Bahn: Alkoholverbot bei der Bahn ohne Auffälligkeiten gestartet

Mehr Sicherheit und Sauberkeit sind die Ziele der Bahn mit dem Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen. Die schrittweise Umsetzung hat begonnen, in sechs Wochen soll es an allen Bahnhöfen gelten.

Erstellt von - Uhr

Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Das Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen ist an vier Stationen ohne Auffälligkeiten in Kraft getreten. Das teilte die Deutsche Bahn der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Der Konzern hatte im Juli angekündigt, dass bis Mitte Oktober an allen bundesweit 5.400 Bahnhöfen schrittweise ein Alkoholkonsumverbot eingeführt werde. Heute trat es an den Hauptbahnhöfen Berlin, Kiel und Braunschweig sowie am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen in Kraft. Zuvor galt es bereits an mehr als 30 Stationen deutschlandweit, darunter an den Hauptbahnhöfen Bonn, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München.

Die Deutsche Bahn erhofft sich von der Ausweitung unter anderem mehr Sicherheit für Fahrgäste und Beschäftigte, aber auch die Sauberkeit in den Bahnhöfen soll sich verbessern. Bisher hat die Bahn nach eigenen Angaben positive Erfahrungen mit der Maßnahme gemacht.

Gastronomen in Bahnhöfen dürfen weiter Alkohol verkaufen

Das Konsumverbot gilt in der Regel im gesamten Bahnhofsbereich inklusive der Bahnsteige, hieß es von der Bahn. In einigen Kommunen zählen auch die Vorplätze dazu, die der Deutschen Bahn gehören. Ausnahmen können dort gelten, wo zum Beispiel Bahnhofsgebäude nicht der DB gehören.

In den gastronomischen Betrieben im Bahnhof darf weiterhin Alkohol verkauft und getrunken werden. Grundsätzlich ist auch erlaubt, Alkohol mit sich zu führen - nur der Konsum wird verboten.

Fahrgastverband grundsätzlich für das Verbot

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt die weitere Umsetzung des Alkoholkonsumverbots an Bahnhöfen, sieht aber noch Erklärungsbedarf hinsichtlich der beliebten Bahnhofskneipen. In vielen Bahnhöfen gebe es solche Lokale, sagte der Ehrenvorsitzende Detlef Neuß der "Rheinischen Post". "In der Kneipe darf man so viel trinken, wie man will, davor nicht einmal ein Radler." Diesen Widerspruch müsse die Bahn noch erklären.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News zum Thema "Kriminalität":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.