31.01.2021, 19.38 Uhr

Joe Biden: "Spaltende Agenda!" DIESE Kritik am neuen US-Präsidenten verblüfft

Joe Biden ist gerade mal anderthalb Wochen im Amt, da wird der neue US-Präsident auch schon von allen möglichen Seiten heftig kritisiert. Der neueste Stein des Anstoßes ist die neue "woke Agenda" des Weißen Hauses, die angeblich das Land spalten soll.

Joe Biden ist kaum zwei Wochen im Amt, da wird der neue US-Präsident bereits heftig kritisiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

Die Unterschiede zwischen dem neuen US-Präsidenten Joe Biden und seinem Vorgänger Donald J. Trump könnten kaum größer sein. Das wird auch bei der Besetzung des Mitarbeiterstabs im Weißen Haus mehr als deutlich. Im Gegensatz zu Donald Trump setzt Joe Biden auf Diversität. Ausgerechnet für seinen Kampf für Gleichberechtigung erntet er nun scharfe Kritik von den Medien.

Joe Biden soll "Woke Agenda" haben - erntet Kritik

Joe Biden wird von konservativen Medien eine "Woke Agenda" vorgeworfen. Die Begriffe "woke" ("erwacht") und Wokeness ("Erwachtheit") werden seit den 2010er für ein hohes Bewusstsein für Themen wie Rassismus (Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe), Sexismus (Benachteiligung aufgrund von Geschlecht), Klassismus (Benachteiligung aufgrund von sozialem Status), Ableismus (Benachteilgung aufgrund von Fähigkeiten) usw. verwendet. Menschen, die als "woke" bezeichnet werden, setzen sich dafür ein, auf diese Benachteiligungen aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen.

Neuer Präsident von "Fox News"-Moderator angegriffen

Doch zurück zum neuen US-Präsidenten. Dem wird nämlich ausgerechnet diese eigentlich noble "Wokeness" vorgeworfen. Steve Hilton, Moderator von "Fox News", schimpft auf Joe Biden, weil dieser seit seinem ersten Tag im Weißen Haus eine "äußerst spaltbare Wokery" vorangetrieben haben soll. Das berichtet unter anderem die britische "Sun" am Sonntag. Hilton warf dem neuen Präsidenten auch vor, die 74 Millionen Amerikaner, die für Donald Trump gestimmt haben, nicht erreicht zu haben.

Gleichberechtigungsgesetz von Joe Biden soll Frauen benachteiligen

Biden forderte in seiner Antrittsrede Einheit, wird jedoch nun beschuldigt, Frauen mit seiner Executive Order zu benachteiligen. Kritiker beziehen sich auf die Verfügung, die dafür sorgt, dass Schulen Transgender-Athletinnen in den Frauensport mit aufnehmen sollen. Dies könne aus Sicht der Konservativen von Nachteil für jene Frauen sein, deren Geschlecht bei ihrer Geburt als weiblich eingetragen wurde, weil diese von Natur aus über eine schwächere Physis verfügen sollen als Frauen, die bei ihrer Geburt ein männliches Geschlecht eingetragen bekamen (Transgender-Frauen).

Biden spaltet angeblich Land durch Gleichberechtigung

Hilton, ein ehemaliger Berater des britischen Premierministers David Cameron, schrieb am Sonntag in der "Daily Mail", der US-Präsident verfolge eine spaltende Agenda. "Anstatt Schritte zu unternehmen, um das Land zu einen, hat Biden vom ersten Tag an eine äußerst spaltende Wokery vorangetrieben und die Schulen gezwungen, biologischen Männern zu erlauben, zum Beispiel im Mädchensport zu konkurrieren", sagte er.

Gegner kritisieren Bidens Corona-Politik der Umsicht

Hilton forderte Biden auch auf, Schulen "wieder zu öffnen, basierend auf der klaren wissenschaftlichen Realität", dass es absolut sicher sei, dies zu tun. [Anmerkung der Redaktion: Dabei handelt es sich um eine widerlegte Falschinformation. In zahlreichen Studien wurde mittlerweile zweifelsfrei belegt, dass Kinder sich genauso häufig mit Sars-CoV-2 anstecken können wie Erwachsene und dass Schulen bei einer hohen Inzidenz zu Treibern der Pandemie werden können.]

Hilton wirft Biden vor, mit Lehrern zu sympathisieren

Hilton wirft Biden vor, "die Lehrergewerkschaften zu verhätscheln, die massive Spender demokratischer Kampagnen sind und deren Energie sich nicht darauf konzentriert, Schulen wieder zu eröffnen, sondern sie umzubenennen, um sich mit dem neuesten liberalen Eifer zu messen". Er behauptet außerdem, dass Biden es nicht schafft, Trump-Anhänger zu erreichen, "um ihre Bedenken ernst zu nehmen; um die Gründe anzusprechen, aus denen sie Trump überhaupt unterstützt haben".

Gleichberechtigungsgesetz bringt Konservative in Aufruhr

Einige Gegner glauben, dass Bidens neues Transgender-Gesetz die Schulen zwingen wird, Transgender-Athleten in den Mädchensport einzubeziehen und "biologische" Gleichaltrige zu benachteiligen. Bidens Ausführungsverordnung trägt den Titel "Verhinderung und Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung".

Joe Biden kämpft gegen Diskriminierung

"Kinder sollten lernen können, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob ihnen der Zugang zur Toilette, zum Umkleideraum oder zum Schulsport verweigert wird", heißt es in der Executive Order. "Es ist die Politik meiner Regierung, Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung zu verhindern und zu bekämpfen", so Biden. Dass Konservative das Gleichberechtigungsgesetz nicht befürworten, dürfte für die Demokraten jedoch keine allzu große Überraschung sein.

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sig/news.de

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