Donald Trump verspottet: Kalifornien-Gouverneur krönt Trump zum "König des Schwachsinns"

Das Weiße Haus feiert Trump und König Charles als "Two Kings" – Kaliforniens Gouverneur Newsom nutzte diese Steilvorlage für bitterbösen Spott und ein Foto veröffentlicht, das dem US-Präsidenten gar nicht gefallen dürfte.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump sonnte sich beim Staatsbesuch von König Charles III. ausgiebig im royalen Glanz seines Gastes. (Foto) Suche
Donald Trump sonnte sich beim Staatsbesuch von König Charles III. ausgiebig im royalen Glanz seines Gastes. Bild: picture alliance/dpa/AP photo | Alex Brandon
  • Donald Trump lässt sich als König neben Charles III. feiern
  • Gavin Newsom kontert mit bitterbösem Spott
  • Kalifornien-Gouverneur krönt US-Präsident zum "König des Schwachsinns"

Das Weiße Haus setzte am Dienstag auf royale Symbolik: Anlässlich des Staatsbesuchs von König Charles III. veröffentlichte die Regierung in den sozialen Netzwerken ein Foto der beiden Staatsmänner mit der Bildunterschrift "TWO KINGS" – garniert mit einem Kronen-Emoji.

Donald Trump verspottet als "König des Schwachsinns"

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom ließ diese Steilvorlage nicht ungenutzt. Über den offiziellen Presseaccount seines Büros auf X teilte er das Bild erneut und versah Trump mit einem weniger schmeichelhaften Titel: "Einer ist der König des Vereinigten Königreichs. Und der andere ist der König des Schwachsinns."

Der 79-jährige Trump hatte den 77-jährigen britischen Monarchen zu einem Dinner im Weißen Haus empfangen – im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit im Juli.

Gavin Newsom kontert Donald Trumps Selbstinszenierung mit gnadenlosem Spott

Doch der kalifornische Gouverneur beließ es nicht bei verbalen Spitzen. Das US-Außenministerium hatte kürzlich eine limitierte Sonderedition des amerikanischen Reisepasses vorgestellt, die anlässlich des 250-jährigen Jubiläums Trumps Konterfei und Unterschrift in charakteristischem Gold zeigt. Newsom gestaltete diesen Pass kurzerhand um – und ersetzte das offizielle Motiv durch ein Foto von Trump gemeinsam mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der Präsident hat sich wiederholt von seinem früheren Bekannten distanziert und jegliches Fehlverhalten bestritten. Die Verbindung zwischen den beiden Männern bleibt dennoch ein politisch brisantes Thema.

"Ich bin kein König" – Trump wehrt sich im "60 Minutes"-Interview

In einem Interview mit dem Sender "60 Minutes" am Sonntag wies Trump den royalen Vergleich allerdings selbst zurück. "Ich bin kein König, wenn ich ein König wäre, würde ich mich nicht mit Ihnen abgeben", erklärte er Reporterin Norah O'Donnell. Auch zur Epstein-Verbindung äußerte sich der Präsident. Als O'Donnell ihn mit Vorwürfen konfrontierte, reagierte Trump gereizt: "Ich bin kein Pädophiler. Entschuldigung. Entschuldigung. Ich bin kein Pädophiler. Sie lesen diesen Mist von irgendeiner kranken Person vor?" Trump behauptete erneut, die Veröffentlichung der Epstein-Akten habe ihn vollständig entlastet. "Ich habe nichts zu verbergen", betonte er. "Ich wurde völlig entlastet."

Millionen bei "No Kings"-Protesten gegen Trump

Der verbale Schlagabtausch zwischen Newsom und dem Weißen Haus fällt in eine politisch aufgeladene Zeit. Millionen Menschen hatten zuletzt bei landesweiten "No Kings"-Demonstrationen gegen den Präsidenten und seine Regierung protestiert. Die Bezeichnung Trumps als "König" durch sein eigenes Kommunikationsteam dürfte diese Kritiker kaum besänftigen.

Auf Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (li.) ist Donald Trump seit jeher nicht gut zu sprechen. (Foto) Suche
Auf Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (li.) ist Donald Trump seit jeher nicht gut zu sprechen. Bild: picture alliance/dpa | Evan Vucci

Der Besuch von König Charles diente offiziell der Pflege der britisch-amerikanischen Beziehungen im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA im Juli. Für Newsom, der als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat gehandelt wird, bot der Anlass eine willkommene Bühne für seine Attacken gegen Trump.

Auch diese Beiträge zum Royals-Staatsbesuch in den USA sind einen Blick wert:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.