Flugzeugabsturz in der Eifel: Pilot konnte sich retten - Rauchwolke nahe US-Airbase

Nahe der US-Airbase Spangdahlem in der Eifel soll ein Militärjet abgestürzt sein. Eine Person wurde verletzt. Augenzeugen berichten über eine große Rauchwolke. Das US-Militär hat sich bislan nicht gemeldet.

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Ein Militärflugzeug stürzte im Bereich der US-Airbase Spangdahlem ab. (Foto) Suche
Ein Militärflugzeug stürzte im Bereich der US-Airbase Spangdahlem ab. Bild: picture alliance/dpa | Harald Tittel
  • Militärflugzeug-Absturz in der Eifel
  • Pilot konnte sich retten
  • Augenzeugen beschrieben Rauchwolke
  • Aktuell keine offizielle Bestätigung

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifelin Rheinland-Pfalz ist es am Dienstagnachmittag (22. September) offenbar zu einem Unfall gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Militärjet auf oder in unmittelbarer Nähe der Startbahn abgestürzt sein.Dabei sei nach ersten Erkenntnissen ein Mensch verletzt worden, teilte der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit.

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Mutmaßlicher Militärflugzeug-Absturz in der Eifel

Nach Angaben aus informierten Kreisen sollen am Nachmittag zwei Maschinen von der Airbase abgehoben sein. Eine davon sei kurz darauf verunglückt. Der Pilot habe es demnach geschafft, sich rechtzeitig per Schleudersitz aus dem Cockpit zu katapultieren. Ob er dabei verletzt wurde, ist derzeit noch unklar. Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort, wie der "SWR" berichtet. Deutsche Rettungskräfte aus den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm wurden ebenfalls alarmiert. "Die Einsatzmaßnahmen wurden zwischenzeitlich beendet", schrieb die Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm bei Instagram.

Eine offizielle Bestätigung des Unglücks liegt bislang weder von der US-Airbase noch von deutschen Behörden vor. "Zum Unfallhergang sowie zu weiteren Einzelheiten des Ereignisses können seitens des Eifelkreises derzeit keine Angaben gemacht werden", erklärte de Kreisverwaltung.

Augenzeugen beobachten Rauch

Mehrere Bewohner der umliegenden Ortschaften wurden Zeugen des mutmaßlichen Unglücks. Menschen aus Binsfeld und Beilingen berichteten dem "SWR" übereinstimmend von einer massiven Rauchsäule über dem Gelände der Airbase. Der vermutliche Absturzort befindet sich demnach in direkter Verlängerung der Landebahn, etwa auf Höhe des dortigen Golfplatzes. 

F-16-Staffel und Transportflieger auf dem US-Stützpunkt

Die Airbase Spangdahlem zählt zu den wichtigsten US-Militärstandorten in Deutschland. Der Luftwaffenstützpunkt befindet sich im Eifelkreis Bitburg-Prüm nahe der gleichnamigen Ortschaft. Stationiert ist dort unter anderem eine Staffel von F-16-Kampfflugzeugen, einem der meistgenutzten Jettypen der amerikanischen Streitkräfte weltweit.

Neben den Kampfjets hat der Flugbetrieb auf dem Stützpunkt in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Zahlreiche Transportmaschinen der US-Luftwaffe starten und landen dort inzwischen regelmäßig. Ob es sich bei dem am Dienstag verunglückten Flugzeug tatsächlich um eine F-16 handelt, ist offiziell noch nicht bestätigt. 

Nicht der erste Kampfjet-Absturz in der Eifel

Die Umgebung der Airbase Spangdahlem war bereits in der Vergangenheit Schauplatz vergleichbarer Zwischenfälle. Im Oktober 2019 ging eine F-16 der US-Luftwaffe nahe Zemmer-Rodt zu Boden. Auslöser war damals ein Stromausfall an Bord kurz nach dem Abheben. Der Pilot kam mit leichten Blessuren davon. Die herrenlose Maschine schlug in einem Waldstück ein, Menschen am Boden kamen nicht zu Schaden.

Bereits im September 2006 hatte sich ein ähnliches Unglück bei Oberkail im Eifelkreis Bitburg-Prüm ereignet. Damals prallte eine F-16 direkt neben der Dorfkapelle auf den Boden. Niemand wurde verletzt. Es handelte sich um einen sogenannten kontrollierten Absturz – ein vorgeschriebenes Notfallmanöver für den Fall, dass ein Jet nicht mehr sicher steuerbar ist.

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/news.de/dpa/stg

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