Wladimir Putin: Letzte Option für den Kremlchef? Ukraine-Kommandant warnt vor Atomschlag

Wird Wladimir Putin im Ukraine-Krieg zu Atomwaffen greifen? Die Sorge vor einem solchen Schritt des Kremlchefs bleibt groß. Ein ukrainischer Militärkommandant glaubt, dass der russische Präsident in einem bestimmten Fall dazu bereit ist.

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Laut einem ukrainischen Kommandanten könnte Wladimir Putin zu taktischen Atomwaffen greifen. (Foto) Suche
Laut einem ukrainischen Kommandanten könnte Wladimir Putin zu taktischen Atomwaffen greifen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
  • Ukrainischer Kommandant hält russischen Atomwaffen-Einsatz für möglich
  • Wladimir Putin könnte laut Roman Kostenko zu taktischen Atomwaffen im Ukraine-Krieg greifen, wenn er seine Niederlage erkennt
  • Mögliche Ziele eines Nuklearschlags seien unter anderem Militärbasen, Entscheidungszentren und ukrainische Großstädte

Nachdem der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew öffentlich vor einer "nuklearen Apokalypse" gewarnt hatte, bestritt der Kreml umgehend irgendwelche Pläne zum Einsatz von Atomwaffen zu haben. In der Ukraine schenkt man den Worten aus Moskau jedoch kaum Glauben. Nun warnte ein ukrainischer Kommandant, dass Wladimir Putin einen solchen Schritt durchaus in Erwägung ziehen könnte.

Ukrainischer Kommandant warnt vor Atomwaffen-Einsatz durch Wladimir Putin

Roman Kostenko verwies gegenüber dem Nachrichtensender "24 Kanal" auf die möglichen Folgen einer russischen Niederlage im Ukraine-Krieg. Darüber berichtet aktuell der "Mirror". Er gehe davon aus, dass Putin zu Atomwaffen greifen werde, wenn er erkennt, dass seine Truppen im Konflikt unterlegen sind. Deshalb müsse die Ukraine ihre Bereitschaft für den Einsatz von Massenvernichtungswaffen stärken. Entsprechend brachte der Kommandant dazu einen Gesetzesentwurf ein. Dieser sieht vor, die Strategie der nuklearen Sicherheit in einen separaten Bereich auszugliedern.

Greift Russland im Ukraine-Krieg aus Verzweiflung zu taktischen Atomwaffen?

Kostenko glaubt, dass Russland taktische Atomwaffen mit einer Sprengkraft von Dutzenden Kilotonnen einsetzen könnte. Mögliche Ziele eines nuklearen Angriffs seienMilitärbasen, Truppenansammlungen, Infrastruktur, Entscheidungszentren und ukrainische Großstädte.

Ob Putin aus Verzweiflung tatsächlich zu Atomwaffen greifen könnte, bleibt unklar. In den vergangenen Jahren wurde im russischen Staatsfernsehen von Verbündeten des Kremlchefs mehrfach mit dem eigenen nuklearen Potenzial gedroht. Während manche westliche Experten dazu aufriefen, solche Drohungen ernst zu nehmen, glauben andere, dass es sich lediglich um Einschüchterungsversuche handelt, um die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

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