Donald Trump als "Nacho": US-Präsident mit bitterbösem Spitznamen aufs Neue verhöhnt

Donald Trump hat einen neuen und alles andere als nett gemeinten Spitznamen verpasst bekommen: Aufgrund seines Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus nennt man den US-Präsidenten an der Wall Street jetzt "Nacho" - das steckt dahinter.

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Donald Trump hat aufgrund seiner Iran-Krieg-Strategie einen neuen, wenig schmeichelhaften Spitznamen kassiert. (Foto) Suche
Donald Trump hat aufgrund seiner Iran-Krieg-Strategie einen neuen, wenig schmeichelhaften Spitznamen kassiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke
  • Donald Trump mit neuem Spitznamen gedemütigt
  • US-Präsident als "Nacho" verspottet wegen Iran-Krieg und blockierter Straße von Hormus
  • Das steckt hinter dem neuen "Nacho"-Kosenamen für Donald Trump

Wall-Street-Händler haben Donald Trump einen neuen Spitznamen verpasst, der seine Handhabung des Iran-Konflikts auf den Punkt bringt: "NACHO". Das Akronym steht für "Not A Chance Hormuz Opens" – zu Deutsch etwa: "Keine Chance, dass Hormus öffnet". Der Begriff bezieht sich auf die Straße von Hormus, eine strategisch bedeutsame Wasserstraße, durch die unter normalen Umständen rund ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen transportiert wird.

Spott und Hohn für Donald Trump: Das steckt hinter dem "Nacho"-Spitznamen

Ein Händler enthüllte den Spitznamen gegenüber Bloomberg-Kolumnist Javier Blas, wie "The Daily Beast" berichtete. Die Finanzwelt zweifelt offenbar daran, dass der Präsident die kritische Ölroute zeitnah wieder öffnen kann. Der Spitzname kommt nicht von ungefähr: Am vergangenen Wochenende blies Trump ein geplantes Diplomatentreffen ab, obwohl er zuvor wiederholt angedeutet hatte, der Konflikt könne bald enden. Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sollten eigentlich mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi zusammenkommen.

Von Donald Trump abgesagtes Treffen sorgt für Frustration

Trump begründete die Absage gegenüber "Axios" mit mangelnden Erfolgsaussichten: "Ich sehe keinen Sinn darin, sie auf einen 18-Stunden-Flug zu schicken in der aktuellen Situation. Das ist zu lang. Wir können das genauso gut per Telefon erledigen." Die Iraner könnten anrufen, wenn sie wollten – reisen werde man nicht, nur um dort zu sitzen.

Donald Trump jagt Benzinpreise mit Iran-Krieg auf Rekordhoch

Die Auswirkungen des Konflikts treffen amerikanische Autofahrer direkt an der Zapfsäule. Am Mittwoch kletterten die US-Benzinpreise auf durchschnittlich 4,23 Dollar pro Gallone – ein Rekordwert seit Beginn der Auseinandersetzung, wie der Automobilclub AAA meldete.

Angesichts des wachsenden Drucks lud Trump am 28. April führende Öl- und Gasmanager ins Weiße Haus ein, um die energiepolitischen Folgen des Krieges zu besprechen. Die Regierung gibt sich dennoch zuversichtlich: Sprecherin Taylor Rogers betonte, Trump habe die Energiepreise zuvor "in Rekordgeschwindigkeit auf mehrjährige Tiefstände gebracht". Sobald sich der Verkehr in der Meerenge normalisiere, würden die Preise wieder fallen. Es handle sich um "kurzfristige, vorübergehende Störungen".

Iran bietet Deal an, doch Donald Trump zeigt wenig Interesse

Teheran hat unterdessen einen Ausweg vorgeschlagen: Die Meerenge könnte wieder geöffnet werden, wenn Washington im Gegenzug seine Blockade aufhebt und Verhandlungen über das Atomprogramm vertagt. Laut "Associated Press" erscheint es jedoch unwahrscheinlich, dass der Präsident auf dieses Angebot eingeht. Für die Wall Street ist der neue Spitzname bereits der zweite, den Trump sich verdient hat. Zuvor hatten Händler ihn "TACO" getauft – "Trump Always Chickens Out", also "Trump kneift immer". Diesen Namen erhielt er wegen seiner wechselhaften Haltung in der Handelspolitik. Die Finanzwelt bleibt skeptisch.

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