9/11: Zehntausende Überlebende an Krebs erkrankt - Terroranschläge fordern bis heute Opfer

Knapp 3.000 Menschen kamen bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 ums Leben. Was bislang kaum bekannt ist: 9/11 hat bis heute dramatische Folgen für viele Überlebende. Zehntausende Betroffene sind an Krebs erkrankt.

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Die Terroranschläge am 11. September 2001 veränderten die Welt. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der schrecklichen Ereignisse. (Foto) Suche
Die Terroranschläge am 11. September 2001 veränderten die Welt. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der schrecklichen Ereignisse. Bild: picture alliance/dpa/AP | Richard Drew
  • Viele Überlebende leiden an Spätfolgen der Terroranschläge vom 11. September 2001
  • Zehntausende Krebserkrankungen gemeldet
  • Giftwolke über Manhattan forderte auch nach 9/11 zahlreiche Todesopfer

Genau 25 Jahre ist es her, dass al-Qaida-Terroristen vier Passagiermaschinen entführten und die Welt für immer veränderten. Bei den Anschlägen in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 starben 2.977 Menschen. Doch die Katastrophe fordert bis heute Opfer.

Folgen von Terroranschlägen am 11. September 2001: Zehntausende Überlebende erkrankten an Krebs

Wie unter anderem "Focus Online"und die "Bild" berichten, hat die zentrale US-Gesundheitsbehörde CDC mittlerweile über 57.000 Krebserkrankungen als Folge der Anschläge erfasst. Allein in den zwölf Monaten vor Juni 2026 kamen mehr als 10.000 neue Fälle hinzu.Experten sind inzwischen überzeugt: Mehr Menschen sind an den Spätfolgen gestorben als am Anschlagstag selbst. Über 150.000 Betroffene haben sich bis 2026 in einem staatlichen Gesundheitsprogramm registriert. Am häufigsten diagnostiziert die CDC Hautkrebs, gefolgt von Prostata- und Brustkrebs.

Giftwolke über New York sorgt für schwere Erkrankungen bei Helfern von 9/11

Doch wie kommt es überhaupt zu den vielen schweren Erkrankungen nach 9/11? Als die Zwillingstürme in New York City in sich zusammenfielen, wurde ein gewaltiger Mix aus pulverisiertem Beton, Asbest, Benzol, zerschmolzenen Kunststoffen und zahllosen weiteren Giftstoffen freigesetzt. Der kontaminierte Staub legte sich über ganz Manhattan. In den Trümmerbergen von Ground Zero schwelten Brände bis in den Dezember 2001 hinein und verpesteten die Luft zusätzlich. Laut "Focus Online" waren Feuerwehrleute ohne Schutzmasken im Einsatz.

Besonders folgenschwer: Die US-Umweltschutzbehörde erklärte bereits am 18. September 2001, die Luft sei unbedenklich – eine Einschätzung, die sie später revidieren musste. Zu diesem Zeitpunkt waren Hunderttausende längst an ihre Arbeitsplätze, in Schulen und Wohnungen zurückgekehrt. Die New Yorker Börse hatte sogar schon am 17. September wieder geöffnet.

Opfer warteten jahrelang auf Anerkennung - noch mehr Krebsfälle in der Zukunft befürchtet

Dass Zehntausende Helfer und Anwohner schwer erkrankten, wurde von offizieller Seite lange nicht anerkannt. Wie "n-tv" berichtet, wurde die Anerkennung dieser Opfer über Jahre aktiv verweigert. Bis heute weisen die US-Behörden keine exakte Zahl der Verstorbenen aus.

Mediziner warnen zudem, dass der Höhepunkt der Krebswelle noch nicht erreicht sein dürfte. Tumore können sich erst 20, 30 oder sogar 40 Jahre nach der Belastung entwickeln. Mit zunehmendem Alter der Betroffenen rechnen Fachleute mit weiter steigenden Diagnosen.

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