Notsituation 2026: Vorschlag erringt Mehrheit im Landtag Sachsen-Anhalt

Am 16.12.2025 wurde im Landtag von Sachsen-Anhalt namentlich über das Thema "Feststellung einer außergewöhnlichen Notsituation für das Jahr 2026" abgestimmt. Was genau wird gefordert? Und wer stimmte dafür und dagegen?

Von news.de-Redakteur - Uhr

Im Landtag von Sachsen-Anhalt fand eine namentliche Abstimmung statt (Symbolbild). (Foto) Suche
Im Landtag von Sachsen-Anhalt fand eine namentliche Abstimmung statt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Ronny Hartmann
  • Dem Antrag wurde im Landtag von Sachsen-Anhalt zugestimmt
  • CDU, FDP und SPD stimmten dafür, Grüne, AfD und Linke dagegen
  • Es gab eine Mehrheit von 51 gegen 31 Stimmen

Landtag von Sachsen-Anhalt: Mehrheit stimmt für Antrag

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Feststellung einer außergewöhnlichen Notsituation auch für das Jahr 2026 beschlossen. Zur Begründung wird angeführt, dass die durch die Corona-Pandemie entstandene Notlage trotz des abgeklungenen Infektionsgeschehens fortbestehe. Insbesondere die Maßnahmen zur Stärkung der Pandemieresilienz sowie zur Bewältigung langfristiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Folgen seien noch nicht abgeschlossen und belasteten den Landeshaushalt weiterhin erheblich.

Das Sondervermögen „Corona“ mit einem Volumen von rund zwei Milliarden Euro finanziert einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mit insgesamt 63 Einzelmaßnahmen. Ein Teil der Projekte ist bereits abgeschlossen, zahlreiche Vorhaben, etwa im Gesundheitswesen, bei Krankenhausinvestitionen, in der Digitalisierung von Schulen, Hochschulen und Verwaltung sowie beim Abbau von Lernrückständen, befinden sich jedoch noch in der Umsetzung und sollen 2026 weitergeführt oder abgeschlossen werden. Für 2026 sind Ausgaben von bis zu 790 Millionen Euro vorgesehen. Zugleich regelt der Beschluss die Tilgung der aufgenommenen Notlagenkredite. Ab dem Jahr 2029 soll jährlich eine Tilgungsrate von 100 Millionen Euro geleistet werden, wobei jeweils die älteste Kreditverbindlichkeit bedient wird. Damit schafft der Landtag die haushaltsrechtliche Grundlage, um die begonnenen Maßnahmen zur Krisenbewältigung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Landes fortzuführen (Quelle: abgeordnetenwatch.de). Am 16.12.2025 stimmten dazu die Abgeordneten im Landtag ab.

Der Antrag ist mit einer Mehrheit angenommen worden. Von den 97 Abgeordneten stimmten 51 dafür und 31 dagegen. 15 Landtagsabgeordnete waren bei der Abstimmung nicht anwesend.

  • CDU: 36 Dafür-Stimmen, 4 nicht abgegebene Stimmen
  • AfD: 15 Gegenstimmen, 7 nicht abgegebene Stimmen
  • Linke: 8 Gegenstimmen, 2 nicht abgegebene Stimmen
  • SPD: 9 Dafür-Stimmen
  • FDP: eine Gegenstimme, 6 Dafür-Stimmen
  • Grüne: 6 Gegenstimmen
  • fraktionslos: eine Gegenstimme, 2 nicht abgegebene Stimmen

Einige Abgeordnete haben nicht wie ihre Fraktionskollegen abgestimmt, etwa bei der FDP.

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