftiraden gegen seine politischen Widersacher sind Donald Trumps liebster Zeitvertreib bei "Truth Social" - diesmal hat der US-Präsident den Demokraten James Talarico als Opfer auserkoren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump beleidigt texanischen Demokraten James Talarico
  • US-Präsident zielt in Wut-Post gegen Senatskandidaten unter die Gürtellinie
  • Weil er Veganer ist: James Talarico als Witzfigur verhöhnt

Donald Trump ist bekanntlich alles andere als zurückhaltend, wenn es darum geht, mit unflätigen Beschimpfungen um sich zu werfen und seine politischen Widersacher zu beleidigen - am liebsten nutzt der US-Präsident dafür seinen Account bei "Truth Social". Am Morgen des 27. Mai 2026 setzte "The Don" erneut zu einer Schimpftirade an, mit der er Bezug auf die jüngst durchgeführten Senatsvorwahlen im US-Bundesstaat Texas nahm.

Donald Trump tobt wieder - diesmal gegen den Demokraten James Talarico in Texas

Bevor die eigentlichen Senatswahlen in Texas im Rahmen der Midterms im November 2026 über die Bühne gehen, konnte sich bei den Vorwahlen der von Donald Trump unterstützte Generalstaatsanwalt Ken Paxton gegen den bisherigen Amtsinhaber John Cornyn durchsetzen. Für Donald Trump ein Wahlergebnis, das dem US-Präsident eine ungewohnt freundliche Gratulation entlockte - doch dafür bekam der demokratische Gegenkandidat James Talarico umso heftiger sein Fett weg.

Demokratischer Senatskandidat als Witzfigur verhöhnt - weil er Veganer ist

In seinem bei "Truth Social" abgesetzten Post schimpfte Donald Trump wie ein Rohrspatz gegen seinen Widersacher und zielte direkt unter die Gürtellinie. Dabei fiel der Name "James Talarico" kein einziges Mal, denn Donald Trump hatte den Demokraten kurzerhand in "Alfred E. Newman" umgetauft - jene Comic-Witzfigur mit überdimensionaler Zahnlücke, die seit jeher vom Titelblatt des "Mad"-Magazins grinst.

US-Präsident rechnet nach Vorwahlen in Texas mit Demokrat Talarico ab

In gewohnt abschätziger Manier bezeichnete der Präsident James Talarico als "den schlechtesten TEXAS-Kandidaten, den ich je gesehen habe". Doch damit nicht genug: Talarico sei Trump zufolge ein "starker Befürworter offener Grenzen", "schwach bei Kriminalität" und glaube, "dass es sechs Geschlechter gibt". Zudem sei er "beleidigend gegenüber Jesus Christus", werde "niemals das Militär unterstützen" und habe "bis vor kurzem" Masken getragen. Der finale Anklagepunkt: Talarico sei "ein Veganer, der Fleisch nicht mag" – laut Trump "nicht gerade ein guter Weg", um in Texas eine Wahl zu gewinnen.

Donald Trump stolpert in Wut-Post über eigene Widersprüche

Die Anschuldigungen des Präsidenten entbehren nicht einer gewissen Ironie, wie "The Daily Beast" anmerkt. Während Trump seinen Gegner als "schwach bei Kriminalität" brandmarkt, hat er selbst mehr als 1.500 Randalierer begnadigt, die am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt hatten. Auch der Vorwurf, Talarico sei "beleidigend gegenüber Jesus Christus", wirft Fragen auf. Erst im vergangenen Monat hatte Trump selbst ein durch künstliche Intelligenz generiertes Bild von Jesus Christus veröffentlicht – ein Schritt, der von Kritikern als Entweihung des religiösen Symbols gewertet wurde.

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