Donald Trump nach mutmaßlichem Attentat: "Fühle mich wie eine Piñata!" US-Präsident nutzt Anschlag für eigene Zwecke
In weniger als zwei Jahren wurden drei Attentate auf Donald Trump verübt - dem US-Präsidenten vermittelt die Häufung das Gefühl, er sei "eine Piñata" und stehe mit historischen Vorgängern wie Abraham Lincoln auf einer Stufe.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Donald Trump nutzt mutmaßliches Attentat in Washington für eigene Zwecke aus
- "The Don" fühlt sich nach wiederholten Attentatsversuchen "wie eine Piñata"
- Anschlagsversuche auf US-Präsident häufen sich - wie echt sind die Vorfälle?
Beim White House Correspondents' Dinner kam es am 25. April 2026 zu einem dramatischen Zwischenfall: Ein bewaffneter Mann eröffnete das Feuer auf einen Secret-Service-Agenten, bevor er überwältigt und festgenommen werden konnte. Donald Trump und First Lady Melania wurden umgehend von der Bühne im Washington Hilton Hotel in Sicherheit gebracht und blieben unverletzt - trotzdem schlachtet der US-Präsident den Vorfall als versuchten Anschlag auf sein Leben aus und barmt nach Mitleid.
Bewaffneter Mann feuert Schüsse bei Trump-Dinner ab - Ermittlungen zu Hintergründen laufen
Die Behörden identifizierten den Verdächtigen als Cole Tomas Allen, einen 31-Jährigen aus Torrance in Kalifornien. Nach Angaben der Ermittler versuchte Allen, mit Schusswaffen und Messern bewaffnet, die Sicherheitsabsperrung im Inneren des Hotels zu durchbrechen. An einem Kontrollpunkt feuerte er mit einer Schrotflinte auf einen Agenten des Secret Service. Der getroffene Beamte erlitt keine schweren Verletzungen – die Kugel traf seine Schutzweste. Allen wurde noch vor Ort festgenommen. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern an.
Donald Trump packt nach mutmaßlichem Attentat aus und gibt Details preis
Der Präsident machte es seinen Leibwächtern nach eigenen Angaben nicht leicht. In einem Interview mit "60 Minutes" schilderte Donald Trump, dass er zunächst stehenbleiben und die Situation beobachten wollte. "Ich sagte: 'Moment mal, ich will sehen'", erklärte er dem Sender. Statt sich sofort in Deckung zu begeben, stand der US-Präsident auf und drehte sich um. Er bewegte sich zwar gebückt in Richtung Ausgang, wollte aber nicht zu schnell verschwinden. Erst als die Agenten ihn aufforderten, sich auf den Boden zu legen, kam er der Anweisung nach. Auch Melania Trump ging zu Boden.
"The Don" fühlt sich nach wiederholten Attentatsversuchen "wie eine Piñata"
Gegenüber Fox News scherzte der Präsident über die Häufigkeit der Anschläge auf ihn: "Ich fühle mich wie eine Piñata", sagte Trump in einem Telefon-Interview mit Peter Doocy. Die Schutzweste des getroffenen Agenten verhinderte schwere Verletzungen, wie Trump bestätigte.
US-Präsident stellt sich auf eine Stufe mit getöteten Amtsvorgängern und nutzt Vorfall für eigene Zwecke
Nur eine halbe Stunde nach den Schüssen trat Donald Trump vor die Presse. Dort zog er eine historische Parallele: Er habe sich intensiv mit Attentaten beschäftigt und dabei festgestellt, dass die einflussreichsten Persönlichkeiten ins Visier genommen würden. "Schauen Sie sich Abraham Lincoln an", sagte Trump bezugnehmend auf den ersten US-Präsidenten, der 1865 im Amt ermordet wurde. Wer wenig bewirke, werde nicht angegriffen. Der Präsident deutete den Vorfall als Beleg für den Erfolg seiner Amtszeit. Er selbst sei zweifellos das Ziel gewesen. Die Präsidentschaft bezeichnete er als "gefährlichen Beruf" und verwies auf die zunehmende politische Gewalt in den USA und weltweit. "Kein Land ist immun", warnte Trump. Gleichzeitig äußerte er Verachtung für den Täter: "Ich hasste es, dass ein Typ wie dieser – ein kranker, schlechter Mensch – den Kurs unseres Landes verändern wollte."
Donald Trump plötzlich versöhnlich - diese Töne kennt man von "The Don" nicht
In einer für ihn untypischen Weise rief Trump die Amerikaner zur Überwindung ihrer Differenzen auf. "Wir müssen unsere Meinungsverschiedenheiten beilegen", erklärte der Präsident, der sonst für seinen kämpferischen politischen Stil bekannt ist. Donald Trump hob den Zusammenhalt im Saal nach dem Vorfall hervor. Republikaner, Demokraten, Unabhängige, Konservative, Liberale und Progressive seien alle anwesend gewesen. "Es gab eine enorme Menge an Liebe und Zusammenhalt. Ich habe zugeschaut und war sehr, sehr beeindruckt davon", sagte er. Hätte die Veranstaltung fortgesetzt werden können, hätte er seine geplante Rede geändert und stattdessen "eine Rede der Liebe" gehalten, so Trump. "Aber ich hatte keine Gelegenheit dazu", fügte er hinzu. "Wahrscheinlich war es besser so. Ich weiß es nicht."
Dritter Anschlagsversuch auf Donald Trump in weniger als zwei Jahren schürt Misstrauen
Der Verdächtige erwarb seine Waffen auf legalem Weg. Allen kaufte im Oktober 2023 eine halbautomatische Pistole im Kaliber .38 und zwei Jahre später eine Schrotflinte. Trump erklärte gegenüber Fox News, dass der Täter ein Manifest verfasst habe: "Wenn man sein Manifest liest, hasst er Christen." Für den Präsidenten war es bereits der dritte Anschlagsversuch seit Juli 2024 - auch wenn Stimmen laut wurden, der Vorfall in Washington sei eine Inszenierung gewesen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, wurde Trump am 13. Juli 2024 am rechten Ohr verletzt, als ein Schütze acht Schüsse auf ihn abfeuerte. Ein Zuschauer starb, zwei weitere wurden schwer verletzt. Nur zwei Monate später, am 15. September 2024, wurde ein bewaffneter Mann auf Trumps Golfplatz in West Palm Beach entdeckt und später zu lebenslanger Haft verurteilt. Die "Washington Post" berichtete, dass die Trump-Regierung für das Correspondents' Dinner ein geringeres Sicherheitsniveau bereitgestellt habe als bei anderen Veranstaltungen mit hochrangigen Amtsträgern.
Weitere Beiträge zum Thema gibt's hier:
- First Lady schlägt gegen "Feigling" zurück - jetzt sollen Köpfe rollen
- Mutmaßliches Attentat schürt neue Verschwörungstheorien um "The Don"
- "The Don" war völlig ahnungslos - Melania erkannte die Gefahr sofort
- US-Präsident überraschend abgetaucht - was hat "The Don" zu verbergen?
- König Charles III. bei Trump-Besuch in Lebensgefahr? Palast meldet sich zu Wort
loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.