Donald Trump schlägt zurück: Diesen Ukraine-Affront von Prinz Harry ließ "The Don" nicht unkommentiert

Während sich sein Vater König Charles III. zum Staatsbesuch in den USA aufmacht, reiste Prinz Harry in die kriegsgebeutelte Ukraine - und sorgte mit wenigen Worten für Empörung bei Donald Trump. Der US-Präsident schlug prompt gegen Harry zurück.

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Donald Trump hat eine Schwäche für die britischen Royals - auf Prinz Harry ist der US-Präsident allerdings nicht gut zu sprechen. (Foto) Suche
Donald Trump hat eine Schwäche für die britischen Royals - auf Prinz Harry ist der US-Präsident allerdings nicht gut zu sprechen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump attackiert Prinz Harry nach überraschender Reise in die Ukraine
  • Britischer Königssohn mischt sich in die Weltpolitik ein - und erzürnt US-Präsident
  • Prinz Harry stichelt gegen Donald Trump kurz vor US-Staatsbesuch von König Charles III.

Am Montag, dem 27. April, werden König Charles III. und Königin Camilla zum Staatsbesuch in den USA erwartet - US-Präsident Donald Trump, selbst erklärter Fan des britischen Königshauses, ist bereits in heller Vorfreude auf seine royalen Gäste. Nur auf ein Mitglied des Windsor-Clans ist "The Don" aktuell nicht gut zu sprechen: Die Rede ist von Prinz Harry, dem jüngeren Sohn von König Charles III.

Prinz Harry verärgert Donald Trump auf Ukraine-Reise - US-Präsident schlägt zurück

Der Herzog von Sussex, als der Harry auch bekannt ist, reiste nämlich jüngst überraschend in die Ukraine, die seit mehr als vier Jahren von Russland mit einem erbitterten Angriffskrieg überzogen wird. Im Kriegsgebiet wagte Prinz Harry einen für einen Royal höchst ungewöhnlichen Schritt: Er wandte sich einerseits direkt an Wladimir Putin mit der Aufforderung, den Krieg zu beenden und richtete das Wort andererseits auch an US-Präsident Donald Trump, wie die britische "Sun" zitierte.

Bei einer Rede auf dem Kiewer Sicherheitsforum erklärte der 41-Jährige: "Präsident Putin, kein Land profitiert von dem andauernden Verlust von Menschenleben, den wir beobachten." Es sei noch Zeit, das Blutvergießen zu stoppen und weiteres Leid für Ukrainer wie Russen zu verhindern, so der Herzog von Sussex. Nach Jahren des Krieges mit enormen Verlusten und begrenzten Gewinnen werde immer deutlicher, dass dieser Weg keinen Sieg bringe – nur weitere Opfer.

Für den jüngeren Sohn von König Charles III. ist es bereits der dritte Besuch in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022. Während sich Mitglieder der britischen Königsfamilie üblicherweise aus politischen Angelegenheiten heraushalten, bezog Harry unmissverständlich Stellung.

Prinz Harry in der Ukraine: Plötzlich stellt der Ex-Royal Forderungen an Donald Trump

Prinz Harry richtete sich in seiner Rede auch direkt an die US-Regierung von Donald Trump. Jetzt sei der Moment, in dem Amerika Führungsstärke beweisen müsse – ein Moment, in dem die Vereinigten Staaten zeigen könnten, dass sie ihren internationalen Vertragsverpflichtungen nachkommen. Nicht aus Wohltätigkeit, sondern aufgrund ihrer dauerhaften Rolle für globale Sicherheit und strategische Stabilität. Der Herzog von Sussex betonte dabei, nicht als Politiker in die Ukraine gekommen zu sein. "Ich bin hier als Soldat, der weiß, was es bedeutet, zu dienen, als humanitärer Helfer, der die menschlichen Kosten von Konflikten gesehen hat, und als Freund der Ukraine", erklärte er. Die Welt dürfe sich nicht an diesen Krieg gewöhnen oder gegenüber seinen Folgen abstumpfen. Der Hintergrund: Harry diente zehn Jahre in der britischen Armee und absolvierte zwei Einsätze in Afghanistan. Er habe dort erlebt, wie Stärke in Konflikten aussehe – und sehe diese Stärke nun auch in der Ukraine.

Donald Trump giftet gegen Prinz Harry - auch Herzogin Meghan bekommt ihr Fett weg

Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. US-Präsident Donald Trump setzte am Abend des 23. April im Weißen Haus zum Gegenangriff an. Auf eine Reporterfrage zu Harrys Äußerungen erkundigte er sich zunächst spöttisch: "Wie geht es ihm? Wie geht es seiner Frau? Bitte richten Sie ihr meine Grüße aus." Dann wurde Trump deutlicher: "Ich weiß nur eines: Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich, das ist sicher." Er selbst tue dies wohl eher als der Prinz, fügte der Präsident hinzu. "Aber ich weiß seinen Rat sehr zu schätzen."

Prinz Harrys Ukraine-Affront wirft dunklen Schatten auf US-Staatsbesuch von König Charles

Der Zeitpunkt von Harrys Ukraine-Auftritt könnte kaum heikler sein. In wenigen Tagen werden König Charles III. und Königin Camilla zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in der amerikanischen Hauptstadt erwartet. Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach sein hervorragendes Verhältnis zum britischen Monarchen hervorgehoben.

Dass ausgerechnet jetzt der abtrünnige Sohn des Königs die US-Regierung öffentlich kritisiert, dürfte in London für Stirnrunzeln sorgen. Denn Harry handelt längst nicht mehr im Namen der Krone. Der Herzog von Sussex und seine Frau Meghan haben sich vor über sechs Jahren vom engeren Kreis der königlichen Familie losgesagt und leben seither mit ihren Kindern Archie und Lilibet in Kalifornien. Während Harry auf eigene Faust durch Kriegsgebiete reist, pflegt sein Vater die diplomatischen Beziehungen auf traditionellem Weg – zuletzt empfing Charles den ukrainischen Präsidenten Selenskyj auf seinem Landsitz Sandringham.

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