Donald Trump verspottet: Kalifornien-Gouverneur krönt Trump zum "König des Schwachsinns"
Das Weiße Haus feiert Trump und König Charles als "Two Kings" – Kaliforniens Gouverneur Newsom nutzte diese Steilvorlage für bitterbösen Spott und ein Foto veröffentlicht, das dem US-Präsidenten gar nicht gefallen dürfte.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump lässt sich als König neben Charles III. feiern
- Gavin Newsom kontert mit bitterbösem Spott
- Kalifornien-Gouverneur krönt US-Präsident zum "König des Schwachsinns"
Das Weiße Haus setzte am Dienstag auf royale Symbolik: Anlässlich des Staatsbesuchs von König Charles III. veröffentlichte die Regierung in den sozialen Netzwerken ein Foto der beiden Staatsmänner mit der Bildunterschrift "TWO KINGS" – garniert mit einem Kronen-Emoji.
Donald Trump verspottet als "König des Schwachsinns"
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom ließ diese Steilvorlage nicht ungenutzt. Über den offiziellen Presseaccount seines Büros auf X teilte er das Bild erneut und versah Trump mit einem weniger schmeichelhaften Titel: "Einer ist der König des Vereinigten Königreichs. Und der andere ist der König des Schwachsinns."
One is the King of the UK
— Governor Newsom Press Office (@GovPressOffice) April 28, 2026
And the other is the King of Bullshit https://t.co/Ik0MVVeiNk
Der 79-jährige Trump hatte den 77-jährigen britischen Monarchen zu einem Dinner im Weißen Haus empfangen – im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit im Juli.
Gavin Newsom kontert Donald Trumps Selbstinszenierung mit gnadenlosem Spott
Doch der kalifornische Gouverneur beließ es nicht bei verbalen Spitzen. Das US-Außenministerium hatte kürzlich eine limitierte Sonderedition des amerikanischen Reisepasses vorgestellt, die anlässlich des 250-jährigen Jubiläums Trumps Konterfei und Unterschrift in charakteristischem Gold zeigt. Newsom gestaltete diesen Pass kurzerhand um – und ersetzte das offizielle Motiv durch ein Foto von Trump gemeinsam mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der Präsident hat sich wiederholt von seinem früheren Bekannten distanziert und jegliches Fehlverhalten bestritten. Die Verbindung zwischen den beiden Männern bleibt dennoch ein politisch brisantes Thema.
"Ich bin kein König" – Trump wehrt sich im "60 Minutes"-Interview
In einem Interview mit dem Sender "60 Minutes" am Sonntag wies Trump den royalen Vergleich allerdings selbst zurück. "Ich bin kein König, wenn ich ein König wäre, würde ich mich nicht mit Ihnen abgeben", erklärte er Reporterin Norah O'Donnell. Auch zur Epstein-Verbindung äußerte sich der Präsident. Als O'Donnell ihn mit Vorwürfen konfrontierte, reagierte Trump gereizt: "Ich bin kein Pädophiler. Entschuldigung. Entschuldigung. Ich bin kein Pädophiler. Sie lesen diesen Mist von irgendeiner kranken Person vor?" Trump behauptete erneut, die Veröffentlichung der Epstein-Akten habe ihn vollständig entlastet. "Ich habe nichts zu verbergen", betonte er. "Ich wurde völlig entlastet."
Donald Trump on 60 minutes:
— Power to the People ☭???? (@ProudSocialist) April 27, 2026
“I'm not a rapist. I'm not a pedophile.”
Norah O'Donnell: “Oh, did you think he was referring to you?”
Oh she got his ass good! Thou doth protest too much Donald. We know what you are! pic.twitter.com/C0x0kcT2Nq
Millionen bei "No Kings"-Protesten gegen Trump
Der verbale Schlagabtausch zwischen Newsom und dem Weißen Haus fällt in eine politisch aufgeladene Zeit. Millionen Menschen hatten zuletzt bei landesweiten "No Kings"-Demonstrationen gegen den Präsidenten und seine Regierung protestiert. Die Bezeichnung Trumps als "König" durch sein eigenes Kommunikationsteam dürfte diese Kritiker kaum besänftigen.
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Der Besuch von König Charles diente offiziell der Pflege der britisch-amerikanischen Beziehungen im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA im Juli. Für Newsom, der als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat gehandelt wird, bot der Anlass eine willkommene Bühne für seine Attacken gegen Trump.
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loc/news.de/stg
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