Putin weiter auf Eskalationskurs: Russische Truppen rücken bei Kryva Luka vor

Während neue Friedensbemühungen kaum vorankommen, erhöht Russland den militärischen Druck im Osten der Ukraine. Nach ukrainischen Angaben rückten Putins Truppen bei Kryva Luka und mehreren weiteren Orten vor. Der umkämpfte Frontabschnitt liegt nur rund 22 Kilometer von Slowjansk entfernt.

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Ein Anwohner steht auf den Trümmern seines Hauses, nachdem eine russische Bombe ein Wohngebiet in Saporischschja in der Ukraine getroffen hatte, vom 10.07.2026. (Symbolbild) (Foto) Suche
Ein Anwohner steht auf den Trümmern seines Hauses, nachdem eine russische Bombe ein Wohngebiet in Saporischschja in der Ukraine getroffen hatte, vom 10.07.2026. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/AP | Kateryna Klochko

Russlands Präsident Wladimir Putin setzt offenbar weiterhin auf militärischen Druck statt auf schnelle Friedensverhandlungen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am 9. Juli 2026 unter Berufung auf drei mit den Überlegungen im Kreml vertraute Personen, Putin lehne derzeit Forderungen nach Verhandlungen mit der Ukraine ab. Zwei der Quellen hielten eine weitere Eskalation des Krieges in den kommenden Monaten für wahrscheinlich. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine offizielle Ankündigung Putins, sondern um Einschätzungen aus seinem Umfeld, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen.

Die aktuellen Entwicklungen an der ostukrainischen Front passen jedoch in das Bild eines anhaltend hohen russischen Angriffsdrucks. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs unternahmen russische Truppen am 13. Juli allein im Frontabschnitt bei Slowjansk 25 Angriffe – unter anderem im Raum Kryva Luka. Auch am 14. Juli meldete die ukrainische Seite dort mehr als 20 russische Vorstoßversuche. Die Angaben der Kriegsparteien können nicht unabhängig überprüft werden.

Zuletzt meldete das ukrainische Verteidigungsministerium zudem einen russischen Truppenvorstoß bei Kryva Luka und Kalenyky. Auch bei Zaliznychne, Zatyshok und Minkivka wurden in den vergangenen Tagen Kampfhandlungen registriert.

gemeldet.

Russischer Vorstoß bei Kryva Luka

+++ 13.07.2026 um 12:18: Bei Kryva Luka und in Kalenyky rückten russische Truppen vor. +++
+++ 12.07.2026 um 12:54: Bei Zaliznychne rückten russische Streitkräfte vor. +++
+++ 11.07.2026 um 02:10: Russische Streitkräfte stießen bei Zatyshok vor. +++
+++ 10.07.2026 um 05:09: Russische Einheiten stießen bei Minkivka vor. +++
+++ 09.07.2026 um 08:12: Bei Bochkove kamen russische Einheiten weiter voran. +++

+++Die Informationen und Daten dieses Textes stammen von der Deep State Map, einem vom ukrainischen Verteidigungsministerium geförderten Datenprojekt. Sie bilden daher vor allem die ukrainische Sicht ab und können ohne russische Angaben keine vollständige Perspektive auf das Geschehen bieten.+++

Ukraine meldet 127 russische Verluste binnen eines Tages

Am 14.07.2026 wurden nach Daten des ukrainischen Verteidigungsministeriums insgesamt 268 russische Soldaten verletzt oder getötet. Aktuell liegt der Median der täglichen Verluste russischer Truppen innerhalb der vergangenen Woche bei 198. In der vorherigen Woche lag er mit 204 Verlusten pro Tag darüber. Außerdem berichtet das ukrainische Militär von 1.238 getroffenen Zielen infolge von Drohnenangriffen, Truppenoperationen und weiteren militärischen Einsätzen.

  • 268 russische Soldaten durch das ukrainische Militär getroffen, darunter 127 getötet und 141 verletzt
  • 1.238 militärische Angriffe trafen strategische Ziele der russischen Armee, darunter 460 zerstört

Nach ukrainischen Angaben belaufen sich die russischen Verluste im Jahr 2026 bislang auf 63.040 Soldaten. Davon gelten 31.254 als bestätigt gefallen, weitere 31.786 als verletzt. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten wurden die ukrainischen Verluste seit Kriegsbeginn im Februar 2026 auf 55.000 gefallene und 390.000 verletzte Soldaten beziffert. Die US-Denkfabrik CSIS weist jedoch darauf hin, dass die Verluste auf beiden Seiten tendenziell kleingerechnet werden.

So viel ukrainisches Gebiet steht unter russischer Kontrolle

Seit dem 24.02.2022, dem Beginn der Invasion in die Ukraine, sind 12,072 % des Landes unter die Kontrolle russischer Truppen geraten. Die besetzten Gebiete liegen vor allem im Südosten des Landes. Im Laufe des Krieges brachte das ukrainische Militär 6,814 % des Territoriums wieder unter seine Kontrolle. Besonders erfolgreich war der angegriffene Staat dabei im Norden und Nordosten. Das Verteidigungsministerium der Ukraine stuft außerdem 7,283 % des Landes als bereits vor dem 24.02.2022 eingenommen ein. Dazu zählt der angegriffene Staat auch die Halbinsel Krim im äußersten Süden des Landes am Schwarzen Meer.

Hier lesen Sie die neuesten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine:

+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten von der Deep State Map generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unterhinweis@news.demitteilen.+++

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