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Karl Lauterbach ist sauer: Corona-Tests und -Nachverfolgung gestoppt - Omikron-Auswertung unmöglich

Die Einschätzung der Pandemielage in Deutschland wird derzeit durch ungenaue Daten erschwert, sorgt sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Vielerorts wurde das Testen und auch die Kontaktnachverfolgung heruntergefahren oder gestoppt.

Karl Lauterbach sieht die Einschätzung der Pandemielage aktuell erschwert. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht die Einschätzung der Pandemielage in Deutschland derzeit durch ungenaue Daten erschwert. Gerade die Dynamik der neuen Coronavirus-Variante Omikron sei "in den offiziellen Zahlen nicht zutreffend abgebildet wegen der Testausfälle und Meldeverzögerungen", sagte Lauterbach der "Bild"-Zeitung. "Ich beschaffe mir gerade mit dem RKI und zahlreichen Datenquellen aus ganz Deutschland ein Gesamtbild zur Lage."

Coronavirus: Lauterbach warnt vor Omikron-Unklarheiten

Laut "Bild" warnt Lauterbach: "Eine Omikron-Dynamik, die mir große Sorgen macht – und die in den offiziellen Zahlen nicht zutreffend abgebildet ist". Wegen der Feiertage kommt es auch in diesem Jahr laut Robert-Koch-Institut (RKI) unter anderem bei der Weitergabe von Daten zu Verzögerungen. Außerdem wird weniger getestet.

Lauterbach hat Gesundheitsämter wegen Omikron-Dynamik auf dem Kieker

Der Zeitung zufolge will Lauterbach die Gesundheitsämter dazu bringen, schnell die Kapazitäten für Tests und Kontaktnachverfolgungen wieder hochzufahren. "Trotz Corona-Notlage und einer drohender fünften Omikron-Welle wurde das Testen und auch die Kontaktnachverfolgung in vielen Landkreisen stark heruntergefahren oder ganz gestoppt.", schreibt "Bild".

Innerhalb eines Tages war die Zahl der an das RKI übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland stark gestiegen - um 45 Prozent im Vergleich zum Vortag. Das teilte das RKI am Dienstag mit. Für die laufende Woche rechnet das Institut mit einer hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen". In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der positiven Testproben auf Varianten hin untersucht.

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rut/news.de/dpa