Umfrage-Klatsche: Kanzler Merz dümpelt am Abgrund - SPD-Trio stürmt Top 10

Drei SPD-Politiker erobern die Top Ten der beliebtesten deutschen Politiker – während Kanzler Merz auf Platz 19 feststeckt. Das neue INSA-Ranking offenbart eine überraschende Machtverschiebung in der Gunst der Wähler.

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Im Politiker-Ranking dümpelt Friedrich Merz am Abgrund. (Foto) Suche
Im Politiker-Ranking dümpelt Friedrich Merz am Abgrund. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
  • SPD überrascht im Beliebtheits-Ranking: Gleich drei Sozialdemokraten landen in den Top Ten.
  • Bas und Klingbeil im Aufwind: Beide machen im INSA-Ranking kräftig Boden gut.
  • Klöckner und Weidel verlieren deutlich: Prominente Namen rutschen ab – Kanzler Merz bleibt Schlusslicht.

Die SPD kann sich über erfreuliche Nachrichten im aktuellen INSA-Politiker-Ranking für die "Bild"-Zeitung freuen. Gleich drei Sozialdemokraten haben es unter die zehn beliebtesten Politiker Deutschlands geschafft – ein bemerkenswertes Ergebnis in schwierigen Zeiten für die Partei.

Bärbel Bas und Lars Klingbeil stürmen das Politiker-Ranking

An der Spitze des Rankings thront weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius. Der 64-Jährige verteidigt seinen ersten Platz souverän und gilt mit deutlichem Abstand als populärster Politiker des Landes. Hinter ihm folgen unverändert NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst auf Rang 2 und Bayerns Regierungschef Markus Söder auf dem dritten Platz. CSU-Innenminister Alexander Dobrindt komplettiert die unveränderte Spitzengruppe auf Position 4.

Die größte Gewinnerin im SPD-Lager ist Arbeitsministerin und Co-Parteichefin Bärbel Bas. Sie katapultierte sich von Rang 11 auf den sechsten Platz – ein beachtlicher Sprung um fünf Positionen. Damit überholte sie auf einen Schlag mehrere Konkurrenten und etablierte sich in der Spitzengruppe. Auch SPD-Chef Lars Klingbeil konnte zulegen. Der 47-jährige Bundesfinanzminister verbesserte sich um zwei Ränge und belegt nun den fünften Platz. Dabei ließ er CDU-Politiker Thorsten Frei hinter sich und festigte seine Position im vorderen Feld des Rankings.

Julia Klöckner und Alice Weidel stürzen ab

Nicht alle Politiker können sich über das aktuelle Ranking freuen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner musste einen herben Rückschlag hinnehmen. Die 52-jährige CDU-Politikerin rutschte um vier Positionen ab und landete auf Rang 9 – damit verlor sie ihren Platz in der vorderen Riege. Noch härter traf es AfD-Chefin Alice Weidel. Die 46-Jährige fiel von Platz 10 auf Position 14 und verabschiedete sich damit aus den Top Ten. Ein deutlicher Dämpfer für die Co-Vorsitzende. Bundeskanzler Friedrich Merz verharrt derweil auf dem 19. Rang. Der 69-jährige CDU-Politiker zählt damit weiterhin zu den Schlusslichtern unter den 20 beliebtesten Politikern des Landes.

SPD-Köpfe beliebter als die Partei selbst

Das aktuelle Ranking offenbart eine bemerkenswerte Diskrepanz: Während die SPD bei der Sonntagsfrage derzeit keine Glanzwerte erzielt, schneiden ihre prominenten Vertreter bei den Wählern deutlich besser ab. Mit Pistorius, Klingbeil und Bas in den Top Ten demonstrieren die Sozialdemokraten eine starke Präsenz im Beliebtheitsranking.

Die Zahlen zeigen: Einzelne Gesichter der Partei kommen beim Publikum wesentlich besser an als die SPD insgesamt. Ob sich dieser persönliche Zuspruch langfristig auch in bessere Umfragewerte für die Gesamtpartei übersetzen lässt, bleibt abzuwarten.

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