Wladimir Putin am Abgrund: Russische Nationalisten fordern Hinrichtung von Kreml-Chef als "Verräter"

Donald Trumps Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro erhitzt die Gemüter in Russland: Aus dem Lager der Nationalisten regt sich nun Empörung gegen "Verräter" Wladimir Putin, dessen Hinrichtung offen gefordert wird.

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Nach Donald Trumps Venezuela-Angriff regt sich in Russland nationalistische Empörung gegen Wladimir Putin - sogar die Hinrichtung des Kreml-Chefs wird lautstark gefordert. (Foto) Suche
Nach Donald Trumps Venezuela-Angriff regt sich in Russland nationalistische Empörung gegen Wladimir Putin - sogar die Hinrichtung des Kreml-Chefs wird lautstark gefordert. Bild: picture alliance/dpa | Maxim Shemetov

Weltweit hat der US-Angriff auf Venezuela Aufsehen erregt: Am ersten Januar-Wochenende drangen Elitesoldaten der Delta Force auf Geheiß von Donald Trump mitten in der Nacht in den venezolanischen Präsidentenpalast in Caracas ein und nahmen den Präsidenten Nicolas Maduro sowie dessen Ehefrau Cilia Flores gefangen.

Donald Trump zerrt Venezuela-Präsident Maduro nach Gefangennahme vor Gericht

Das Ehepaar wurde anschließend in die Vereinigten Staaten gebracht und in New York in Gewahrsam genommen. Am 5. Januar stand Maduro bereits vor einem New Yorker Gericht. Dort bekannte sich Maduro in allen Anklagepunkten für nicht schuldig und wies sämtliche Anklagepunkte zurück, darunter Vorwürfe des Drogenhandels. Trotzig bestand er darauf, nach wie vor der rechtmäßige Präsident Venezuelas zu sein.

Wladimir Putin am Abgrund: Russland-Aufstand nach Donald Trumps Venezuela-Angriff

Die US-Militäraktion hat auch in Russland heftige Reaktionen ausgelöst. Nationalistische Kreise attackieren Kreml-Chef Wladimir Putin nun scharf für sein Versagen, den Verbündeten Venezuela zu schützen. Wie der britische"Daily Express" berichtet, geht die Kritik dabei bis zum Äußersten: Sogar die Hinrichtung von Wladimir Putin wird unmissverständlich gefordert. Die Wut richtet sich konkret gegen die Unfähigkeit Moskaus, Russlands strategischen Partner Venezuela vor dem Zugriff der US-Amerikaner zu bewahren. Einige Stimmen verlangen nun einen kompletten Regimewechsel im Kreml.

Russische Nationalisten fordern Hinrichtung von "Verräter" Wladimir Putin

Ein vom "Daily Express" zitierter russischer Militärblogger bezeichnete Wladimir Putin wörtlich als "Verräter" und forderte unverhohlen die Ermordung des Kreml-Chefs: "Die politische Führung unseres Landes muss getötet werden", hieß es wörtlich. "Sie sind durch und durch wahnsinnig. Sie sind Verräter und sie sollten gehängt werden. Die Amerikaner haben ihre Existenz gerade um mehrere Jahrhunderte gesichert, während die unsere in einem Monat enden wird!" Ähnliche Zukunftsprognosen äußerte auch der russische Aktivist Maxim Kalaschnikow, der die Vorfälle in Venezuela als Beginn des "Zusammenbruchs der langjährigen, PR-getriebenen Außenpolitik der russischen Führung" bezeichnete. Fjodor Lukjanow, der im Kreml als außenpolitischer Experte tätig ist, fügte hinzu, die aktuelle Situation sei für Russland und Wladimir Putin "extrem unangenehm" und sagte wörtlich:

  • "Venezuela ist ein enger Partner und ideologischer Verbündeter, und Maduro und Putin pflegen langjährige Beziehungen, sodass Moskau kaum eine andere Wahl bleibt, als seine Empörung über das Vorgehen der USA zum Ausdruck zu bringen."
  • "Doch die Bereitstellung jeglicher wirklicher Hilfe für ein so weit entferntes Land, das in einer grundlegend anderen geopolitischen Realität agiert, ist aus technischen und logistischen Gründen schlichtweg nicht möglich."

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