Wolodymyr Selenskyj: Ukraine steht in höchster Alarmbereitschaft wegen drohender Offensive Russlands

Die Lage in der Ukraine spitzt sich zu: Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem Großangriff Russlands in den kommenden Tagen und fordert die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit und strikter Beachtung von Luftalarmen auf.

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Wolodymyr Selenskyj: Ukraine in Alarmbereitschaft - Russland könnte bald angreifen. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj: Ukraine in Alarmbereitschaft - Russland könnte bald angreifen. Bild: picture alliance/dpa/Pool AFP/AP | Ludovic Marin
  • Wolodymyr Selenskyj rechnet mit massivem Angriff in den kommenden Tagen
  • Warnung vor erhöhter Gefahr, Luftalarme sollen strikt beachtet werden
  • Umbau der Luftverteidigung und Unterstützung für Energiearbeiter geplant

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Die Sicherheitslage in der Ukraine spitzt sich weiter zu. Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass Russland in Kürze eine neue groß angelegte Offensive starten könnte. Die kommenden Tage seien entscheidend, erklärte er in einer aktuellen Ansprache.

Wolodymyr Selenskyj: "Jede Region muss vorbereitet sein"

Nach Einschätzung des ukrainischen Staatschefs warte der russische Präsident Wladimir Putin gezielt auf einen günstigen Zeitpunkt für den Angriff. Selenskyj rief "Daily Star" zufolge die Bevölkerung dazu auf, Luftalarmmeldungen sehr ernst zu nehmen. Behörden und Einsatzkräfte müssten jederzeit schnell reagieren können, um Zivilisten zu schützen.

Umbau der Luftverteidigung angekündigt

Konkrete Angaben zu möglichen Zielen oder eingesetzten Waffen machte Selenskyj bisher nicht. Stattdessen stellte er umfassende Änderungen an der ukrainischen Luftabwehr in Aussicht. Geplant sei ein neuer Einsatz mobiler Einheiten, moderner Abfangdrohnen sowie kurzreichweitiger Verteidigungssysteme. Das gesamte Konzept werde grundlegend überarbeitet.

Laut Wolodymyr Selenskyj melden Sicherheitsdienste Erfolge

In seiner Rede verwies Selenskyj auch auf Berichte des ukrainischen Sicherheitsdienstes. Dabei ging es unter anderem um laufende Kampfeinsätze, strukturelle Anpassungen und Maßnahmen gegen russische Sabotage. Moskau versuche weiterhin, das Land durch gezielte Aktionen im Inneren zu destabilisieren, so der Präsident.

Schwere Vorwürfe gegen Russland und Wladimir Putin

Zudem erklärte Selenskyj, ukrainische Kräfte hätten einen russischen Soldaten festgenommen, dem die Tötung ukrainischer Kriegsgefangener vorgeworfen werde. Die Verantwortlichen würden konsequent verfolgt. Jeder Täter müsse mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, stellte er klar.

Unterstützung für Energiearbeiter geplant

Abschließend würdigte der Präsident den Einsatz der Beschäftigten im Energiesektor, die trotz anhaltender Angriffe beschädigte Infrastruktur reparieren. Gemeinsam mit Regierungsvertretern sei beschlossen worden, zusätzliche finanzielle Unterstützungen für diese Arbeiter auf den Weg zu bringen. Der Staat schulde ihnen Anerkennung für ihren Einsatz unter extremen Bedingungen.

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