Donald Trump: "Tatsächliche Blasphemie" - Empörung über Video auf Republikaner-Parteitag
"Gott gab uns Trump", wird in einem Video behauptet, das in dieser Woche auf dem Parteitag der Republikaner in Dallas gezeigt wurde. Kritiker sind entsetzt über die Darstellung und sprechen von "Blasphemie".
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Republikaner sorgen für Empörung mit Video auf Parteitag in Dallas
- Donald Trump wird in dem Clip als gottgesandter Beschützer der USA dargestellt
- Blasphemie-Vorwurf in den sozialen Medien
Der Auftritt von Donald Trump beim Parteitag der Republikaner in Dallas sorgte erneut für heftige Empörung - schließlich ermutigte der US-Präsident seine Anhänger, bei den Zwischenwahlen im November zu "betrügen". Doch dies war nicht die einzige umstrittene Szene bei der Veranstaltung. Auch ein Video, das auf dem Parteitag gezeigt wurde, rief große Irritationen hervor.
Donald Trump in Video auf Republikaner-Parteitag als gottgesandter "Hirte der Menschheit" gefeiert
Der über zweieinhalb Minuten lange Clip lief am Donnerstag über die Großleinwand des American Airlines Center undstellte Trump als gottgesandten Beschützer der Nation dar. "Am 14. Juni 1946 blickte Gott auf sein geplantes Paradies herab und sagte: 'Ich brauche einen Hüter.' Also gab Gott uns Trump", verkündet der Erzähler, während Bilder des jungen Trump eingeblendet werden. Das Video zeichnet das Bild eines Mannes, der vor Morgengrauen aufsteht, das Land in Ordnung bringt, Marxisten bekämpft und nach dem Abendessen bis Mitternacht im Oval Office Staatsoberhäupter empfängt. Trump wird als "Hirte der Menschheit, der niemals geht oder sie im Stich lässt", als Glaubensmann und jemand, der die "Fake News" entlarvt und sich in die "Schlangengrube" wagt, dargestellt. Zudem behauptet der Clip, der US-Präsident sei in der Lage, sein eigenes Enkelkind zur Welt zu bringen.
US-Präsident teilte umstrittenen Clip bereits im Wahlkampf 2024
Das Video basiert laut "The Daily Beast" auf der legendären Rede "So God Made a Farmer" des Radiomoderators Paul Harvey aus dem Jahr 1978, die 2013 durch einen Super-Bowl-Werbespot erneut bekannt wurde. In der abgewandelten Fassung wird allerdings nicht mehr der amerikanische Farmer gewürdigt, sondern Trump zum göttlich erwählten Hüter stilisiert. Bereits im Wahlkampf 2024 hatte Trump eine Version des Clips geteilt – nun wurde er auf der zweiten Abendveranstaltung des Parteitags erneut einem begeisterten MAGA-Publikum präsentiert.
Demokraten empört - Blasphemie-Vorwurf gegen die Republikaner
Besonders brisant wirkt das Video im Kontext der übrigen Veranstaltung. Redner hatten laut "Huff Post" zuvor massiv gegen Demokraten ausgeteilt – ausgerechnet wegen deren angeblich mangelnder Gottesfürchtigkeit. Es folgten empörte Reaktionen auf das Video im Netz. Auf X (vormals Twitter) schrieb Politikberater Matt Dearing dazu knapp: "Das ist übrigens tatsächliche Blasphemie." Journalist Aaron Rupar stellte fest, dass es "von da an nur noch wahnwitziger und kultartiger" werde. Ron Filipkowski, Chefredakteur von Meidas Touch, verwies auf die Doppelmoral: "Sie haben den ganzen gestrigen Tag damit verbracht, James Talarico (US-Demokrat aus Texas, Anmerkung der Redaktion) Blasphemie vorzuwerfen. Das sollte jeden echten Christen abstoßen, aber diese Leute beten den republikanischen Jesus an – Donald J. Trump." Politikanalyst Nick Field warnte, dies sei künftig der Normalzustand der Republikanischen Partei – "für den Rest unseres Lebens".
This is actual blasphemy, by the way. https://t.co/vhJNFyZLTX
— Matt Dearing ???????? (@dearmattdearing) September 11, 2026
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gom/ife/news.de/stg
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