Willi Herren ist tot

Trauer um "Lindenstraße"-Star! TV-Star stirbt mit nur 45 Jahren

Schauspieler und Entertainer Willi Herren ist tot. Das bestätigte sowohl sein Management als auch die Polizei. Demnach starb der TV-Star am Dienstag in seiner Kölner Wohnung. Er wurde nur 45 Jahre alt.

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09.01.2021, 14.32 Uhr

Coronavirus-News am Samstag: Söder will Lockdown verlängern und verschärfen

Die Corona-Todeszahlen bleiben weiterhin auf einem dramatisch hohen Stand. Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter 1.083 neue Todesfälle. Indes hat sich Christian Drosten zur Debatte um einen Aufschub der 2. Impfung geäußert. Alle aktuellen Coronavirus-News im Überblick.

Söder will Lockdown verlängern. Bild: dpa

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24.694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Coronavirus-News zu aktuellen RKI-Zahlen: Neuinfektionen, Todesfälle und Sieben-Tage-Inzidenz

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland aktuell bei153,9

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 153,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Coronavirus-News aktuell: Bisher39.878 Corona-Tote in Deutschland

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.891.581 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 39.878. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.511800 an.

DAS sind die neuen Corona-Maßnahmen
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Sieben-Tage-R-Wert in Deutschland aktuell bei 1,09

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 1,09 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Coronavirus-Lage in Deutschland am Samstag (09.01.2021) im Überblick

Die aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier in unserem News-Ticker zur aktuellen Corona-Lage.

+++ Söder: Müssen Lockdown verlängern und vertiefen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer Verlängerung des derzeit bis 31. Januar befristeten Corona-Lockdowns aus. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einige Stellen auch noch vertiefen", sagte Söder am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU. Bund und Länder hatten sich erst am vergangenen Dienstag darauf geeinigt, den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar zu verlängern.

Söder sagte, zu viele Menschen suchten noch Schlupflöcher bei den vereinbarten Corona-Beschränkungen oder diskutierten Einzelmaßnahmen. Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. "Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz." Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder. "Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe."

Er habe Verständnis für den Ärger vieler Menschen über die Maßnahmen, vor allem aus der Wirtschaft, sagte Söder. Die versprochenen Wirtschaftshilfen müssten auch endlich kommen. "Es dauert schon sehr lange, und manches wirkt sehr bürokratisch." Erst ab kommender Woche sollten endgültig die Auszahlungen der Novemberhilfen kommen. "Aber wird sind im Januar."

Angela Merkel ist optimistisch, dass das Tempo beim Impfen zunehmen wird. Bild: dpa

+++Bundeskanzlerin Merkel optimistisch: Tempo beim Impfen wird zunehmen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet fest mit einem höheren Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus. "Es ist ein langsamer Start. Ein paar Hunderttausend sind geimpft, und jeden Tag werden es mehr. Das Tempo wird zunehmen", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast. "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können."

Gleichzeitig verteidigte Merkel die gemeinsame europäische Beschaffung des Impfstoffs. "Ich bin fest überzeugt, dass es gut war, auf den europäischen Weg zu setzen. Ein Virus, das uns alle trifft, lässt sich von keinem Land allein besiegen. Kein Land, auch Deutschland nicht, wäre sicher vor dem Virus, wenn seine Freunde und Nachbarn es nicht wären."

Die kommenden Wochen seien die wohl schwersten der Pandemie. "Ärzte und Pflegepersonal arbeiten in vielen Krankenhäusern am Rande der Überforderung", sagt sie. "Auch was wir über Mutationen des Virus hören, macht die Sorgen nicht geringer - im Gegenteil", so die Kanzlerin. Die von Bund und Ländern nun verlängerten und zum Teil verschärften Maßnahmen seien einschneidend, die Einschränkungen hart, aber auch zwingend erforderlich.

+++ Debatte um 2. Corona-Impfung: Virologe Drosten hält Aufschub für möglich +++

Die Debatte um die 2. Corona-Impfung dauert an. Folgt Deutschland Großbritanniens Beispiel? Um möglichst viele Menschen zu impfen, wird hier die nötige zweite Impfung nicht zurückgehalten, um allen Menschen eine erste Grundimmunität gegen das Virus zu verschaffen. Das Problem: Die Impfstoff-Hersteller garantieren keine Wirksamkeit, wenn die zweite Impfung länger als 21 Tage hinausgezögert wird.

Christian Drosten hält einen Aufschub der zweiten Impfung für denkbar. Bild: dpa

Christian Drosten erklärte im Interview mit der "Bild", er halte diese Strategie durchaus für denkbar. "Aus rein biologischer Sicht gibt es Argumente für eine zeitliche Verschiebung der zweiten Dosis, gerade wenn der Impfstoff erst einmal knapp ist. Zumal bei den mRNA-Impfstoffen wie von Biontech oder Moderna die Immun-Reaktion auf die erste Impfung richtig stark ist." Doch der Virologe gibt zu Bedenken: "Wichtig ist es, die gesamte Zulassungssituation zu erfassen und auch die regulativen und rechtlichen Konsequenzen zu berücksichtigen. Hierzu fehlt mir aber schlichtweg die genaue Kenntnis der Daten."

+++ Scholz mahnt in Corona-Krise Transparenz gegenüber Bürgern an +++

Vizekanzler Olaf Scholz hat angesichts der Corona-Krise Transparenz gegenüber den Bürgern angemahnt. "In Zeiten von großer Unsicherheit ist Vertrauen eine ganz zentrale Kategorie des Regierens", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb müsse der Grundsatz gelten: "Wenn sich Fragen aufdrängen, werden sie gestellt". "Sonst entsteht leicht Misstrauen", mahnte Scholz.

Die SPD-geführten Bundesländer hatten in der vergangenen Woche einen Fragenkatalog zu den Problemen bei der Impfung an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geschickt. Scholz verteidigte dieses Vorgehen. Die gute Arbeit der schwarz-roten Regierung in der Krise enthebe nicht von der Pflicht, wenn nötig auch unbequeme Fragen zu stellen.

"Die Impfstoff-Produktion muss endlich oberste Priorität haben", betonte der Finanzminister zudem. Deshalb sei auch der neue Kabinettsausschuss mit Kanzlerin Angela Merkel, Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun (alle CDU) und ihm gebildet worden. "Wir bündeln die Kräfte, sprechen mit den Unternehmen in Deutschland und Europa und bemühen uns um weitere Produktionsstätten, damit in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Impfstoff bereit steht."

Damit sich in Deutschland mehr Menschen impfen ließen, müsse zuverlässig und ehrlich kommuniziert werden. "Wir müssen klar sagen, was wir wissen, und auch, was wir nicht wissen", sagte Scholz. "Im Augenblick ergreifen wir einschneidende Maßnahmen, von denen wir nicht sicher sagen können, wie lange sie nötig sein werden, um die Ausbreitung des Virus wirksam einzudämmen." Daneben sei das Impfen das beste Mittel gegen die Pandemie.

Noch gebe es nicht genügend Impfstoff, deshalb erscheine manches Impfzentrum möglicherweise zu groß. "Doch bald wird sich das ändern", betonte der Vizekanzler. Dann sollten binnen Wochen viele Millionen Bürger geimpft werden - irgendwann auch er selbst. "Ich habe großes Vertrauen in den Impfstoff und werde mich selbstverständlich impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin", versicherte der SPD-Kanzlerkandidat.

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fka/news.de/dpa

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