07.04.2021, 10.20 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Söder warnt vor Öffnungen! Wirbt für konsequenten Lockdown

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich für einen konsequenten, kurzen Lockdown ausgesprochen. Im ZDF warnte der CSU-Politiker vor weiteren Öffnungen und gab auch ein Statement zu Laschets Brücken-Lockdown ab.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach sich im ZDF-Morgenmagazin und bei Markus Lanz für einen konsequenten Lockdown aus. Bild: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet plädiert für einen "Brücken-Lockdown" und auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für einen konsequenten Lockdown aus. Dieser funktioniere aber nur unter einer Bedingung.

Markus Söder für konsequenten Lockdown, wenn alle Bundesländer mitmachen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält einen kurzen und konsequenten Lockdown nur dann für sinnvoll, wenn alle Bundesländer mitmachen. Das sagte er am Mittwoch im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Wenn das in Deutschland kreuz und quer geht, die einen machen so, die anderen machen so, dann wird es nicht funktionieren." Jedoch gebe es für einen kurzen, harten Lockdown gerade bei den SPD-geführten Ländern keine Unterstützung und auch einige CDU-Länder seien diesbezüglich zurückhaltend.

Söder warnt vor weiteren Öffnungen: Testen allein keine Lösung

Söder warnte davor, in einen "Öffnungsblindflug" zu starten. Gerade über Ostern habe man wieder gute Erfahrungen mit der nächtlichen Ausgangssperre gemacht, weil diese besonders die privaten Kontakte einschränke. Und diese seien eine der Hauptquellen für mögliche Ansteckungen. Testen alleine sei keine Lösung, sagte der CSU-Chef. "Wir müssen impfen, was das Zeug hält." Und das in Kombination mit Corona-"Notbremsen" und dem Verzicht auf weitere Öffnungen.

Markus Söder bei Markus Lanz: Laschets "Brücken-Lockdown" entspricht meiner Linie

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Vorstoß seines nordrhein-westfälischen Kollegen, CDU-Chef Armin Laschet, für einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown begrüßt und als Anschluss an eigene Positionen eingeordnet. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus der Endlosschleife herauszukommen. "Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch", sagte der CSU-Vorsitzende und offensichtliche Konkurrent Laschets im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien. "Jeder, der mitmacht - finde ich super, weil es verstärkt die Basis jener, die für Umsicht und Vorsicht eintreten." Söder äußerte sich in der aufgezeichneten ZDF-Sendung "Markus Lanz", den Ausschnitt zeigte am Dienstagabend vorab das "Heute Journal".

Laschet hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Nötig sei es, in einer nochmaligen "Kraftanstrengung" die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu drücken. "Da geht es um zwei, drei Wochen."

Söder stellt Bedingung für vorgezogenes Bund-Länder-Treffen

Bei "Markus Lanz" stellte Söder eine Bedingun für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz: Seiner Meinung nach müsse eine Verschärfung des Corona-Kurses zur Bedingung gemacht werden, bevor man sich wieder mit Bund und Ländern berät. Wenn das Ergebnis ähnlich wie beim letzten Mal sei, "dann glaube ich, sind viele Bürger zu Recht sehr enttäuscht", sagte er am Dienstagabend zu Moderator Markus Lanz. "Wenn, dann muss es was Richtiges sein. Dann muss es entweder sein, dass wir tatsächlich einen Lockdown verlängern oder dass wir die Maßnahmen, die wir getroffen haben, so anschärfen, damit sie automatisch gelten." Das Regelwerk dafür sei beschlossen und es müsste nur umgesetzt werden.

Weitere Öffnungsschritte lehnte Söder ab. "Wir brauchen jetzt erstmal eine sichere Basis", sagte der CSU-Chef. Daher sei es wichtig, dass die Notbremse überall gelte. "Und zwar konsequent - auch mit Ausgangsbeschränkung."

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sig/news.de/dpa

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