Iran-Operation "Epic Fury" beendet: Donald Trump kassiert "epische Niederlage" nach Minister-Aussage
Dass Donald Trumps Außenminister Marco Rubio das Ende der US-Operation "Gewaltiger Zorn" und damit des Iran-Krieges verkündete, macht Ex-US-Botschafter Michael McFaul fassungslos. Sein Fazit: Für Donald Trump ist die "epische Niederlage" besiegelt.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- US-Außenminister Marco Rubio verkündet Ende von "Operation Gewaltiger Zorn" im Iran-Krieg
- Ex-Botschafter in Russland entsetzt nach Aussage von Trump-Minister
- "Epische Niederlage" für Donald Trump? Früherer US-Botschafter rechnet ab
Dass der US-amerikanische Außenminister Marco Rubio am 5. Mai vor die Presse trat und die von den US-Streitkräften Ende Februar 2026 im Iran begonnene Operation "Epic Fury" ("Gewaltiger Zorn") für beendet erklärte, sorgt bei früheren Insidern der US-Regierung für fassungsloses Stirnrunzeln. Scharfe Kritik an Rubios Aussage, der Iran-Krieg sei faktisch vorbei, kam beispielsweise von Michael McFaul, seines Zeichens früherer US-Botschafter in Russland, der sich bei X (vormals Twitter) zu Wort meldete.
Trump-Minister Rubio erklärt Iran-Operation "Epic Fury" für beendet - ist der Iran-Krieg damit vorbei?
Marco Rubios Verlautbarung drehte sich um das Ende des US-Militäreinsatzes gegen den Iran. "Die Operation 'Gewaltiger Zorn' ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht", erklärte er bei einem Pressebriefing im Weißen Haus. Präsident Donald Trump habe den Kongress bereits über diesen Schritt informiert.
Marco Rubio: “The operation is over - Epic Fury. We are done with that stage of it. We’re now on to this project of freedom”
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) May 5, 2026
Wait, what? pic.twitter.com/YVqbqYqsQY
Doch diese Darstellung stößt auf massiven Widerspruch. Michael McFaul reagierte mit deutlichen Worten auf Rubios Aussagen. Nicht nur bei X, auch in der Sendung "Morning Joe" bezeichnete er die Erklärung als "epische Niederlage" und zeigte sich "völlig schockiert" über das Vorgehen der Regierung.
I am still shocked that Secretary Rubio announced that "The operation is over - Epic Fury,"
— Michael McFaul (@McFaul) May 6, 2026
without achieving any of their war objectives: (1) no removal of enriched uranium and elimination forever of Iran's nuclear program, (2) no constraints on missile production, (3) no end of…
Ex-Botschafter rechnet mit "epischer Niederlage" für Donald Trump ab
McFaul äußerte sich laut"Raw Story" fassungslos über den Auftritt des Außenministers. "Als ich es in irgendeinem Feed sah, konnte ich nicht glauben, dass er dort stand – allein, nicht mit dem Präsidenten – und das Ende des Krieges verkündete", sagte der frühere Diplomat. Besonders kritisierte er, dass keines der ursprünglich formulierten Ziele erreicht worden sei. Der Ex-Botschafter bemängelte vor allem das Fehlen eines echten Atomabkommens. Stattdessen gebe es lediglich eine Absichtserklärung für künftige Verhandlungen – ein einseitiges Memorandum auf einer einzigen Seite. Dies sei nicht zu verteidigen.
Kriegsziele verfehlt, kein Atomabkommen - doch Trumps Minister verkündet Ende von Iran-Einsatz
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Der frühere Diplomat wagte eine deutliche Vorhersage: "Das ist eine epische Niederlage. Ich werde sogar eine Prognose abgeben: Ich denke, sie ist so gewaltig, dass sie sie rückgängig machen werden." Die Trump-Regierung werde erkennen, dass diese Position unhaltbar sei, und der Präsident werde seine Meinung erneut ändern. Besonders schwer wiegt nach McFauls Einschätzung das Scheitern beim zentralen Thema der nuklearen Fähigkeiten des Iran. Anstelle eines verbindlichen Abkommens existiere nur die Zusage, in Zukunft zu verhandeln – festgehalten in einem einseitigen Memorandum. Für den erfahrenen Diplomaten ist dies völlig unzureichend.
Operation "Gewaltiger Zorn": Donald Trump setzte mit Militärschlag Iran-Krieg in Gang
Die USA hatten die Operation "Gewaltiger Zorn" am 28. Februar 2026 gestartet. Seit dem 7. April gilt eine Waffenruhe zwischen beiden Ländern, seitdem kam es zu keinen weiteren Gefechten. Vergangenen Freitag hatte Trump dem Kongress schriftlich mitgeteilt, dass die Feindseligkeiten beendet seien.
Diese Interpretation des Konflikts hat strategische Bedeutung: Die Regierung sieht sich dadurch in der Lage, ohne parlamentarische Zustimmung weiterhin im Nahen Osten zu agieren. Als nächsten Schritt kündigte Rubio das "Projekt Freiheit" an. Damit wollen die USA die Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr und den globalen Ölhandel öffnen.
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