15.01.2021, 07.56 Uhr

Coronavirus News: Ausgangssperre schon nächste Woche? So plant Merkel den Mega-Lockdown

Die Kanzlerin ist tief besorgt über die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus. Sie plant den Mega-Shutdown. Eine Verschärfung der derzeitigen Corona-Maßnahmen über den Februar hinaus wird immer wahrscheinlicher.

Plant Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den kompletten Shutdown Deutschlands? Bild: dpa

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Laut "Bild" soll es dazu bereits geheime Gespräche gegeben haben.

Mega-Lockdown droht! Merkel will Corona-Gipel vorziehen

In der Sitzung des CDU-Präsidiums soll Merkel klargemacht haben, dass sie die derzeitigen Corona-Maßnahmen noch einmal verschärfen will. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Dabei soll die Kanzlerin, so berichtet es die "Bild", auf Experten verwiesen haben, die "sehr beunruhigt" über die britische Corona-Variante seien und warnte vor einem Anstieg der Fallzahlen wie in Großbritannien und Irland. "Wir müssen Kräfte mobilisieren", um eine solche Entwicklung in Deutschland zu vermeiden, wird die Kanzlerin zitiert.

Mehr dazu hier: Experten warnen: Corona-Inzidenz über 3000 ist sehr wahrscheinlich!

Kanzlerin will Shutdown, um Corona-Mutation einzudämmen

Wie Merkel einen derartigen Trend verhindern will? Möglicherweise mit einem Mega-Lockdown! Welche verschärften Corona-Regeln dann auf Deutschland zukommen, darüber will die Bundeskanzlerin bereits in der kommenden Woche, am Dienstag (19. Januar), mit den Regierungschefs diskutieren. "Die Situation hat sich verändert.", so Merkel, die sich dabei auf die derzeit in Deutschland grassierende Corona-Mutation bezieht. Das sei der Grund für die schnellere Reaktion, so die Kanzlerin. Merkel wurde mit den Worten zitiert, man sei in einem Wettlauf mit der Zeit und könne nicht bis zum 25. Januar warten.

FFP2-Maskenpflicht, Ausgangssperre und Co. - Diese Corona-Maßnahmen will die Kanzlerin verschärfen

Laut "Bild" habe man im Kanzleramt sogar über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht. Kanzlerin Merkel wies derartige Berichte nach Angaben mehrerer Teilnehmer jedoch zurück. In der Vorstandssitzung sagte die Kanzlerin nach weiteren Informationen, keiner wolle den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) schließen. Vielmehr müsse der ÖPNV entlastet werden, indem Arbeitnehmer mehr im Homeoffice arbeiteten und so die Kontakte weiter reduziert werden könnten.

Auch eine komplette Ausgangssperre sei im Gespräch, heißt es. Einige Bundesländer würden sich zudem für eine Homeoffice-Pflicht einsetzen. Der Vorstoß von Markus Söder für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht sei auch ein Thema bei den Gesprächen. Nach Recherchen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" prüft das Kanzleramt zudem eine Verschärfung der Corona-Kontaktregeln. Demnach könnten künftig nur noch Treffen mit einer festen Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt sein, heißt es übereinstimmend aus Regierungskreisen.

Kanzleramtschef Braun warnt vor dramatischen Auswirkungen der Corona-Mutation

Auch Kanzleramtschef Helge Braun warnte nach "Bild"-Angaben vor den möglichen Auswirkungen der Corona-Mutation auf das Infektionsgeschehen. Das Kanzleramt habe zwar "keine Beweise, aber Indizien" für die Gefahr der neuen Variante des Virus. Man müsse jetzt handeln, erklärte Braun demnach weiter. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sagte nach "Bild"-Informationen: "Wir müssen auf die Mutation reagieren. Sonst werden uns die Bürger das nicht verzeihen."

Bisher ist es nach der Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht gelungen, die Infektionsraten in Deutschland massiv zu drücken. Mehr als 25.000 neue Covid-Fälle meldete das Institut am Donnerstag.

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sba/bua/news.de/dpa