Ukraine-Krieg aktuell: Großes Zerstörungspotenzial – neue Drohnen werden Putins Truppen gefährlich
Die Ukraine ändert den Verlauf in der Ukraine. Mit eigenen Innovationen wehrt sie Russlands Angriffe ab und geht zum Gegenschlag über. Dabei kommen auch neue Drohnen zum Einsatz. Diese zerstören russische Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Neue Drohnen zerstören russische Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit
- Innovative Gleitbomben können stark befestigte Ziele treffen
- Ukraine ändert Dynamik an der Front
- Wladimir Putins Armee zeigt Schwächen
Die Ukraine hat einen bedeutenden technologischen Durchbruch erzielt, der das Kräfteverhältnis an der Front nachhaltig verändern könnte. Das ukrainische Militär setzt auf zwei eigenproduzierte Waffen: eine Drohne und eine Gleitbombe. Damit könnten die ukrainischen Truppen der russischen Offensive erheblich schaden.
Neue Ukraine-Drohne zerstört Ziele mit bis zu 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit"
Um die Abwehrfähigkeit zu verbessern, setzen ukrainische Streitkräfte an der Front auf die P1-Sun. Diese wendige First-Person-View-Drohne (FPV) kann mit Sprengstoff von bis zu 450 bis 500 Gramm bestückt werden. Sie ermöglicht einen schnellen Einsatz. Einmal in Betrieb kann die bis zu 300 Kilometer schnelle Drohne ihr Ziel "mit 99- bis 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit" zerstören, erklärte der stellvertretende Kommandant einer Drohneneinheit gegenüber "t-online". Die Sprengstoffladung darf aber nicht zu hoch sein, um die Geschwindigkeit nicht zu beeinträchtigen. Zum Einsatz kommen weitere Abfangdrohnen mit Flügeln. Einer der wichtigsten Vorteile sei für den Kommandanten, dass sie "im Grunde nicht abgeschossen werden" können. Zudem kosten diese unbemannten Flugobjekte mit 2.000 Euro weniger als zum Beispiel Shahed-Drohnen. Igor Sushko von dem Think Tank "Wind of Change" berichtete ebenfalls über die Neuerungen. Seinen Berichten nach arbeiten die Drohnen mit KI. "Die Ukraine hat neue Drohnen mit künstlicher Intelligenz entwickelt, die noch effektiver darin sind, Russen auszuschalten. Der Sprengstoff wird aus der Ferne mit höchster Präzision gelenkt", schrieb er auf der Plattform X. Diese Waffe soll laut seinem Beitrag einen russischen Soldaten angegriffen haben. Eine offizielle Bestätigung liegt aber nicht vor.
Diese Drohnen lassen sich gezielt einsetzen, zum Beispiel gegen Panzer oder FPV-Piloten. Diese Technik hat aber kleine Schwächen. Doch die Verantwortlichen passen sich an und reagieren schnell auf Probleme.
Gleitbomben gegen Putins Soldaten
Die Ukraine will künftig auf eine weitere Neuheit setzen. Wie das "Institute for the Study of War" am 18. Mai berichtet, gab der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov bekannt, dass ein heimisches Verteidigungsunternehmen die erste eigenständig produzierte geführte Gleitbombe (KAB) entwickelt und erfolgreich getestet hat. Mit einer Nutzlast von 250 Kilogramm ist sie in der Lage, Ziele in einer Entfernung von zehn Kilometern vom Startpunkt aus zu zerstören. Während die ukrainischen Streitkräfte bisher vor allem Drohnen einsetzten, um russische Logistik auf taktischer und operativer Ebene zu stören, ermöglicht die Gleitbombe nun Angriffe auf deutlich stärker befestigte Ziele mit einer massiv erhöhten Sprengkraft. Dadurch können ukrainische Truppen ihre Gegner im Hinterland besser bekämpfen. Zugleich schützen sie ihre eigene Luftwaffe. Angesichts begrenzter Flugzeugbestände ist die Ukraine gezwungen, ihre wertvollen Luftressourcen zu schonen. Die Gleitbomben erlauben es, Ziele aus zehn Kilometern anzugreifen, ohne die Flugzeuge direkt der russischen Luftabwehr auszusetzen – eine Taktik, die Russland bereits seit Längerem erfolgreich praktiziert und die die Ukraine nun adaptiert.
Kann die Ukraine mit neuen Waffen den Ukraine-Krieg verändern?
Die Ukraine schafft es mit ihren Innovationen, Gebiete zu schützen und gezielt anzugreifen. Bislang haben sich russische Truppen Schutzzonen aufgebaut. Diese könnten Drohnen oder Gleitbomben überwinden. Derzeit kämpft Russlands Militär mit seiner Offensive. Zahlreiche Probleme sollen an der Front sichtbar sein. Demnach erobern sie kaum Gebiete und die Wirtschaft strauchelt. Der Kreml steht unter Druck durch gezielte Gegenschläge - zum Beispiel auf die Öl-Infrastruktur. Während die Ukraine flexibel reagiert, werden die Schwächen der russischen Armee laut dem früheren Navy Seal Chuck Pfarrer immer deutlicher.
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bos/bua/news.de
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